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SICHERHEIT IM FOKUS –STRATEGIEN GEGENZAHLUNGSAUSFÄLLE

INHALTSVERZEICHNISSeite1Deshalb sind Zahlungsausfälle so problematisch32Weshalb sich unsichere Zahlungsarten trotz Zahlungsausfällen lohnen43Nie wieder Zahlungsausfälle: Diese Möglichkeiten gibt es6A Die RisikoprüfungFunktionsweise einer Risikoprüfung7Anreicherung durch Scoring-Daten8Dynamische Zahlungsartensteuerung8Kosten für die Risikoprüfung9B Die Zahlungsgarantie9Funktionsweise der Zahlungsgarantie9Übernahme des Debitorenmanagements9Kosten einer Zahlungsgarantie10C Absicherung von Ratenkäufen10D Absicherung von Abomodellen und wiederkehrenden Zahlungen10E47Factoring11Funktionsweise von Factoring12Stilles Factoring12Kosten für Factoring12Sicherheit im Fokus – ein Fazit132

1 Deshalb sind Zahlungsausfälleso problematischZahlungsausfälle sind für einen großen Teil der Wirtschaft ein sehr reales Risiko. Eine Mitgliederbefragung des BDIU (Bundesverband deutscher Inkassounternehmen) hat gerade wieder ergeben,dass trotz einer insgesamt steigenden Zahlungsmoral immer noch sehr viele Unternehmen undHändler auf ihren offenen Forderungen sitzen bleiben. Besonders stark betroffen ist der E-Commerce, wo 44 Prozent der befragten Inkassounternehmen berichten, dass Unternehmen mit demZahlungsverhalten ihrer Kunden Probleme haben.Weitere Branchen, die mit Zahlungsausfällen und -verzögerungen zu kämpfen haben, sind die Energiewirtschaft mit 40 Prozent sowie die Dienstleistungsbranche allgemein mit 37 Prozent1. Aber auchfür Handwerker, Telekommunikationsanbieter und die Fitness-, Wellness- und Beautybranche ist esoft eine Herausforderung, ihr Geld fristgerecht zu erhalten.Zahlungsmoral – Prozentsatz an Inkassounternehmen, die über Zahlungsausfälle in diesen Branchen iensleistungsbranche itnessstudios270Quelle:BDFIU 20165101520253035404550Prozentzahl (Mehrfachnennung möglich)Gründe für eine schlechte Rechnungstreue gibt es viele. Am wichtigsten war laut der Befragung desBDIU im Jahr 2016 Überschuldung, dicht gefolgt von einem unkontrollierbaren Konsumverhalten sowie vorsätzlichem Nichtbezahlen.1 Mitgliederbefragung des BDIU3

Die Zahlungsausfälle sorgen bei den betroffenen Unternehmen und Händlern für eine ganze Reihevon Problemen. Zunächst einmal wird die Liquidität massiv beeinträchtigt, was auf Dauer zur Insolvenz führen kann. Wichtige Investitionen in die Zukunft müssen zurückgestellt werden. Dies beeinträchtigt das zukünftige Wachstum und damit die Wettbewerbsfähigkeit.Neben diesen direkten Folgen einer schlechten Zahlungsmoral gibt es auch indirekte Konsequenzen:Die Verwaltung und Beitreibung offener Forderungen kostet Geld und bindet im Unternehmenselbst wichtige Ressourcen. Dadurch wird die Weiterentwicklung gehemmt und somit weiteresWachstum erschwert.2 Weshalb sich unsichere Zahlungsartentrotz Zahlungsausfällen lohnenAngesichts der Gefahr von Zahlungsausfällen wäre es für Unternehmen ein Ausweg, komplett auf un sichere Zahlungsarten wie den Kauf auf Rechnung, die SEPA-Lastschrift und die Ratenzahlung zu verzichten. Kunden hätten dann immer noch die Möglichkeit, mit den für den Anbieter sicheren Zahlungsarten SOFORT Überweisung, Kreditkarte und Co. zu bezahlen.Allerdings nutzt kaum ein namhaftes Unternehmen diese Möglichkeit: Auch international tätigeE-Commerce Händler wie Amazon oder Zalando bieten ihren Kunden unsichere Zahlungsarten an.Wieso jedoch werden diese angeboten, wenn sie Zahlungsausfälle nach sich ziehen können?Hauptgrund für die Einführung unsicherer Zahlungsarten ist die Steigerung des Umsatzes. Dieses Zielwird unter anderem durch eine bessere Conversion Rate aufgrund einer geringeren Kaufabbruchquoteim Checkout erreicht. Diese sinkt durch die Einführung der SEPA Lastschrift um 40 Prozent, bei derEinführung des Rechnungskaufs sogar um 79 Prozent.Außerdem sind unsichere Zahlungsarten bei den Kunden sehr beliebt. Knapp 29 Prozent der Käufernutzen beispielsweise den Kauf auf Rechnung2. Auch die Bezahlung per SEPA-Lastschrift ist bei Umfragen zur Beliebtheit von Zahlungsarten stets weit vorne mit dabei. Beim immer wichtiger werdendenMobile Shopping liegt der Bankeinzug mit 30,6 Prozent als beliebteste Zahlungsart vorne3.2 Studie Ibi Research: „Erfolgsfaktor Payment“, S. 63 Studie Fittkau & Maaß: „Mobile Commerce“4

Online-Bezahlverfahren nach Marktanteilen 2016, in ProzentKauf auf 7,4Vorkasse3,8Ratenkauf2,5SOFORT Überweisung2,4Nachnahme051015Quelle:EHI Retail Institute "Online Payment 2016"202530Prozentzahl (Mehrfachnennung möglich)Im B2B-Bereich ist der Kauf auf Rechnung absoluter Standard: 81 Prozent der Unternehmen, dieonline bestellen, nutzen ihn4, und viele Unternehmenskunden brechen den Kaufvorgang direkt ab,wenn er nicht angeboten wird. Unternehmen und Händler, die ihren Kunden die präferierte Zahlungsart nicht anbieten können, haben also einen klaren Nachteil gegenüber dem Wettbewerb.Durchschnittlicher Warenkorbwert pro kasse110Kreditkarte105SOFORT le:ibi research4 Studie ibi Research/Votum: „Online-Kaufverhalten im B2B-E-Commerce“, S. 255

Für die Nutzung unsicherer Zahlungsarten sprechen noch weitere Gründe: So liegt beispielsweiseder durchschnittliche Warenkorb eines Ratenkäufers bei 406 Euro und damit drei Mal höher als beider Zahlungsart mit dem zweithöchsten durchschnittlichen Warenkorb, dem Rechnungskauf. Diesicheren Zahlungsarten liegen mit 105 Euro bei der Kreditkarte und lediglich 89 Euro bei PayPalsogar noch deutlich niedriger.Unsichere Zahlungsarten sind außerdem ein Vertrauensvorschuss, welcher dem Käufer gewährtwird. Dies macht es Kunden in retourenintensiven Wirtschaftszweigen wie beispielsweise demModehandel leichter, Waren umzutauschen oder zurückzugeben.Diese Kulanz wird von der Kundschaft honoriert: Der Rückgang der Kaufabbruchquote im Checkoutliegt beim Kauf auf Rechnung bei 79 Prozent.Prozentuale Verringerung der Kaufabbruchquote durch die Einführung verschiedener ZahlungsartenSOFORT echnung-680-10-20-79-30-40-50-60-70-803 Nie wieder Zahlungsausfälle:Diese Möglichkeiten gibt esUm unsichere Zahlungsarten trotz des hohen Ausfallrisikos einsetzen zu können, haben sich mehrereLösungen etabliert. Diese bauen oft aufeinander auf, sind jedoch modular einsetzbar. Unternehmen undHändler können immer nur die Bausteine nutzen, die sie wirklich benötigen und die auf ihre Marktsituation zugeschnitten sind. Die UNIVERSUM Group bietet dies unter der Marke FlexiPay als White LabelLösung an.6

A Die RisikoprüfungDie Risikoprüfung ist ein Instrument, mit dem festgestellt werden kann, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kunde seine offene Forderung auch bezahlen wird. Diese Wahrscheinlichkeitwird dann – ähnlich wie bei einem Notensystem – in sogenannten Scores gemessen: Beispielsweise bedeutet 1,0 eine sehr gute Bonität, während 6,0 die untere Grenze und damit eine sehrschlechte Kreditwürdigkeit darstellt. Um direkt eine Handlungsempfehlung zu geben, wird diesePunkteskala oft auch in einem Ampelsystem dargestellt.Beispielsweise färbt das System 1,0-2,4 grün – die Kreditwürdigkeit des Käufers ist sehr gut, ihmkönnen bedenkenlos unsichere Zahlungsarten angeboten werden. Alles von 2,5 bis 3,5 wird gelbbewertet – hier ist bereits Vorsicht geboten. Alle Ergebnisse unterhalb von 3,5 werden rot dargestellt – diese Kunden sollten auf keinen Fall mit unsicheren Zahlungsarten bezahlen dürfen, da dieAusfallwahrscheinlichkeit sehr hoch ist. Die Risikoprüfung erfolgt stets in Echtzeit und kann sowohlim B2C- als auch im B2B-Bereich genutzt werden.Eine Risikoprüfung ist nicht auf den Onlinebereich beschränkt. Auch bei stationär abgewickeltenGeschäften wie beispielsweise Fitnessstudios oder beim telefonischen Verkauf bei einem Tele shopping-Sender kann eine Prüfung der Kreditwürdigkeit erfolgen. Der einzige Unterschied ist hierbei,dass die Daten des Kunden von einem Mitarbeiter eingegeben werden und nicht vom Kunden selbst.Das System gibt dann in Echtzeit eine Empfehlung, welche Zahlungsarten angeboten werden sollten.Funktionsweise einer RisikoprüfungBei einer Risikoprüfung wird zunächst anhand der Eingabedaten eine Adressnormierung durch geführt. Das bedeutet, dass geprüft wird, ob es die angegebene Straße in dem Ort überhauptgibt und ob die Hausnummer existiert. Normierte Adressdaten erleichtern den Abgleich und dieTrefferqualität bei der Suche im eigenen Adressbestand oder in dem externer Auskunfteien wiebeispielsweise Bürgel, Creditreform oder Schufa.Der nächste Schritt ist die Überprüfung der Zahlungshistorie, die auch Bonitätsprüfung genanntwird. Dabei geht es in erster Linie darum, per Auskunfteianfrage Negativmerkmale herauszufinden.Diese können beispielsweise ein bekanntes Inkasso- oder Insolvenzverfahren zur angefragtenPerson sein. Da dieser Punkt fast immer externe Kosten verursacht, wird stets überprüft, ob er sichbei der gewählten Warenkorbgröße überhaupt lohnt. Das kann mittels eines Regelwerks und individueller Scorecards geschehen, die festlegen, unter welchen Bedingungen eine Bonitätsprüfungdurchgeführt werden soll.Soll die Prüfung durchgeführt werden, wird bei einem Dienstleister wie der Schufa oder Bürgel dieZahlungsvergangenheit abgefragt. Hier kommt oftmals der bekannte Schufa-Score zum Einsatz.Hat der Kunde seine Rechnungen immer treu bezahlt, gibt die Prüfung „grünes Licht“. Ist er seinenZahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit nur nachlässig oder schleppend nachgekommen, istzu erwarten, dass Probleme auftauchen können – die Kreditwürdigkeit wird entsprechend schlechter bewertet.7

Anreicherung durch Scoring-DatenMit Hilfe von historischen Zahlungsinformationen versuchen Auskunfteien generisch, das zukünftigeZahlverhalten vorherzusagen. Noch besser und trennschärfer funktioniert das mit dem sogenanntenScoring. Dabei handelt es sich um ein analytisches Prognoseverfahren, das die Wahrscheinlichkeitberechnet, mit der ein Kunde seine Rechnung bezahlen wird.Dabei wird mithilfe vorhandener Daten in verschiedenen Kategorien, wie beispielsweise Alter,Wohnort, Warenkorbinhalt oder Bestellzeitpunkt, ein Score-Wert des jeweiligen Käufers erstellt.Jede einzelne dieser Informationen ist nicht besonders aussagekräftig; zusammengenommenkann aus den Daten, die der Kunde beim Kauf angibt, jedoch eine sehr genaue Prognose seinesZahlungsverhaltens erstellt werden.Dynamische ZahlungsartensteuerungSollte bei einem Kunden eine schlechte Kreditwürdigkeit festgestellt werden, bedeutet dies nicht,dass er keinen Kauf tätigen kann. Ihm werden lediglich die für den Händler unsicheren Zahlungs arten Kauf auf Rechnung, SEPA Lastschrift und Ratenkauf nicht mehr angeboten.Einem Kunden eine Bezahlmethode zu verweigern, kann immer dazu führen, dass dieser den Kaufabbricht. Aus diesem Grund kann eine dynamische Zahlungsartensteuerung sinnvoll sein.Ablauf der dynamischen ZahlungsartensteuerungEingabe der persönlichenAdressdaten(ggf. abweichendeLieferanschrift)RisikoprüfungAuswahl der aufdie bschließenDie Besonderheit hierbei: Eine explizite Ablehnung des Zahlungsartenwunsches wird vermieden –der Käufer erfährt gar nicht erst, dass theoretisch auch die Zahlung per Rechnung oder Lastschriftmöglich gewesen wäre. Die UNIVERSUM Group setzt diese Lösung mit dem FlexiPay RiskcheckVerify&Pay um.8

Kosten für die RisikoprüfungDie Kosten für eine Risikoprüfung werden in der Regel pro Anfrage berechnet.B Die ZahlungsgarantieHundertprozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen kann auch die beste Risikoprüfung nichtbieten. Diese berechnet lediglich die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kunde seine Rechnungbegleichen wird.Aus diesem Grund bieten Zahlungsgarantieanbieter wie die UNIVERSUM Group an, das Risiko beieinem Zahlungsausfall zu übernehmen. Dabei handelt es sich um eine Zusage an den Händler, imFalle des Nichtzahlens eines Kunden die entstandene Forderung zu begleichen. Der Unternehmeroder Händler hat so den Vorteil der Planungssicherheit – er kann die unsicheren Zahlungsartenohne Zahlungsausfallrisiko anbieten und weiß, dass er sein Geld je nach Vertragsgestaltung spätestens nach 60 Tagen erhalten wird.Funktionsweise der ZahlungsgarantieGrundlage einer jeden Zahlungsgarantie ist die Risikoprüfung. Wenn diese erfolgreich verläuft unddie Kreditwürdigkeit des Kunden positiv bewertet wird, übernimmt der Zahlungsgarantiedienst leister das komplette Risiko eines Zahlungsausfalls.Das bedeutet: Sollte der Kunde die offene Forderung wider Erwarten doch nicht begleichen, wirdsie nach Ablauf des Mahnverfahrens zu 100 Prozent des Wertes angekauft. Ab diesem Zeitpunktist der Zahlungsgarantie-Anbieter Eigentümer der Forderung und versucht diese im Inkasso- management zu realisieren.Übernahme des DebitorenmanagementsDas Debitorenmanagement wird in vielen Unternehmen noch manuell abgewickelt und beanspruchtso wichtige Ressourcen. Daher bieten Zahlungsgarantieanbieter wie die UNIVERSUM Group optional auch die Übernahme des Debitorenmanagements an.Dabei wird die offene Forderung direkt nach Auslieferung der Ware automatisiert übergeben.Die Erstellung und der Versand der Mahnschreiben sowie die Zahlungseingangskontrolle erfolgenin diesem Fall direkt durch den Dienstleister. Dies alles geschieht – zumindest, wenn wie bei derUNIVERSUM Group eine White Label Lösung genutzt wird – im Look and Feel des Händlers.Der überwiesene Rechnungsbetrag geht in der Regel direkt auf das Konto des Händlers. Durch dieÜbernahme des Debitorenmanagements können Unternehmen und Händler Geld und Ressourcensparen, interne Prozesse vereinfachen und sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.9

Kosten einer ZahlungsgarantieDie Kosten einer Zahlungsgarantie setzen sich aus einer Zahlungsgarantieprämie und anbieter abhängig, einer Transaktionsgebühr pro Anfrage zusammen. Hinzu kommt eine Dienstleistungs gebühr, falls das Debitorenmanagement mit übernommen wird.C Absicherung von RatenkäufenDer Ratenkauf ist für viele Händler und Unternehmen eine interessante Option, da über diesen diegrößten Warenkörbe gekauft werden (siehe Abb. 3). Außerdem erschließt der Kauf auf Raten völligneue Kundengruppen. Auch Interessenten, die ein Produkt nicht komplett bezahlen können odermöchten, werden angesprochen. Zudem können bei einem Ratenkauf mögliche Zinsen als zusätzliche Einnahmen für den Händler generiert werden. Die Kehrseite der Medaille ist ein relativ hohesZahlungsausfallrisiko.Daher ist gerade bei Ratenkäufen eine Absicherung per Zahlungsgarantie sinnvoll. Die besondereHerausforderung besteht hier in der Prüfung der Bonität, die ja nicht nur für den gegenwärtigenMoment, sondern für die gesamte Dauer des Ratenplans im Voraus berechnet werden muss. Fälltdie Risikoprüfung, die natürlich auch bei Ratenzahlungen die Grundlage einer Zahlungsgarantiebildet, positiv aus, wird vom Dienstleister eine Zahlungsgarantie über den gesamten Kaufbetragund die gesamte Laufzeit abgegeben. Sollte der Kunde den Ratenplan nicht einhalten und auch dieerste und zweite Mahnung ignorieren, wird dem Händler der gesamte Restbetrag erstattet – dieserwird vom Zahlungsgarantie-Dienstleister zu 100 Prozent des Volumens angekauft.D Absicherung von Abomodellen und wiederkehrenden ZahlungenAbomodelle liegen im Trend: Assoziierte man damit früher vor allem Printprodukte, verkaufen heuteunterschiedlichste Branchen ihre Lösungen und Dienstleistungen im Abonnement. Von Telekommu nikationsdienstleistern und Verkehrsunternehmen über Energie- und Lebensmittellieferanten bishin zu Anbietern digitaler Güter und Streamingdienstleistern werden von den verschiedenstenBranchen Abos angeboten.Zahlungsverzögerungen und -ausfälle tauchen bei Abonnements meist nicht sofort bei Vertragsabschluss, sondern erst nach einiger Zeit auf. Bei der Absicherung von Abonnements ergeben sichähnliche Herausforderungen wie bei der Absicherung von Ratenkäufen: Die Kreditwürdigkeit mussnicht nur für den jetzigen Zeitpunkt, sondern bis zu 24 Monate im Voraus bewertet werden.Daher ist auch der Ablauf ähnlich: Fällt die Risikoprüfung positiv aus, wird vom Dienstleister eineZahlungsgarantie über gesamte Laufzeit des Abonnements ausgesprochen. Sollte der Kunde nunmit 2 Monatsbeiträgen zahlungsrückständig sein und die Zahlungen auch nach 2 Mahnungen nichtwieder aufnehmen, wird die gesamte Restforderung angekauft. Diese kann – je nach AGB desUnternehmens – lediglich alle Beiträge bis zur Kündigung oder die Restschuld über den gesamtenVertragszeitraum umfassen.Das Unternehmen erhält also auf jeden Fall sein Geld – eventuell sogar früher als eigentlich geplant.10

E FactoringUnsichere Zahlungsarten können auch per Factoring abgesichert werden. Dabei werden die Forderungen, die Unternehmen und Händlern gegenüber ihren Kunden haben, fortlaufend an einenFactoringdienstleister verkauft.Beim Factoring handelt es sich also im Grunde um eine Zahlungsgarantie mit flexiblem Auszahlungs zeitpunkt. Der Unterschied besteht hauptsächlich darin, dass der Verkauf direkt bei der Entstehungder Forderung stattfindet.Neben der Absicherung gegen Zahlungsausfälle besteht so der Vorteil, dass in der Regel 2 bis3 Tage nach Rechnungserstellung Liquidität bereitgestellt wird, die zur Wachstumsfinanzierungoder zur Begleichung eigener Rechnungen mit Nutzung des Skontovorteils genutzt werden kann.Daher lohnt sich Factoring am meisten für Unternehmen, die aufgrund fehlender Liquidität nichtmehr in der Lage sind, Skontovorteile auszunutzen oder deren Umsatz so schnell wächst, dass dervon der Hausbank gewährte Kreditrahmen schnell ausgeschöpft ist.Je nach Anbieter können allerdings nicht alle unsicheren Zahlungsarten im Rahmen einer schnellenLiquiditätsabsicherung gefactort werden: Die UNIVERSUM Group bietet ihr FlexiPay Factoringderzeit beispielsweise für den Kauf auf Rechnung an.Für Händler und Unternehmen ist der Schutz vor Zahlungsausfällen dann auch nur eines der Argumente für die Nutzung von Factoring. Noch wichtiger sind die Sicherung der eigenen Liquidität unddie Unabhängigkeit von Banken – aber auch die Erhöhung der Eigenkapitalquote und die solideFinanzierung zusätzlichen Wachstums werden als Gründe genannt.Gründe für den Einsatz von Factoring (Mehrfachnennung möglich)LiquiditätssicherungUnabhängigkeit von BankenSchutz vor Zahlungsausfällen92,757,545,7Erhöhung der 03040506070809010011

Funktionsweise von FactoringWie auch bei der Zahlungsgarantie werden beim Factoring nur die Forderungen abgesichert, beidenen die zuvor durchgeführte Risikoprüfung positiv verlaufen ist. Zudem sollte das maximale Zahlungsziel, welches das Unternehmen oder der Händler seinem Kunden gegenüber formuliert, einengewissen Zeitraum nicht überschreiten. Beim FlexiPay Factoring der UNIVERSUM Group sind dies30 Tage.Der größte Unterschied zur Zahlungsgarantie ist für Unternehmen und Händler, dass diese ihr Geldwesentlich schneller erhalten. Beim FlexiPay Factoring ist dies sofort bei der Rechnungsstellungder Fall.Die Zeit bis zum Geldeingang schlägt sich natürlich auch in den Kosten nieder: Je schneller derRechnungsbetrag an das Unternehmen oder den Händler überwiesen wird, desto höher sind auchdie damit einhergehenden Gebühren.Im Gegensatz zur Zahlungsgarantie wird das Debitorenmanagements beim Factoring immer vomDienstleister übernommen. Grund dafür ist, dass sich die Forderung während des Rechnungs- undMahnprozesses bereits im Besitz des Factoringanbieters befindet.Stilles FactoringEine Sonderform des Factorings, zu der auch das FlexiPay Factoring der UNIVERSUM Groupgehört, ist das sogenannte „Stille Factoring“. Bei dieser White Label Lösung werden sowohl dieRechnung als auch eventuelle Mahnungen im Look and Feel des verkaufenden Unternehmens verschickt, so dass der Käufer vom Verkauf seiner Forderung nichts mitbekommt. Der Vorteil dieserVorgehensweise ist eine höhere Zahlungsbereitschaft, da es zu keinem Bruch in der Kommuni kation mit dem Kunden kommt.Kosten für FactoringDie Kosten, die beim Factoring für das verkaufende Unternehmen anfallen, setzen sich aus denFactoring-Gebühren, Zinsen, eventuell anfallenden Kontoführungsgebühren sowie den Gebührenfür das Debitorenmanagement zusammen.12

4 Sicherheit im Fokus – ein FazitGanz egal, mit welcher Methode unsichere Zahlungsarten abgesichert werden sollen: Entscheidendist, dass die gewählte Lösung zur Branche, der Unternehmensgröße und dem Risiko passt.Für den Back-Zubehör-Händler mit einem hohen Anteil an Stammkunden mit einer guten Zahlungsmoral reicht vielleicht eine einfache Risikoprüfung, während beim Schmuckversender, der seineKunden hauptsächlich über Google Adwords akquiriert, eine Zahlungsgarantie unabdinglich ist. Undfür Unternehmen, die sofort Liquidität benötigen, lohnt sich Factoring, die erweiterte Zahlungs garantie mit sofortigem Auszahlungszeitpunkt. Durch die gleichzeitige Übernahme des Debitorenmanagements können Ressourcen gespart und interne Prozesse vereinfacht werden.Die Absicherung gegen Zahlungsausfälle sollte stets mit Augenmaß erfolgen: Ein zu lockererUmgang mit unsicheren Zahlungsarten kann zu Liquiditätsproblemen führen, während unnötigeund überdimensionierte Lösungen überflüssige Kosten verursachen. Viele Unternehmen und Händlerschätzen es, alle benötigten Lösungen aus einer Hand zu erhalten und damit auch einen zentralen,kompetenten Ansprechpartner zu haben, um Herausforderungen gemeinsam schnell und effektivlösen zu können.13

Die UNIVERSUM Group ist ein erfolgreicher, konzernunabhängigerInkassodienstleister und angesehener ZahlungsgarantieAnbieter mit einem innovativen Lösungspaket für die Liquiditäts sicherung gewerblicher Kunden.Wir sind seit über 30 Jahren am Markt, TÜV-zertifiziert undMitglied des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V.(BDIU). Unsere Omni-Channel Lösung FlexiPay ist darüberhinaus von Trusted Shops zertifiziert und vom Händlerbundausgezeichnet.Erfahren Sie mehr unter: www.universum-group.deUNIVERSUM GroupHanauer Landstraße 16460314 Frankfurt am Maint. 49 (0) 69 420 [email protected] 71 2 01.01www.universum-group.dePartnerschaften und Mitgliedschaften der UNIVERSUM Group:

Kosten für die Risikoprüfung 9 B Die Zahlungsgarantie 9 . Creditreform oder Schufa. . Diese können beispielsweise ein bekanntes Inkasso- oder Insolvenzverfahren zur angefragten Person sein. Da dieser Punkt fast immer externe Kos