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AbschriftAmtsgericht CharlottenburgInsolvenzgerichtAz.: 36m IN 2231/20BeschlussIn dem lnsolvenzverfahren über das Vermögen d.Mobike Germany GmbH,Bergholzstraße 1-4, 12099 Berlin,vertreten durch den Geschäftsführer Jan van der VenRegistergericht: Amtsgericht München Register-Nr.: HRB 232527- Schuldnerin Geschäftszweig: Vermietung von Fahrrädernhat das Amtsgericht Charlottenburg durch die Richterin am Amtsgericht John am 01.08.2020beschlossen:1.Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung am 01.08.2020 um 08.00 Uhr eröffnet.2.Zum Insolvenzverwalter wird bestellt:Rechtsanwalt Stefan LudwigMarkgrafenstraße 22, 10117 Berlin3.Die Insolvenzgläubiger werden aufgefordert, lnsolvenzforderungen (§ 38 lnsO) bis zum30.10.2020 bei dem Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden.Bei der Anmeldung sind Grund und Betrag der Forderung anzugeben.Auf die Möglichkeit der Forderungsanmeldung ausländischer Gläubiger mithilfe desStandardformulars gem. Art. 55 EulnsVO 2015 ( Verordnung EU 2015/848 des europäischen Parlaments und des Rates vom 20.05.2015, AblEU L 141/19 vom 5.6.2015 ) wirdhingewiesen.

36m IN 2231/20-Seite 2 -Die Forderungsanmeldungen und die Insolvenztabelle können durch die Beteiligten auf derGPQr.-Wfgtellp rips Insnlvenzgerichts eingesehen werden.4.Berichtstermin sowie Termin zur Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über dieeventuelle Wahl eines anderen Insolvenzverwalters, über die Einsetzung eines Gläubigerausschusses sowie über die in den §§ 35 Abs. 2 (Entscheidung über die Wirksamkeit derVerwaltererklärung zu Vermögen aus selbstständiger Tätigkeit), 66 (Rechnungslegung Insolvenz.vui wailef), 100 f. (Unterhaltszahlungen EIUS der nsolvenzrnasse), 1,49 (Anlagc vonWertgegenständen), 157 (Stilllegung bzw. Fortführung des Unternehmens, Beauftragungdes Insolvenzverwalters mit der Ausarbeitung eines Insolvenzplans, Vorgabe der Zielsetzung des Plans), 160 (Zustimmung zu besonders bedeutsamen Rechtshandlungen desInsolvenzverwalters, insbesondere, wenn das Unternehmen oder ein Betrieb, das Warenlager im Ganzen, ein unbeweglicher Gegenstand aus freier Hand, die Beteiligung desSchuldners an einem anderen Unternehmen, die der Herstellung einer dauernden Verbindung zu diesem Unternehmen dienen soll, oder das Recht auf den Bezug wiederkehrender Einkünfte veräußert werden soil; wenn ein Darlehen aufgenommen werden soil, dasdie lnsolvenzmasse erheblich belasten würde oder wenn ein Rechtsstreit mit erheblichemStreitwert anhängig gemacht oder aufgenommen, die Aufnahme eines solchen Rechtsstreits abgelehnt oder zur Beilegung oder zur Vermeidung eines solchen Rechtsstreits einVergleich oder ein Schiedsvertrag geschlossen werden soll), 162 (Betriebsveräußerung anbesonders Interessierte), 163 (Betriebsveräußerung unter Wert), 233 (Zustimmung Fortsetzung Verwertung und Verteilung bei Insolvenzplan) und 271 (Beantragung einer Eigenverwaltung) Ins bezeichneten Angelegenheiten wird anberaumt aufFreitag. 11.09.2020. 09:00 Uhr,Sitzungssaal 218, 2. Stock, 14057 Berlin, Amtsgerichtspiatz 1, AmtsgerichtCharlottenburgHinweise:Die Zustimmung zur Vornahme besonders bedeutsamer Rechtshandlungen im Sinnedes § 160 Ins gilt als erteilt, wenn die einberufene Gläubigerversammlung beschlussunfähig ist.5.Prüfungstermin wird anberaumt aufFreitag. 18.12.2020, 09:00 Uhr,

-Seite 3 -36m IN 2231/20Sitzungssaal 218, 2. Stock, 14057 Berlin, Amtsgerichtsplatz 1, AmtsgerichtCharlottenburgHinweise:Gläubiger, deren Forderungen festgestellt werden, erhalten keine Benachrichtigung.6.Sicherungsrechte an beweglichen Gegenständen oder an Rechten sind dem lnsolvenzverwaiter unverzüglich anzuzeigen (§ 28 Abs. 2 Ins0).Der Gegenstand an dem das Sicherungsrecht beansprucht wird, die Art und der Entstehungsgrund des Sicherungsrechts sowie die gesicherte Forderung sind zu bezeichnen.Wer die Mitteilung schuldhaft unterlässt oder verzögert, haftet für den daraus entstehendenSchaden (§ 28 Abs. 2 Ins0).7.Personen, die Verpflichtungen gegenüber der Schuldnerin haben, werden aufgefordert,nicht mehr an diese, sondern an den Insolvenzverwalter zu leisten (§ 28 Abs. 3 Ins0).8.Der Insolvenzverwalter wird gem. § 8 Abs. 3 Ins beauftragt, die in dem Verfahren vorzunehmenden Zustellungen, beginnend mit der Zustellung des Eröffnungsbeschlusses nach§ 30 Ins , durchzuführen.Ausgenommen ist die Zustellung des Eröffnungsbeschlusses an die Schuldnerin; diese erfolgt durch das Insolvenzgericht.Die öffentlichen Bekanntmachungen obliegen weiterhin dem lnsolvenzgericht.9.Hinweis:Die in einem elektronischen Informations- und Kommunikationssystem erfolgte Veröffentlichung von Daten aus einem lnsolvenzverfahren einschließlich des Eröffnungsverfahrenswird spätestens 6 Monate nach der Aufhebung oder der Rechtskraft der Einstellung des Insolvenzverfahrens gelöscht, § 3 Abs. 1 Satz 1 Ins0BekV.Sonstige Veröffentlichungen nach der lnsolvenzordnung werden einen Monat nach demersten Tag der Veröffentlichung gelöscht.Gründe:Der Antrag ist am 21.04.2020 beim insolvenzgericht Chariottenburg eingegangen.

- Seite36m IN 2231/204 -Die Schuldnerin hat im Zuständigkeitsbeieich des lnsolvenzgerichts Charlottenburg den Mittelpunkt ihrer selbständigen wirtschaftlichen Tätigkeit (§ 3 Abs. 1 Satz 2 Ins0).Die internationale Zuständigkeit der deutschen InsolvenZgerichtsbarkeit folgt aus deem Umstand,dass die Schuldnerin den Mittelpunkt ihrer hauptsächlichen Interessen im Inland hat (Art. 4 Abs. 1,3 Abs.1 EuinsVO 2015 - Verordnung EU 2015/848 des europäischen Parlaments und des Ratesvorn 20.052015, AblEU L 141/19 vorn 5.6.2015). Die örtliche Zuständigkeit des AmtsgerichtsCharlottenburg ergibt sich aus § 3 Abs. 2 Satz 2 Ins , da sich der Mittelpunkt der wirtschaftlichselbständigen Tätigkeit der Schuldnerin in Berlin befindet.Nach den Feststellungen des Gerichts sind Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gegeben.Rechtsbehelfsbelehrung:Gegen die Entscheidung kann die sofortige Beschwerde (im Folgenden: Beschwerde) eingelegt werden.Die Beschwerde ist binnen einer Notfrist von zwei Wochen bei demAmtsgericht CharlottenburgAmtsgerichtsplatz 114057 Berlineinzulegen.Die Frist beginnt mit der Verkündung der Entscheidung oder, wenn diese nicht verkündet wird, mit deren Zustellung bzw. mit der wirksamen öffentlichen Bekanntmachung gemäß § 9 Ins0 im Internet (www.insolvenzbekanntmachungen.de). Die öffentliche Bekanntmachung genügt zum Nachweis der Zustellung an alle Beteiligten, auch wenn die Ins neben ihr eine besondere Zustellung vorschreibt, § 9 Abs. 3 Ins . Sie gilt als bewirkt, sobald nach dem Tag der Veröffentlichung zwei weitere Tage verstrichen sind, § 9 Abs. 1 Satz 3 Ins .Für den Fristbeginn ist das zuerst eingetretene Ereignis (Verkündung, Zustellung oder wirksame öffentlicheBekanntmachung) maßgeblich.Die Beschwerde ist schriftlich einzulegen oder durch Erklärung zu Protokoll der Geschäftsstelle des genannten Gerichts. Sie kann auch vor der Geschäftsstelle jedes Amtsgerichts zu Protokoll erklärt werden; die Fristist jedoch nur gewahrt, wenn das Protokoll rechtzeitig bei dem oben genannten Gerichte eingeht. Eine anwaltliche Mitwirkung ist nicht vorgeschrieben.Die Beschwerde ist von dem Beschwerdeführer oder seinem Bevollmächtigten zu unterzeichnen.Die Beschwerdeschrift muss die Bezeichnung der angefochtenen Entscheidung sowie die Erklärung enthalten, dass Beschwerde gegen diese Entscheidung eingelegt werde.Rechtsbehelfe können auch als elektronisches Dokument eingereicht werden. Eine einfache E-Mail genügtden gesetzlichen Anforderungen nicht.Das elektronische Dokument muss- mit einer qualifizierten elektronischen Signatur der verantwortenden Person versehen sein oder- von der verantwortenden Person signiert und auf einem sicheren Übermittlungsweg eingereicht werden.Ein elektronisches Dokument, das mit einer qualifizierten elektronischen Signatur der verantwortenden Person versehen ist, darf wie folgt übermittelt werden:- auf einem sicheren Übermittlungsweg oder- an das für den Empfang elektronischer Dokumente eingerichtete Elektronische Gerichts- und Verwal-

36m IN 2231/20- Seite 5tungspostfach (EGVP) des Gerichts.Wegen der sicheren Übermittlungswege wird auf § 130a Absatz 4 der Zivilprozessordnung verwiesen. Hinsichtlich der weiteren Voraussetzungen zur elektronischen Kommunikation mit den Gerichten wird auf dieVerordnung über die technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Rechtsverkehrs und über das besondere elektronische Behördenpostfach (Elektronischer-Rechtsverkehr-Verordnung - ERVV) in der jeweilsgeltenden Fassung sowie auf die Internetseite www.justiz.de verwiesen.Gegen die Entscheidung kann ferner die Schuldnerin und jeder Gläubiger nach Art. 3 Abs. 1 der VerordnungEU 2015/848 des europäischen Parlaments und des Rates vom 20.05.2015, AblEU L 141/19 vom 5.6.2015(EulnsVO) die sofortige Beschwerde einlegen, wenn nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2015/848 dasFehlen der internationalen Zuständigkeit für die Eröffnung eines Hauptinsolvenzverfahrens gerügt werden soll.JohnRichterin am Amtsgericht

Amtsgericht CharlottenburgInsolvenzgerichtAz.:36m IN 2231/20Berlin, 01.08.2020BestellungsurkundeIn dem lnsolvenzverfahren über das Vermögen d.Mobike Germany GmbH,Bergholzstraße 1-4, 12099 Berlin,vertreten durch den Geschäftsführer Jan van der VenRegistergericht: Amtsgericht München Register-Nr.: HRB 232527- Schuldnerin Geschäftszweig: Vermietung von Fahrrädernist als Insolvenzverwalter bestellt:Rechtsanwalt Stefan Ludwig, Markgrafenstraße 22, 10117 BerlinDiese Bestellungsurkunde dient als Ausweis. Sie ist deshalb sorgfältig aufzubewahren und in allen Fällen, in denen es eines Ausweises bedarf (z. B. im Verkehr mit Behörden), vorzulegen.Nach Beendigung des Amtes ist die Bestellungsurkunde an das Insolvenzgericht zurückzugeben.JohnRichtenierich

Amtsgericht Charlottenburg Insolvenzgericht Az.: 36m IN 2231/20 Beschluss In dem lnsolvenzverfahren über das Vermögen d. Mobike Germany GmbH, Bergholzstraße 1-4, 12099 Berlin, vertreten durch den Geschäftsführer Jan van der Ven Registergericht: Amt