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KonzeptionDrei Elemente unter einem DachAnschriftEv Familienzentrum „Sonnenstrahl“Ostsraße 1151545 WaldbrölTelefon: 02291-1601E-Mail: [email protected]: www.familienzentrum-waldbroel.de

GliederungVorwort1.1.11.21.31.42.Wo kommen wir her, wo leben wir, wer sind wirGeschichtliche TraditionSozialraumanalyseDer TrägerDas nbedingungenAufnahmeverfahrenÖffnungs- und BetreuungszeitenSchließungszeitenRäumliche Aufteilung der Kindertagesstätte2.2Religionspädagogische Erziehung2.32.3.12.3.22.3.32.3.42.3.5Pädagogische Ziele und PrinzipienBildungsverständnisPädagogischer AnsatzPartizipationSicherung von KinderrechtenBeschwerdemanagement für ogische HandlungselementeEingewöhnung und Gestaltung von ÜbergängenTagesrhythmusFreispiel, Gruppenzeit, Projekte, Mahlzeiten und PflegeBildungsbereicheMahlzeiten, PflegeBeobachtung und er unter 3 (U3)2.7Vorschulkinder2.8Spracherziehung / Sprachförderung2.9Sicherung des Kindeswohls2.10 Zusammenarbeit mit Eltern2.11 Qualitätsentwicklung- und sicherung2.12 Förderverein2.13 Öffentlichkeitsarbeit/Zusammenarbeit mit anderen Institutionen3.Familienzentrum3.1 Der Kindergarten wird Familienzentrum3.2 Angebote und Ziele im Familienbereich4.Plus Kita

Vorwort1Die Evangelische Kirchengemeinde Waldbröl hat sich dazu entschlossen ihre Kindertagesstätte Sonnenstrahl zu einem Haus für Kinder und Familien auszubauen, denn:"Gehet hin in alle Welt"2Der Auftrag, die frohe Botschaft von der Liebe Gottes weiterzugeben gilt allen Altersgruppen. In Zeiten zunehmender Entkirchlichung muss Kirche Farbe bekennen und Stellung beziehen mit einem Ja für die Familie. Sie muss Eltern Hilfe anbieten, ihr Taufversprechen dieKinder christlich zu erziehen einzulösen, und Hilfestellung zur Orientierung in der pluralengesellschaftlichen Wirklichkeit geben, will sie nicht bei einer rein formalen Kirchenmitgliedschaft stehen bleiben.Die evangelische Kirchengemeinde hat bereits ein differenziertes, wohnortnahes Angebot fürMenschen in der Gemeinde und in der Stadt. Doch die Arbeit mit Familien in der Gemeindedarf sich nicht nur an den kirchennahen Familien orientieren, sie muss auch die Familieneinbeziehen, die nicht zu den Gemeindegliedern gehören, aber im Sozialraum der Gemeindeleben.Wesentliches Ziel ist, Familien bei der Erziehung ihrer Kinder und der Bewältigung ihres Familienalltags zu unterstützen. Dazu gehören alltagspraktische Fragen der Kinderbetreuungebenso wie die Fragen der Sinnstiftung und Identität. Gerade indem Alltagsfragen und Werteebene zugleich bearbeitet werden können, entstehen tragfähige Lebenskonzepte.In der engen Vernetzung und bedarfsorientierten Weiterentwicklung der unterschiedlichenAngebote und Aktivitäten zu einem evangelischen Familienzentrum liegt die Chance, Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen frühzeitig zu erreichen und ihnen in einem vernetzten System Begleitung und Unterstützung in den unterschiedlichsten Lebenssituationen anbieten zu können.Durch die Vernetzung der Gemeindeeinrichtungen mit den familienrelevanten Institutionenund Diensten in der Stadt ergeben sich für die Familien Möglichkeiten, die Gemeindegruppensowie mit Menschen unterschiedlicher Generationen und ihren jeweiligen Glaubens- und Lebenserfahrungen in Kontakt zu kommen.1Das Profil Evangelischer Familienzentren, hg.: Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche von Westfalen,2007, S. 50ff.2Matthäusevangelium 28, 18-20

1.Wo kommen wir her, wo leben wir, wer sind wir1.1Geschichtliche TraditionDer erste evangelische Kindergarten in Waldbröl entstand im Jahre 1913. Er wurdevon Frau Meiswinkel, der Frau des damaligen Pfarrers geleitet. Vor der eigentlichenGründung des Kindergartens betreute Frau Meiswinkel die Kinder im Hause Schumacher in ihrer Wohnung in der Poststraße. Als die Kindergruppe immer größer wurde,zog man ins Gemeindehaus. In den folgenden Jahren wurden die Kinder von Marburger und Kaisers Werther Diakonissen betreut.1979 wurde das neue Kindergartengebäude in der Oststr.11 errichtet und eingeweiht.1989 stockte man die Einrichtung auf zu einem dreigruppigen GebäudeUm es Familien leichter zu machen Angebote rund um ihre Bedürfnisse finden zukönnen, richtete das Land NRW Familienzentren ein. Erstes Familienzentrum imStadtgebiet von Waldbröl ist seit 2007 unsere Ev. Kindertagesstätte Sonnenstrahl.2008 wurde es mit dem Gütesiegel zertifiziert.Im Wandel der Zeit war die Nachfrage der U3 Betreuung so groß, dass man 2011 dasGebäude komplett renovierte und zu einer 4-gruppigen Kindertagesstätte mit zwei U3Gruppen erweitern konnte.1.2SozialraumanalyseDie Stadt Waldbröl hat 18872 Einwohner, die sich über das Stadtgebiet und 64 Dörferverteilen. 47% der Einwohner sind evangelisch, 24% katholisch, ca. 5 % freikirchlich.Der Ausländeranteil beträgt 7,6%, wobei die Spätaussiedler nicht eingerechnet sind.Waldbröl war Außenstelle von Unna-Massen und der prozentuale Aussiedleranteil3 istkreisweit der höchste. Seit 2014 ist die Zahl der asylsuchenden Flüchtlinge auf 150Menschen gestiegen. Die Flüchtlinge leben im Flüchtlingsheim in Hermesdorf und inangemieteten Wohnungen in Waldbröl.Neben den beiden großen Kirchen sind auch verschiedene Freikirchen, eine islamische Gemeinde und ein Buddhistisches Zentrum ansässig.Waldbröl ist Schulstadtdes südlichen Oberbergischen Kreises. Es sindviele Schultypen vorhanden4, einschließlich einerLernbehinderten Schuleund einer Musikschule.Ebenso hat die VHS hiereine Zweigstelle.2013 wurde ein Familienhaus in Waldbröl eröffnet.Das neue Angebot inWaldbröl richtet sich anFamilien, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben.3Trotz Anfrage bei der Stadtverwaltung waren hierzu keine Zahlen zu erlangen.Drei Gemeinschaftsgrundschulen mit 893 Kindern, eine Gesamtschule mit 971 Schülern, eine Realschule mit 643 Schülern, ein Gymnasium mit 700 Schülern, Die Sonderschule für Lernbehinderte mit286 Schülern, das Berufskolleg mit 277 Schülern, das IWK Berufskolleg mit 140 Schülern.4

Waldbröl verfügt über ein Kreiskrankenhaus sowie über Ärzte in allen Disziplinen. Esgibt eine Erziehung-, Ehe- und Lebensberatungsstelle. Ebenso gibt es ein Amtsgericht. Die Stadt unterhält ein Schwimmbad und eine von zwei öffentlichen Büchereien.Waldbröl ist das Zentrum des Südens des Oberbergischen Kreises. (Dienstleistungsstadt für ca. 90.000 Menschen).ProblemeDie Probleme der Stadt kristallisieren sich an folgenden Punkten: einen hohen Migrantenanteil (durch die Russlanddeutschen)steigender Flüchtlingsanteilhohe Gewalt- und Kriminalitätszahlen5die Stadt ist eine HSK-Kommunein den Außenorten und den Wohnballungsgebieten gibt es eine schlechte Infrastruktur6Leben im SozialraumAn zwei Stellen in Waldbröl gibt es größere Wohnmieteinheiten. Die kleineren Einheiten finden sich in Waldbröl/Walberfeld, 500 Meter vom Zentrum. Die größeren inWaldbröl/Eichen, 2-3 Kilometer vom Zentrum entfernt. Im Zentrum Waldbröls stehtauch eine leerstehende große Wohnmieteinheit. Hier wird seit vielen Jahren ein Investor gesucht. Ansonsten ist Waldbröl geprägt von Ein- und Zweifamilienhäusern, auchvon kleineren und mittleren Mehrfamilienhäusern. Es gibt drei Neubaugebiete aus denletzten 20 Jahren in Hermesdorf, Büscherhof und Isengarten/Eichen. Der Wohnungsmarkt ist seit Jahren sehr entspannt, was sich in vielen leerstehenden älteren Häusernund Wohnungen zeigt.Über das Stadtgebiet verteilt gibt es verschiedene Spielplätze für Kinder7. Auch gibt esausreichend Grün-, Wald- und Spielflächen.Für Jugendliche gibt es als Treffpunkt die Jugendbegegnungsstätte, den städtisch betriebenen Jugendclub. Darüber hinaus gibt es ein vielfältiges Angebot an Vereinen fürjede Altersgruppe und verschiedene kirchliche Jugendarbeit.Die weitaus überwiegende Familienstruktur in unserem Einzugsgebiet ist die klassische Familie, mit ein oder mehr Geschwisterkindern. Alleinerziehende und PatchworkFamilien finden sich seltener, wenn, dann sind vor allem Familien mit älteren Kindernbetroffen, die altersbedingt nicht mehr unsere Kindertagesstätte besuchen.Angegliedert an die größte GGS Waldbröls (ca. 440 Schüler), der in nächster Näheliegenden Wiedenhofschule, ist eine OGS, die großen Zulauf hat. Unser Träger unterhält diese in Kooperation mit dem IB.Konsequenzen für die Ausrichtung der EinrichtungUnsere Einrichtung legt einen Schwerpunkt auf die Beratung von Eltern und Familienmit darauf aufbauenden Bildungsangeboten. Grundlage dafür sind die Kompetenzenunserer Erzieherinnen, die auch von außerhalb gerne in Anspruch genommen werden. Außerdem haben wir unsere Kooperationspartner entsprechend ausgewählt, ohne darüber hinausgehende Angebote aus dem Blick zu verlieren.5Von den dreizehn Kommunen, die zum Oberbergischen Kreis gehören, hat Waldbröl die höchste Kriminalhäufigkeitszahl. Polizeiliche Kriminalitätsstatistik Oberberg 2013 S. 9.6Viele Dörfer werden nur zweimal am Tag angefahren. Die Kinder holt ein extra Schulbus ab, der keineanderen Personen mitnimmt.7Leider gibt es hierzu keine Angaben von der Stadtverwaltung. In direkter Nähe zum Familienzentrumist der Wiedenhofpark mit einem Hochseilgarten und einem Kinderspielplatz.

Durch die überdurchschnittliche Kriminalitätsrate, den Wunsch der Eltern nach eindeutigen Werten bei z.T. eigenen Schwierigkeiten diese Werte angemessen zu vermitteln,ist ein zweiter Schwerpunkt die evangelisch geprägte Wertevermittlung und religiöserFrüherziehung. Deshalb wird unser Einrichtung gezielt von Eltern ausgesucht. Durchdie große Nähe zum evangelischen Gemeindehaus mit seinen vielfältigen Angebotenan die gesamte Familie über Jungschar, Teenie Kreise, Frauen- und Männerkreise,Bildungsveranstaltungen, Kinderferienprogramm, Bücherei, Seniorenkreis, etc. wirddieser Ansatz in räumlicher Nähe zusätzlich vertieft.Da es in unserem Kindergarten ein breites Spektrum von sozialen Schichten gibt, bieten wir für sozial Schwache und Benachteiligte die Angebote kostenermäßigt oderkostenlos an, um so zu einer Chancengleichheit beizutragen.1.3Der TrägerTräger der Kindertagesstätte und des Familienzentrums Sonnenstrahl ist dieEvangelische Kirchengemeinde Waldbröl, Wiedenhof 12 b, 51545 Waldbröl.An dieser Stelle sei für weitere Informationen auf die Homepage der Kirchengemeindehingewiesen: www.ev-kirche-waldbroel.de.Die Zusammenarbeit mit dem Träger1.4 Der Familienzentrum – ArbeitskreisDer Ausschuss, bestehend aus 2 Mitgliedern des Presbyteriums und dem für denKindergarten zuständigen Pfarrer, trifft sich regelmäßig alle 3 Wochen mit der Leiterin der Kindertagesstätte zu einem Informationsaustausch. Die Rolle der Pfarrer im KindergartenDer zuständige Pfarrer für die Kindertagesstätte vermittelt, in Zusammenarbeit mitden Mitgliedern des Kindergartenausschusses, zwischen den päd. tätigen Fachkräften und den Mitgliedern des Presbyteriums. Durch persönliche Gespräche mitder Leiterin und der einmal monatlichen gemeinsamen Teamsitzung übernimmt erzusätzlich eine beratende Funktion, auch im Bezug auf religionspädagogische Fragen. AntragsverfahrenAnträge zur Beschlussfassung werden dem Presbyterium in schriftlicher Form vorgelegt.Die Mitarbeiterinnen als TeamZur Teamarbeit in unserem Kindergarten gehören die offene und ehrliche Zusammenarbeit aller Mitarbeiterinnen, die ein vertrauensvolle Arbeitsverhältnis ermöglicht jede einzelne Mitarbeiterin zeigt Verantwortlichkeit bei der Arbeit, um ein gemeinsames pädagogisches Ziel zu verwirklichen jedes Teammitglied ist bereit, sich mit den Problemen anderer Mitarbeiterinnenauseinander zu setzen, und zu deren Lösung beizutragen Mehrheitsentscheidungen werden von allen akzeptiert und auch von den Mitarbeiterinnen unterstützt, die eine andere Meinung vertreten regelmäßige Teamsitzungen finden als fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit einmal wöchentlich statt

alle pädagogisch tätigen Fachkräfte arbeiten gleichberechtigt und haben die Möglichkeit mit ihren individuellen Fähigkeiten und Stärken die Teamarbeit zu bereichern. Grundlegend für unsere Mitarbeiter in der Kindertageseinrichtung ist ein gelebtes Christsein. Die Beziehung zu den Kindern ist gekennzeichnet durch Achtungund Wertschätzung. Wir verstehen uns als vertrauliche empathische und kongruente Bezugsperson. Unser Ziel ist eine vertrauensvolle und verlässliche Beziehungwährend der gesamten Betreuungszeit.Fort- und Weiterbildung der MitarbeiterinnenAlle Erzieherinnen verpflichten sich, sich regelmäßig weiterzubilden, indem sie Fachzeitschriften und Fachbücher lesen und an Fortbildungsveranstaltungen teilnehmen.Dazu gehört für alle Festangestellten eine religionspädagogische Zusatzausbildung.Organisation, Aufgabenverteilung und pädagogisch Auseinandersetzung innerhalb des Teams wöchentliche Dienstbesprechungen Morgendlicher Kurzaustausch zum Tagesablauf und der Besonderheiten Einzelfallbesprechungen Besorgungen für den Kindertagesstättenbedarf und Vorbereitung für den täglichenAblauf Erstellung von Elternbriefen und Informationen Planung und Vorbereitung von Festen, Gottesdiensten und Elternabenden Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen Teilnahme an Supervisionen.Organisation, Aufgabenverteilung der Fachkräfte in der Gruppe Reflexionsgespräche zur Arbeit in der jeweiligen Gruppe Vor- und Nachbereitung im Gruppenraum Elterngespräche Erstellung von Bildungsdokumentationen, Beobachtungs- und Entwicklungsbögen Erstellung und Einschätzung der U-Bögen für den Kinderarzt Anleitung und Betreuung von Praktikanten Miterstellung schriftlicher BeurteilungenBeschäftigungsumfang und Qualifikationen der Mitarbeiter 1 Leitung 10 pädagogische Fachkräfte (4 Vollzeitkräfte, 6 Teilzeitkräfte) 3 Fachkraft für Einzelintegration 1 Fachkraft für Plus Kita 1 Mitarbeiterin für Sprachförderung 2 Hauswirtschafterinnen 2 Raumpflegerinnen

2.Kindertagesstätte2.1RahmenbedingungenUnsere Kindertagesstätte betreut 85 Kinder in einer Vorschulgruppe (ca.25 Kinder)und in drei U3 – Gruppen (jeweils 20 Kinder).2.1.1 AufnahmeverfahrenAnmeldungDas Kreisjugendamt Gummersbach führt im Mai 2015 das elektronische Anmeldesystem „Little Bird“ verbindlich ein. Eltern melden ihre Kinder über das Portal des Kreisjugendamtes an und geben dabei ihren „Wunschkindergarten“ an.Nach Terminvereinbarung können Eltern gerne die Einrichtung besichtigen und imGespräch Antworten auf ihre Fragen bekommen.Aufnahmekriterien Mitarbeit in der ev. Kirchengemeinde Regelmäßiger Besuch der Krabbelgruppe „Mini Club“ Geschwister in der Einrichtung Stundenbuchung.Die tatsächliche Aufnahme des Kindes wird durch den Kitaausschuss in Zusammenarbeit mit der Leitung entschieden.Der Träger hält sich vor, evangelische Familien zu bevorzugen.Die Aufnahme erfolgt durch unterschreiben des Aufnahmevertrages und der Kindertagesstättenordnung1).2.1.2 Öffnungszeiten und BetreuungszeitenDas Kinderbildungsgesetz sieht folgende Buchungszeiten vor:25 Buchungsstunden: Montag bis Freitag 7:30 – 12:30 Uhr35 Buchungsstunden: Montag bis Freitag 7:00 – 14:00 Uhr (Blockzeit) oder7:30 – 12:30 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr45 Buchungsstunden: Montag bis Freitag 7:00 – 16:00 UhrEinmal jährlich findet eine Bedarfsumfrage der Öffnungszeiten und Stundenbuchungen statt. Diese werden ausgewertet und im darauffolgenden Kindergartenjahr mit Abstimmung des Trägers und des Jugendamtes umgesetzt.2.1.3 SchließungszeitenIn der Regel bleibt die Einrichtung in den Sommerferien 3 Wochen und zwischenWeihnachten und Neujahr geschlossen.Dazu kommen Schließungstage, wie z. B. Teamplanungstage, Übernachtungsfest derVorschulkinder und gegeben falls Brückentage hinzu.Alle Termine werden frühzeitig (einmal jährlich) bekannt gegeben.2.1.4 Räumliche Aufteilung der Kindertagesstätte vier Gruppenräume mit Schlaf- und Nebenräumen, sowie Waschräumen mit Kindertoiletten Mehrzweckraum (Turnhalle)

2.2 Büro Küche Personalraum Personaltoilette Abstellraum KellerräumeReligionspädagogische Erziehung„Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört dasReich Gottes. Wahrlich ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie einKind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie undsegnete sie.“In dieser Geschichte von der Kindersegnung zeigt Jesus, dass Erwachsene von Kindern lernen müssen. Es geht um die Umkehr unserer Denkrichtung. Kinder lernennicht nur von den Erwachsenen. Erwachsene können durch die Kinder und mit denKindern Leben neu entdecken.Als evangelische Einrichtung ist uns das Vermitteln christlicher Grundwerte ein großesAnliegen. Dabei wollen wir Kinder, mit ihren Familien auf dem Weg des Glaubens begleiten.Wir vermitteln den Kindern christliche Werte durch: Biblische GeschichtenIn regelmäßigen Abständen werden in den Gruppen oder in Kindertagesstättengottesdiensten biblische Geschichten erzählt SingenDurch die ganze Kindergartenzeit singen wir viele verschiedene christliche Lieder. BetenDas Reden mit Gott gehört zum Alltag im Kindergarten, z.B Tischgebete. Gottesdienste feiern/Leben in und mit der GemeindeRegelmäßig werden in unserer Tageseinrichtung Gottesdienste gefeiert.Darüber hinaus feiern wir 3x jährlich Familiengottesdienste in der Kirchengemeinde Feste im JahreskreisDie jahreszeitlichen und christlichen Feste werden mit Kindern und Familien zusammen gefeiert. Vermittlung ethischer WerteDie christliche Grundeinstellung der Mitarbeiterinnen prägt das daraus resultierendeMenschenbild.Die Gegenseitige Akzeptanz, Vergebungsbereitschaft, der Umgang mit der Wahrheit, die Wertschätzung anderer Menschen und der Umgang mit Tieren und der Natur gehören dazu. Konflikte werden mit den Kindern erarbeitet.Christliche Erziehung kann man nicht losgelöst von anderen Elementen als eigenständigen Bildungsbereich behandeln, deshalb wird im Alltag das Sozialverhaltengeübt und Verständnis füreinander geweckt.

2.3Pädagogische Ziele und Prinzipien2.3.1 BildungsverständnisseDer Begriff Bildung umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten.Vielmehr geht es in gleichem Maße darum, Kinder in allen ihnen möglichen, insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven,sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördernund herauszufordern. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit undIdentität ist Grundlage jedes Bildungsprozesses.Kinder werden in einem solchen Bildungsverständnis auf künftige Lebens- und Lernaufgaben vorbereitet und zur Beteiligung am Zusammenspiel der demokratischen Gesellschaft ermutigt. Ziel der Bildungsarbeit ist es daher, die Kinder in der Entwicklungihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen Gelegenheit zu verschaffen, ihre Entwicklungspotenziale möglichst vielseitig auszuschöpfen und ihre schöpferischen Verarbeitungsmöglichkeiten zu erfahren. Diese Bildungsarbeit leistet einen Beitrag zumehr Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft und zum Ausgleich individueller und sozialer Benachteiligung.82.3.2 Pädagogische AnsätzeDurch den gesellschaftlichen Wandel muss sich auch die Elementarpädagogik verändern. Ausgehend von dem „Reflexiven Modell“(14), sehen wir das Kind als Akteur seiner eigenen Entwicklung. Daraus ergeben sich folgende Grundsätze der Erziehung: Erziehen setzt keine Hierarchie voraus, sondern Lernen und Entwickeln sind dasErgebnis partnerschaftlich-kooperativen Handelns. Eltern und Erzieherinnen sind in und mit ihrem eigenen Handeln Modell Im Gegensatz zur Ethik des Ändern Wollens steht die Ethik des Verstehens im Vordergrund Erziehung bedeutet für uns, dem Kind Möglichkeiten aufzuzeigen, um anders, sinnvoller, klüger, sozialer usw. zu handeln. Aus diesem Grund haben wir für den Kindergarten ein eigenes teiloffenes Konzeptentwickelt, welches das Ziel beinhaltet: Soziale Kontakte zu knüpfen Vertrauen aufbauen und sich selbständig auf den „Weg machen“ Ängste vor neuen Situationen abbauen Lernen von „großen Freunden“Der äußere Rahmen wird dabei bestimmt durch den jahreszeitlichen Ablauf Feste und Feiertage des Kirchenjahres kulturelle und gesellschaftliche Werte die Lebenssituation jeder einzelnen Familie (z.B. Öffnungszeiten richten sich nachMöglichkeit nach dem Bedarf der Eltern) die vom GTK vorgegebenen Bedingungen (z.B. Personalschlüssel) und geschaffenen Möglichkeiten8Bildungsvereinbarung NRW

Um unseren pädagogischen Ansatz zu verwirklichen sind für uns folgende Inhaltewichtig: Raum für Religionspädagogik schaffen Zeit für das „Freispiel“ geben die Möglichkeit schaffen für geplante, spontane sowie situative Gespräche und Angebote täglich immer wiederkehrende Rituale das Spiel im Freien ermöglichen ausreichende Bewegungsräume schaffen angemessene Freiräume zur Kreativität schaffen gemeinschaftliche, gruppenübergreifende Aktivitäten ermöglichen Raum und Zeit für Ruhephasen geben Altersgerechte Projektarbeiten anbieten2.3.3 Partizipation der KinderWir achten und schätzen die Kinder als eigenständige und gleichwertige Persönlichkeiten. Wir geben den Kindern unabhängig vom Alter vielfältige Möglichkeiten, ihre Interessen, Wünsche und Gefühle zu erkennen, auszudrücken und mit ihnen umzugehen. So unterstützen wir die Kinder dabei, ihren Alltag mitzubestimmen und mit zu gestalten. Durch aktive Beteiligung befähigen wir die Kinder, sich mit anderen Kindern zuverständigen und ihre Ideen alleine oder gemeinsam mit anderen zu verwirklichen.2.3.4 Sicherung von KinderrechtenZu den Kinderrechten gehören insbesondere das Recht auf9 Gleichheit! Gesundheit! Bildung! Spiel und Freizeit! freie Meinungsäußerung und Beteiligung! gewaltfreie Erziehung! elterliche Fürsorge! besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung! Schutz im Krieg und auf der Flucht! Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung!Wird beobachtet, dass Kinder und ihre Familien im Alltag überfordert sind und dieRechte der Kinder missachtet werden, bieten wir unsere Hilfe an, geben Lösungsvorschläge oder leiten weiter Hilfemaßnahmen ein.2.3.5 Beschwerdemanagement:Kinder sind als Beschwerdeführer aktiv mit einzubeziehen. Sie sollen im Alltag derKindertageseinrichtung erleben, dass sie bei Unzufriedenheit auch über Ausdrucksformen wie Weinen, Zurückziehen, Aggressivität ernst und wahrgenommen werden.9Die aufgezählten Rechte folgen der Formulierung und Darstellung von UNICEF.

Beim Erlernen der angemessenen Formen der Beschwerdeäußerung sind die Kinderim Rahmen der Bildungsprozesse zu unterstützen.Die Möglichkeit der Beschwerde für Kinder erfordert von Fachkräften Respekt gegenüber den Empfindungen der Kinder und die Einsicht, dass es auch von Seiten der Erwachsenen Unvollkommenheiten, Fehlverhalten und Verbesserungsmöglichkeitengibt. Nur auf dieser Grundlage können Kinder erfahren, dass sie Beschwerden angstfrei äußern können, ihnen Respekt und Wertschätzung entgegengebracht werden, sie bei Bedarf individuelle Hilfe erhalten.2.4Pädagogische Handlungselemente2.4.1 Eingewöhnung und Gestaltung von ÜbergängenBevor die Kinder unsere Einrichtung besuchen, findet ein Erstgespräch zwischen Eltern/Bezugspersonen und Erzieherinnen statt, welches dem beiderseitigen Informationsaustausch (Entwicklung, Vorlieben, Allergien etc.) dient. Die Eingewöhnung findetnach dem „Berliner Eingewöhnungsmodell“ statt.An den ersten 3 – 5 Tagen besucht das Kind mit einer Bezugsperson für 1 – 2 Stunden die Gruppe. In den folgenden Tagen können kurze Trennungsphasen versuchtwerden. In dieser Zeit wird festgestellt, ob das Kind die Erzieherin schon als Bezugsperson akzeptiert. Sinn und Ziel der Eingewöhnungsphase ist die allmähliche Lösungvon der vertrauten Bezugsperson und der Aufbau einer stabilen Beziehung zu der pädagogischen Kraft in der Gruppe, die die Bezugsperson des Kindes ist.Hierbei ist es uns wichtig, dass das Kind selbst das Tempo und die Art und Weise desBeziehungsaufbaus bestimmt.Der Übergang vom Kindergarten zur Schule wird durch Themenbereiche, die alle Bildungsgebiete abdecken gestaltet: Verkehrserziehung Ausfüge und Exkursionen Forschen und Experimentieren Mut tut gut Wing Tsun 1. Hilfe (Krümelretter) Besuch der zukünftigen Grundschule Übernachtungsfest Abschlußgespräche mit Eltern

2.4.2 TagesrhythmusDer Tagesablauf orientiert sich grundlegend an folgendem Raster, jedoch kann es inbestimmten Situationen zu Abweichungen kommen. Dies ist ein Leitfaden.07:00 Uhr – 09:00 Uhr09:15 Uhr – 10:30 UhrAnkommen der Kinder, Freispiel in der Gruppe,Freies FrühstückGruppenzeit10:30 Uhr – 11:45 UhrGruppenübergreifendes Spiel11:45 Uhr – 12:00 UhrVerabschiedung vom Morgen in der Gruppe12:00 Uhr – 12:30 UhrErste Abholzeit12:30 Uhr – 13:15 UhrMittagessen13:15 Uhr – 14:00 Uhr14:30 UhrZweite Abholphase, Ruhephase Und KleingruppenarbeitSnack (zB. Obst – oder Gemüse Zwischenmahlzeit)14:00 Uhr – 16:00 UhrAbholzeit (Tageskinder)Freispiel, Pädagogische Angebote und Projekte am Nachmittag2.4.3 Freispiel, Gruppenzeit, Projekte, Mahlzeiten und PflegeFreispiel„Spiel ist eine freiwillige Handlung oder Beschäftigung, die innerhalb gewisser festgesetzter Grenzen von Zeit und Raum nach freiwillig angenommenen, aber unbedingtbindenden Regeln verrichtet wird, ihr Ziel in sich selber hat und begleitet wird von einem Gefühl der Spannung und Freude und einem Bewusstsein des ‚Andersseins‘ alsdas ‚gewöhnliche Leben‘.“ 10Das Spiel ist die ARBEIT eines jeden Kindes und ist entscheidend für die Persönlichkeitsentwicklung.Für schulische und berufliche Fähig – und Fertigkeiten bildet Spiel den Nährboden eines jeden Kindes.Deshalb ist es uns wichtig, dass die Kinder genügend Möglichkeiten zum freien Spielhaben um sich frei und individuell entfalten zu können.In dieser Zeit findet in allen Gruppenräumen das freie Frühstück statt. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihr selbst mitgebrachtes Frühstück zu einer selbst gewählten Zeitmit ihren Freunden zu genießen. Einmal in der Woche findet in allen Gruppen ein gemeinsames Frühstück statt.GruppenzeitAlle Kinder einer Stammgruppe sowie die dazugehörigen Gruppenerzieherinnen, finden sich in dieser Zeit zusammen.In der Gruppenzeit findet folgendes statt: Religionspädagogische Arbeit Ausgewählte Themen der Kinder und Erzieherinnen werden erarbeitet Bilderbuchbetrachtungen Kreativangebote Kleingruppenarbeiten Lieder-, Finger-, und Kreisspiele10HUIZINGA: 1938/1991, S. 37

Feiern von Geburtstagen Bewegungsangebote RitualeZiele der Gruppenzeit Sozialverhalten Kommunikation und Sprachverhalten Zuhören und „Sitzen bleiben“ Fein – und Grobmotorik Fantasie und Kreativität Aneignung von Sachwissen Konzentration WertschätzungProjekte und AngeboteAngebote:Unter Angeboten verstehen wir Veranstaltungen mit den Kindern im Alltag, die entweder spontan aus einer Situation heraus entstehen oder regelmäßig in den Tagesablaufeingebettet sind.Projekte:Sind die intensive und längerfristige Auseinandersetzung mit einem Sachverhalt. Projekte differenzieren sich in einzelne Angebote, die verschiedene Bildungsbereiche abdecken und die Kinder ganzheitlich fordern, fördern und weiter bilden.2.4.4 BildungsbereicheIn den Bildungsvereinbarungen des Landes NRW werden besonders nachfolgendeBildungsbereiche und Selbstbildungspotenziale hervorgehoben und zu Grunde gelegt. Bewegung Spielen und Gestalten, Medien und Sprache(n) Natur und kulturelle Umwelt(en)S.o. S. Die Selbstbildungspotenziale sind: Differenzierung von Wahrnehmungserfahrung über die Körpersinne, über die Fernsinne und über die Gefühle innere Verarbeitung durch Eigenkonstruktion, durch Fantasie, durch sprachlichesDenken und durch naturwissenschaftlich-logisches Denken soziale Beziehungen und Beziehungen zur sachlichen Umwelt Umgang mit Komplexität und Lernen in Sinnzusammenhängen forschendes Lernen

2.4.5 Mahlzeiten und PflegeMahlzeiten:An einem schön gedeckten Tisch können sich die Kinder zum Frühstück treffen. Sieentscheiden in der Zeit von 7:00 –10:00 wann und mit wem sie Frühstücken gehen.Das Frühstück bringen die Kinder von zu Hause mit.Einmal in der Woche findet ein gemeinsames Frühstück in den Stammgruppen statt.Das Mittagessen wird in unserem Haus jeden Tag frisch gekocht. Alle Kinder mit 45Stunden bekommen eine warme Mahlzeit.Kinder, die unsere Einrichtung 35 Stunden besuchen, können sich zwischen einemwarmen Essen oder einem selbst mitgebrachtem Snack von zu Hause entscheiden.Die Mahlzeiten werden in kleinen Kindergruppen und jeweils einer Erzieherin um 12Uhr zu sich genommen.Nachmittags zwischen 14:30 Uhr und 15:00 Uhr treffen sich die Kinder zu einem gemeinsamen Snack. Dieser wird in gemütlicher Runde eingenommen.Für den Snack sind die Eltern der 45 Stunden Kinder zuständig. Abwechselnd bringensie Obst, Gemüse, Dips, Kuchen, Eis usw. mit in das Familienzentrum. Die Erzieherbereiten diesen dann immer frisch zu.Bei jeder Mahlzeit wird darauf geachtet, dass der Tisch sauber und schön gedeckt ist.Vor jedem Essen singen und beten wir gemeinsam.Pflege:Die Erzieherinnen achten täglich darauf, dass vor und nach dem Essen die Hände gewaschen werden. beim Wickel eine Dokumentation geführt wird. die Kinder saubere Kleidung tragen, wenn Sie die Einrichtung am Morgen besuchen.2.4.6 Beobachtungen und DokumentationenIn einer Bildungsdokumentation werden die oben genannten Bildungsbereiche undSelbstbildungspotentiale jedes einzelnen Kindes über den gesamten Zeitraum derKindergartenzeit festgehalten. Dies geschieht in Form eines Entwicklungsordners indem Fotos, Bildern und Werken der Kinder aus ihrer Kindergartenzeit zu finden sind.Dieser Ordner ist den Kindern immer zugänglich. Ziel des Entwicklungsordners ist, dieKinder an der Gestaltung und Dokumentation ihrer eigenen Lernwege teilhaben zulassen und ihre Entwicklung sichtbar zu machen. Halbjährlich werden Elternsprechtage durchgeführt. Dort wird u.a. über den Entwicklungsstand des Kindes gesprochen. Einmal jährlich wird anhand eines Sprachstandsbogen das Sprachverhalten jedesKindes festgehalten. Regelmäßig findet eine Dokumentation anhand des Gelsenkirchener Entwicklungs

2.4.4 Bildungsbereiche 2.4.5 Mahlzeiten, Pflege 2.4.6 Beobachtung und Dokumentationen 2.4.7 Raumgestaltung 2.5 Integration 2.6 Kinder unter 3 (U3) 2.7 Vorschulkinder 2.8 Spracherziehung / Sprachförderung 2.9 Sicherung des Kindeswohls 2.10 Zusammenarbeit mit Eltern 2.11 Qualitätsentwicklung- und sicherung 2.12 Förderverein