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Bericht über dieSolvabilität undFinanzlage (SFCR)Für das Geschäftsjahr

INHALT2Abkürzungsverzeichnis. 4Zusammenfassung. 5AGeschäftstätigkeit und Geschäftsergebnis. 8A.1Geschäftstätigkeit. 8A.2Versicherungstechnisches Ergebnis. 10A.3Anlageergebnis. 11A.4Entwicklung sonstiger Tätigkeiten. 12A.5Sonstige Angaben. 13BGovernance-System. 14B.1Allgemeine Angaben zum Governance-System. 13B.2Anforderung an die fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit. 21B.3Risikomanagement einschließlich der unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung. 25B.4Internes Kontrollsystem. 35B.5Funktion der Internen Revision. 40B.6Versicherungsmathematische Funktion. 41B.7Outsourcing. 42B.8Sonstige Angaben. 42CRisikoprofil. 43C.1Versicherungstechnisches Risiko. 43C.1.1 Risikoexponierung. 44C.1.2 Risikokonzentration. 44C.1.3 Risikominderung. 46C.1.4 Liquiditätsrisiko: künftige Gewinne. 46C.1.5 Risikosensitivität. 47C.2Marktrisiko. 47C.2.1 Risikoexponierung. 48C.2.2 Risikokonzentration. 50C.2.3 Risikominderung. 50C.2.4 Risikosensitivität. 51C.3Kreditrisiko. 51C.3.1 Risikoexponierung. 51C.3.2 Risikokonzentration. 52C.3.3 Risikominderung. 52C.3.4 Risikosensitivität. 52C.4Liquiditätsrisiko. 52C.4.1 Risikoexponierung. 52C.4.2 Risikokonzentration. 53C.4.3 Risikominderung. 53C.4.4 Risikosensitivität. 53C.5Operationelles Risiko. 53C.5.1 Risikoexponierung. 54C.5.2 Risikokonzentration. 54C.5.3 Risikominderung. 54C.5.4 Risikosensitivität. 54C.6Andere wesentliche Risiken. 54C.7Sonstige Angaben. 54

INHALTD3Bewertung für Solvabilitätszwecke. 58D.1Vermögenswerte. 58D.2Versicherungstechnische Rückstellungen. 61D.3Sonstige Verbindlichkeiten. 71D.4Alternative Bewertungsmethoden. 72D.5Sonstige Angaben. 72EKapitalmanagement. 73E.1Eigenmittel. 73E.2Solvenzkapitalanforderung und Mindestkapitalanforderung. 74E.3Verwendung des durationsbasierten Untermoduls Aktienrisikobei der Berechnung der Solvenzkapitalanforderung. 76E.4Unterschiede zwischen Standardformel und etwa verwendeteninternen Modellen. 76E.5Nichteinhaltung der Mindestkapitalanforderung undNichteinhaltung der Solvenzkapitalanforderung. 76E.6Sonstige Angaben. 76Anhang I . 78Allgemeine Informationen. 78Liste der Berichtsformulare. 78Templates. 79

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS4Abs.AbsatzArt.ArtikelBEBest ungsweiseca.circaCEIOPSCommittee of European Insurance and Occupational Pensions SupervisorsCFCashflowCOComplianced.h.das rdnungdzt.DerzeitECAIExternal Credit Assessment InstitutionEIOPAEuropean Insurance and Occupational Pensions AuthorityFMAÖsterreichische Finanzmarktaufsichtggf.gegebenenfallsHRGhomogene RisikogruppenIAS/IFRSInternationale Rechnungslegungsstandards idFinkl.inklusiveKLVKärntner LandesversicherungKSVKreditschutzverbandLoBLine of sinterne Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung der Säule 2PUCProjected Unit CreditPZVPrämienbegünstigte ellungRVRückversicherungSIISolvency IISCRSolvenzkapitalanforderung der Säule 1SUSchaden- und che FunktionVOVerordnungVTRversicherungstechnische RückstellungenZZifferZüBzukünftige ÜberschussbeteiligungZZRZinszusatzreservein der Fassung

ZUSAMMENFASSUNG5ZusammenfassungDie Kärntner Landesversicherung auf Gegenseitigkeit (KLV) zählt zu den starken regionalen Versicherungsanbietern in Österreich. 1899 vom Land Kärnten als„Kärntnerische Landes-Brandschaden-Versicherungs-Anstalt“ gegründet, wurdedie Kärntner Landesversicherung 1980 in einen Verein auf Gegenseitigkeit umgewidmet. Seither ist das Unternehmen eigenständig und somit ausschließlich seinen Mitgliedern – den Kundinnen und Kunden – verpflichtet. Dementsprechendzeichnet sich die KLV durch außerordentlich sorgsames und verantwortungsvolleswirtschaftliches Handeln aus.Als Universalversicherer bietet die Kärntner Landesversicherung ein umfangreichesProdukt- und Leistungsportfolio, welches alle gängigen Risiken und Sparten abdeckt. Das regionale Versicherungsunternehmen betreut seine rund 83.000 Kundinnen und Kunden kärntenweit in 14 Kundenbüros sowie der Zentrale in Klagenfurt.Mit rund 200 MitarbeiterInnen im Innen- und Außendienst ist das Versicherungsunternehmen ein wichtiger Arbeitgeber und bedeutender Wirtschaftsfaktor in derRegion.Ein zentrales strategisches Ziel der Kärntner Landesversicherung ist das Vorhaltenvon ausreichenden Eigenmitteln aus internen Quellen, um den gesetzlichen Vorschriften zu entsprechen und zukünftige Flexibilität und Eigenständigkeit zu gewährleisten.Die Solvency II Eigenmittel zum 31.12.2018 betragen TEUR 55.594 (31.12.2017:TEUR 60.373). Diese sind zur Gänze den Basiseigenmitteln gemäß § 170 Abs. 1 VAG2016 zuzuordnen, zu 100 % Tier 1 Eigenmittel und vollständig bei der SCR bzw.MCR Bedeckung anrechenbar.Die Berechnung der Solvenzkapitalanforderung und der Mindestkapitalanforderung erfolgt auf Basis der Standardformel:20182017Solvenzkapitalanforderung (SCR)28.12829.114SCR Bedeckungsquote197,6 %207,4 %20182017Mindestkapitalanforderung (MCR)MCR Bedeckungsquote7.4487.459746,4 %809,4 %Im Berichtszeitraum erwirtschaftete die Kärntner Landesversicherung im Gesamtgeschäft ein Prämienaufkommen in Höhe von TEUR 69.602 (2017: TEUR 69.065) underzielte einen Jahresfehlbetrag von TEUR 901 (2017 Jahresfehlbetrag: TEUR 582)nach Steuern.

ZUSAMMENFASSUNGDas Prämienvolumen verteilt sich im Verhältnis von 9:1 auf die Bereiche Nichtlebensversicherungen sowie Lebensversicherungen entsprechend Anhang I derdelegierten Verordnung (EU) 2015/35 der Kommission vom 10. Oktober 2014. Diewichtigsten Geschäftsbereiche der jeweiligen Bereiche sind aus Solvency II-Sicht„Feuer- und andere Sachversicherungen“ (Nichtleben) mit 36,6 % sowie „Versicherung mit Überschussbeteiligung“ (Leben) mit 9,8 % Anteil am Gesamtvolumen.Der Schadenaufwand im Geschäftsjahr war geprägt von einem regional konzentrierten Naturkatastrophenereignis (Windsturm und Überschwemmung im Herbst),sowie einem Großschadenereignis im KFZ-Haftpflicht-Bereich.Die Übernahme von Risiken zählt zum Kern des Geschäftsbetriebes einer Versicherung. Dementsprechend ist das ordentliche Management dieser Risiken in Abstimmung mit Geschäftsstrategie, Eigenmittelausstattung und Risikoappetit die Voraussetzung für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb. Um relevante Risiken frühzeitigerkennen, systematisch analysieren, steuern und kontrollieren zu können, besitztdie Kärntner Landesversicherung ein mehrstufiges Risikomanagementsystem.Diese Methodik sichert in allen Risikokategorien eine Handlungsweise unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, streng im Einklang mit derRisikotragfähigkeit des Unternehmens sowie unter Sicherstellung der dauerndenErfüllbarkeit der Leistungserfordernisse in Hinblick auf Sicherheit, Qualität, Liquidität, Rentabilität, Mischung und Streuung und Verfügbarkeit.Die sorgsame Ermittlung des Risikoprofils für das Unternehmen basiert auf den Anforderungen des Standardansatzes der Rahmenrichtlinie „Solvency II“, der internenRisikoinventur sowie der unternehmenseigenen Risiko- und Solvenzbeurteilung(ORSA). Als wesentlichste Risikopositionen des Unternehmens können am Endedes Berichtszeitraumes das „versicherungstechnische Risiko“ (insbesondere imBereich Nichtleben) gefolgt vom sogenannten „Marktrisiko“ genannt werden. Gegenparteiausfallsrisiken und Operationelle Risiken (inkl. strategischer Risiken undReputationsrisiken) stellen deutlich kleinere Unsicherheiten dar.Unter dem versicherungstechnischen Risiko ist die Gefahr zu verstehen, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden undLeistungen vom erwarteten Aufwand abweicht. Besonders große negative Abweichungen können hierbei durch Naturkatastrophen (Hagel, Windsturm, Erdbeben)entstehen. Die Begrenzung des versicherungstechnischen Risikos erfolgt vor allemdurch geeignete Rückversicherungssysteme.Unter dem Marktrisiko wird das Risiko eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen am Finanzmarkt verstanden, das sich direkt oder indirekt aus Schwankungenbei Höhe und Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten6

ZUSAMMENFASSUNGund Finanzinstrumente ergibt. Mischung und Streuung einerseits sowie andererseits ein gutes Aktiv-/Passiv-Management (ALM) unterstützen die Kontrolle übervorhandene Marktrisiken.Nahezu alle Bewertungsgrundsätze für die ökonomische Bilanz zur Bestimmung derSolvency II Eigenmittel unterscheiden sich in deutlichem Ausmaß von den Grundsätzen der UGB/VAG-Bilanzierungsmechanik. Sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden in der ökonomischen Bilanz mit jenem Betrag bewertet, zudem sie zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden können. Prinzipiell sind alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu Marktpreisen, die an aktiven Märkten für identischeVermögenswerte und Verbindlichkeiten notiert sind, zu bewerten (Mark-to-market).Ist dies nicht möglich, so werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten anhand der Marktpreise, die an aktiven Märkten für ähnliche Vermögenswerte undVerbindlichkeiten notiert sind, bewertet (Marking-to-market). Sollte diese Annäherung an einen aktiven Marktpreis ebenfalls nicht möglich sein, erfolgt eine Bewertung anhand von durch Marktdaten abgeleiteten Werten (Mark-to-Model). TypischeBeispiele für „Mark-to-Market“-Bewertungen sind die Klassen Aktien, Staats- bzw.Unternehmensanleihen sowie Investmentfonds. Wesentliche Positionen mit „Markto-Model“-Bewertungen sind Immobilien (DCF-Methode) und versicherungstechnische Rückstellungen.Der folgende Bericht bietet einen detaillierten Einblick in die Solvabilität und Finanzlage der Kärntner Landesversicherung. Er beschreibt die Geschäftstätigkeitund Leistung, das Risikoprofil, das Governance-System, die Bewertungsmethodenund das Kapitalmanagement des Unternehmens bis hin zur Solvenzquote (SCRQuote).Der Bericht wurde nach dem Grundsatz der Wesentlichkeit erstellt, sodass der Bericht alle Informationen enthält, deren Nichtberücksichtigung die Beurteilung desLesers beeinflussen würden. Details werden bei den einzelnen Gliederungspunktenäher erläutert.Im Sinne einer besseren Lesbarkeit wird in diesem Dokument auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dasssich der Text immer sowohl auf Frauen als auch Männer bezieht.7

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNISAGeschäftstätigkeit und GeschäftsergebnisA.1GeschäftstätigkeitDie Kärntner Landesversicherung ist in ihrer Rechtsform ein Verein auf Gegenseitigkeit, mit Sitz in Klagenfurt am Wörthersee, Domgasse 21 und ist seit 17. Dezember 1970 im Firmenbuch des Landesgerichtes Klagenfurt unter der Nummer 97361deingetragen.Als Verein auf Gegenseitigkeit ist die Kärntner Landesversicherung nicht in erster Linie erwerbsorientiert, sondern genossenschaftsähnlich organisiert. Ihr Wesen liegtim „ursprünglichen“ Sinn des Versicherungsgedankens begründet, nämlich im Zusammenschluss zu einer Gefahrengemeinschaft zur wirtschaftlichen Absicherungund zum kostengünstigen Schutz gegen gleichartige Risiken (Gegenseitigkeitsprinzip). Die Versicherungsnehmer sind deshalb gleichzeitig Kunden und als Mitgliedergleichzeitig auch Teilhaber an der Kärntner Landesversicherung.Als regionales Versicherungsunternehmen befinden sich auch alle Entscheidungsträger vor Ort. Entscheidungen werden dementsprechend ohne den Einfluss einerbeispielsweise übermächtigen Konzernmutter getroffen, schnell und unbürokratisch zum Wohle der Kunden sowie des Unternehmens. Durch die Beauftragungvon heimischen Unternehmen stärkt die Kärntner Landesversicherung die regionaleWirtschaft. Die Wertschöpfung bleibt in Kärnten. Kosten- und Verantwortungsbewusstsein stehen dabei an oberster Stelle, wirtschaftlicher Erfolg und Seriosität sindfür die Kärntner Landesversicherung untrennbar miteinander verbunden. Aufgrundder flachen Hierarchien und durchdachten Prozesse ist die Kärntner Landesversicherung im nationalen Wettbewerb optimal aufgestellt – mit Innovationskraft,Know-how und einer fast 120-jährigen Erfahrung.Der Betriebsgegenstand ist in § 2 der Satzung wie folgt geregelt:1. Gegenstand der Kärntner Landesversicherung ist der Betrieb aller von derAufsichtsbehörde genehmigten Versicherungszweige sowie die Rückversicherung. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates und nach Genehmigung durch dieAufsichtsbehörde kann die Landesversicherung den Betrieb weiterer Versicherungszweige aufnehmen.2. Die Landesversicherung kann fremde Versicherungszweige und -arten vermitteln.3. Der Landesversicherung obliegt auch die Durchführung von Maßnahmen zurSchadenminderung und -verhütung, insbesondere der Brandverhütung.Die Kärntner Landesversicherung betreibt somit das direkte Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft inkl. Kraftfahrt (Nicht-Leben) sowie das direkte Lebensversicherungsgeschäft (Leben).8

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNISDas indirekte Geschäft wird in geringem Umfang sowohl in der Schaden- undUnfallversicherung (Nicht-Leben) als auch in der Lebensversicherung (Leben)betrieben.Der Länderursprung des direkten und indirekten Geschäfts ist Österreich undumfasst im Wesentlichen folgende Solvency II Geschäftsbereiche (Lines of Business – LoB) entsprechend der Gliederung nach der DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) 2015/2452 DER KOMMISSION vom 2. Dezember 2015 zur Festlegung technischer Durchführungsstandards hinsichtlich der Verfahren, Formateund Meldebögen für den Bericht über Solvabilität und Finanzlage gemäß derRichtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlaments und des Rates:Nicht-Lebensversicherung (A):Einkommensersatzversicherung (2)Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung (4)Sonstige Kraftfahrtversicherung (5)Feuer- und andere Sachversicherungen (7)Allgemeine Haftpflichtversicherung (8)Rechtschutzversicherung (10)Lebensversicherung (C):Krankenversicherung (29) – nach Art der LebenVersicherung mit Überschussbeteiligung (30)Indexgebundene und fondsgebundene Versicherung (31)Sonstige Lebensversicherung (32)Die Kärntner Landesversicherung hält jeweils 100 % der Anteile an den verbundenen Unternehmen KÄLABRAND Beteiligungs GmbH, Klagenfurt, und SCHADENSERVICE GmbH, Klagenfurt. Die KÄLABRAND Beteiligungs GmbH hält 100 % derAnteile an der VWG Vermögensverwaltungs GmbH, Klagenfurt.Vereinfachte Gruppenstruktur:Kärntner Landesversicherung aGSchadenservice GmbHKÄLABRAND Beteiligungs GmbHVWG Vermögensverwaltung GmbH9

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNISDie Kärntner Landesversicherung auf Gegenseitigkeit unterliegt als beaufsichtigtes Unternehmen der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA), Otto-WagnerPlatz 5, 1090 Wien.Als Abschlussprüfer wurde die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- undSteuerberatungsgesellschaft mit Sitz in 1090 Wien, Porzellangasse 51, bestellt.Sämtliche Berechnungen erfolgten auf Basis der Bilanz-Daten zum 31.12.2018bzw. Vorjahreswerte zum 31.12.2017. Die Zahlenangaben erfolgen, wenn nicht anders beschrieben in Tausend Euro (TEUR).Wesentliche Ereignisse in der BerichtsperiodeAufgrund der in der Zusammenfassung genannten Schadenentwicklung ergabsich im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung ein Jahresfehlbetrag. UnterSolvency-Gesichtspunkten führte der starke Rückgang an den Kapitalmärkten imletzten Quartal 2018 zu einem Rückgang der Solvency II Eigenmittel zum Stichtag31.12.2018 um 7,9 %. Diese Tatsache zeigt nach wie vor die wesentlichen Differenzen zwischen unternehmensrechtlichen und marktnahen Einschätzungen derUnternehmensentwicklung im Jahr 2018. Die Solvency II Evaluierung verzichtet aufsämtliche Vorsichtsaspekte des Unternehmensrechts und weist damit wesentlichhöhere Volatiläten aus.Bezüglich der Schadenentwicklung wird auf die Erläuterungen in der Zusammenfassung am Beginn dieses Berichtes verwiesen.A.2Versicherungstechnisches ErgebnisDer Schwerpunkt der versicherungstechnischen Leistung liegt regional im Bundesland Kärnten mit einem Gesamtprämienvolumen in der Nicht-Lebensversicherungvon TEUR 61.572, wobei die KFZ-Sparten mit TEUR 27.996 den größten Anteil haben, gefolgt von den Feuer- und anderen Sachversicherungen mit insgesamt TEUR25.092. Im Bereich Leben stellt die Lebensversicherung mit Überschussbeteiligungden Hauptanteil dar.Die nachstehenden Tabellen zeigen die UGB/VAG Prämien, Schäden, Kosten unddas Ergebnis aus den Rückversicherungsabgaben nach Versicherungszweigen(LoBs), getrennt nach Nicht-Leben und Leben im direkten Geschäft.10

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND wendungenfürVersicherungsfälleAufwendungenfür ungFeuer- und cherungabgegrenztePrämienLebenVersicherung mitÜberschussbeteiligungKapitalerträgedes technischenGeschäftsAufwendungenfür ngKosten 0147329768020182017454232-14815610565Sonstige Lebensversicherung 17.4871.0131.838975996Indexgebundene und fondsgebundene lageergebnisDen Hauptanteil am Anlageergebnis stellen im Nicht-Leben-Bereich die Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere dar, gefolgt von denAktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapieren. Aufgrund des Verkaufseiner Liegenschaft stellen im Leben-Bereich die Grundstücke und Bauten denHauptanteil am Anlageergebnis, gefolgt von den Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere.

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNIS12Nachstehend werden die Erträge nach UGB/VAG als Summe der laufenden Erträge (TEUR 3.469 , 2017: TEUR 5.081), Zuschreibungen (TEUR 73, 2017: TEUR 247)und der realisierten Gewinne beim Abgang der Kapitalanlagen (TEUR 3.187 , 2017:TEUR 275), nach Abzug der Abschreibungen (TEUR 1.469 , 2017: TEUR 313) undder realisierten Verluste (TEUR 15 , 2017: TEUR 58) gegliedert nach den einzelnenVermögenswertklassen je Bilanzabteilung wie folgt ndstücke und Bauten458427Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen28021100Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere4961.146Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere837940Sonstige Ausleihungen50Guthaben bei Kreditinstituten00BeteiligungenLaufende Guthaben bei KreditinstitutenSumme 17Grundstücke und BautenAktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere2.41137461.673711797Vorauszahlungen auf Polizzen00Sonstige Ausleihungen00Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche WertpapiereLaufende Guthaben bei KreditinstitutenSumme LebenDirekt im Eigenkapital wurden keine Gewinne und Verluste im Jahresabschluss nachUGB/VAG erfasst.Im Berichtszeitraum befanden sich keine Verbriefungen im Bestand der Vermögenswerte.A.4Entwicklung sonstiger TätigkeitenIn den vorangegangenen Punkten wurden alle wesentlichen Tätigkeiten erfasst.Sonstige wesentliche Tätigkeiten (aus allfälligen mit der Vertragsversicherung inunmittelbarem Zusammenhang stehende Geschäfte) waren im Geschäftsjahr nichtzu verzeichnen.003.1692.507

AGESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND GESCHÄFTSERGEBNISA.5Sonstige AngabenDie oben angeführten Punkte enthalten alle wesentlichen Angaben. Somit sind keine weiteren sonstigen Angaben zu berichten.13

BGOVERNANCE-SYSTEMBGovernance-SystemB.1Allgemeine Angaben zum Governance-SystemGrundlagen der Governance OrganisationAls Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit bildet die unternehmenseigene Satzung die oberste Hierarchie innerhalb des Governance-Systems. In dieser Satzungwerden auf Basis der gesetzlichen Regeln wesentliche Grundlagen in Bezug aufVerwaltung und Verfassung der Kärntner Landesversicherung, insbesondere dieOrgane (Mitgliedervertretung, Aufsichtsrat, Vorstand) und deren Aufgaben, festgelegt.Die Mitgliedervertretung hat im Berichtszeitraum die Änderung der Satzung derKärntner Landesversicherung beschlossen. Grund der Änderung war die Anpassung der Satzung aufgrund der Aufhebung des Gesetzes über die Aufgaben desLandes bei der Kärntner Landesversicherung auf Gegenseitigkeit gemäß Landesgesetzblatt Nr. LBGl. Nr. 67/2017 vom 12. Oktober 2017, welches mit 01. Jänner2018 außer Kraft tritt. Der Beschluss des Kärntner Landtages wurde im Berichtszeitraum durchgeführt. Der formale Bescheid der Finanzmarktaufsicht e

Beispiele für „Mark-to-Market“-Bewertungen sind die Klassen Aktien, Staats- bzw. Unternehmensanleihen sowie Investmentfonds. Wesentliche Positionen mit „Mark-to-Model“-Bewertungen sind Immobilien (DCF-Methode) und versicherungstech-nische Rückstellungen. Der folgende Bericht bietet