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Fakultät für MaschinenbauIngenieure in Wirtschaft und WissenschaftFAKULTÄT FÜR MASCHINENBAUKIT – Universität des Landes Baden-Württemberg undnationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaftwww.mach.kit.edu

FaKUltät FÜr MaSchInenBaUKarlSrUher InStItUt FÜr technologIe (KIt)Der Maschinenbau des Karlsruher Instituts fürTechnologie (KIT) hat eine lange und verpflichtende Tradition. Herausragende Forscher undLehrer legten das Fundament der Fakultät. Esbildete sich bereits früh ein Profil mit eigenständigen Lehrgebieten und Forschungsschwerpunkten.Die Resonanz auf diese Entwicklungslinien warbeträchtlich – gleichermaßen in Forschung undLehre.Die Qualität von Forschung und Lehre des KIT ist durchrenommierte Rankings verbürgt. Der Maschinenbau belegtdabei Spitzenplätze vor allem in den Bereichen Internationalität, Forschung und Studierendenorientierung. Um diesePosition zu behaupten und weiter auszubauen, beteiligtsich unsere Fakultät am Benchmarking gemeinsam mitFakultäten führender Universitäten. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden gezielt zur strategischen Weiterentwicklung genutzt.Mit derzeit etwa 4.300 Studierenden bildet die Fakultät fürMaschinenbau die größte aller elf Fakultäten des KIT. Sie besteht aus über 20 Instituten mit rund 700 Mitarbeitern, davon 35 Professoren, 460 wissenschaftliche Mitarbeiter und200 Mitarbeiter in Technik und Verwaltung. Hinzu kommenmehrere Hundert wissenschaftliche Hilfskräfte und Tutoren.Rund 21 Millionen EUR eingeworbene Drittmittel in 2013sind ein deutlicher Beleg für die intensiven Forschungsaktivitäten und die hohe Innovationskraft der Fakultät.lehre Und StUdIUMKunst in höchster Präzision –Die Triade vor dem Audimax auf dem KIT Campus Süd wurde von Prof. JensWittenburg vom Institut für Technische Mechanik entwickelt.Das Maschinenbau-Studium ist für junge Menschen mitInteresse an Naturwissenschaften und Technik äußerstattraktiv. Spitzenpositionen in Rankings und anhaltendgroße Bewerberzahlen sind ein Beweis für das hoheAnsehen des Karlsruher Maschinenbaus. Ein effektivesZulassungsverfahren sichert die fachliche Eignung der Studierenden. Auf eine Ausgewogenheit zwischen fundiertenGrundlagenkenntnissen, Methodenwissen und praxisrelevanten Schlüsselqualifikationen wird besonderes Augenmerk gelegt. Innerhalb eines breiten Spektrums bestimmtder Studierende selbst den Studienverlauf durch die Wahlvon Studienschwerpunkten. Forschung und Lehre bildenim Maschinenbau-Studium eine enge Symbiose. Studierende sind bei ihren Abschlussarbeiten intensiv in aktuelleForschungsaktivitäten eingebunden. Neuartige Lehrmodellevermitteln aktuelle Erkenntnisse. Die Qualität der Lehre wirddurch eine ständige, transparente Evaluation sämtlicherLehrveranstaltungen gesichert.Bachelor- und Masterstudiengang: MaschinenbauGedruckt mit freundlicher Unterstützung von:Zum Wintersemester 2008/2009 wurde an unserer Fakultätdas gestufte Studiensystem Bachelor/Master eingeführt.Der akademische Grad „Master of Science“ ist gleichwertigmit dem des Diplom-Ingenieurs. Im Bachelor-Studium wirdein breites Grundlagenwissen aus den mathematischnaturwissenschaftlichen Bereichen und den maschinenbaunahen Ingenieurdisziplinen vermittelt, die nachfolgend inFachveranstaltungen vertieft und auf komplexere Themenangewendet werden. Die Wahl eines ersten Schwerpunktesund die Bachelorarbeit setzen neigungsspezifische Akzente.Darüber hinaus werden viele interessante Laborpraktikaangeboten.

45Mit den erforderlichen Nachweisen erwerben Studierendeden akademischen Grad „Bachelor of Science“. Ihr Studiumzum Master können sie dann allgemein ausrichten odereine der folgenden Vertiefungsrichtungen wählen: Energieund Umwelttechnik, Fahrzeugtechnik, Mechatronik undMikrosystemtechnik, Produktentwicklung und Konstruktion, Produktionstechnik, Theoretischer Maschinenbau,Werkstoffe und Strukturen für Hochleistungssysteme. Beider Ausbildung wirken viele Institute zusammen, in denenProfessoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierendeauf speziellen Gebieten des Maschinenbaus arbeiten. Studierende können sich aktiv als wissenschaftliche Hilfskraftins Institutsleben einbringen und durch eigene Mitarbeit anhochaktuellen Forschungs- und Industrieprojekten einentieferen Einblick in die Aktivitäten der Wissenschaftlergewinnen. Durch die Wahl der Vertiefungsrichtung, zweierweiterer Schwerpunkte und des Themas ihrer Masterarbeitrichten Studierende ihr Masterstudium nach eigenen Interessensgebieten aus.Aufbau einer Apparatur zur Charakterisierung der Zuverlässigkeit vondünnen Schichten unter zyklischer Beanspruchung, Institut für AngewandteMaterialienStudierende bei der Backstage-Führung durch die Wartungsund Maschinenhallen im Rahmen der Erstsemesterbegrüßung imEuropa-Park in Rust. Fotografin: Laila Tkotz; Bildrechte: KITRund 600 angehende Ingenieure beim Konstruktions wettbewerb derFakultät für Maschinenbau; Erstsemesterbegrüßung im Europa-ParkFotografin: Laila Tkotz; Bildrechte: KITDie Regelstudienzeit beträgt sechs Semester für denBachelor -Abschluss und weitere vier Semester für denMaster-Abschluss. Darin sind insgesamt 18 WochenIndustrie praktikum enthalten, das natürlich auch im Ausland durchgeführt werden kann. Intensive Industriekontakteermöglichen die Umsetzung des Erlernten in die Praxis.Nicht selten lernen Studierende bereits hier ihren späterenArbeitgeber kennen.und anderen Bereichen. Um dieses Zusammenwirken zuverstehen und systematisch umzusetzen, ist ein interdisziplinärer Ansatz erforderlich.Bachelor- und Masterstudiengang: Materialwissenschaft und WerkstofftechnikDas KIT gehört zu den führenden Forschungseinrichtungenauf vielen Gebieten der „Materialwissenschaft und Werkstofftechnik“. Neue Materialien und ständig verbesserteWerkstoffe sind Voraussetzung und zugleich Anstoß fürmoderne Technologien: Verbundwerkstoffe für energiesparende Leichtbaukonzepte im Fahrzeugbau und in derLuftfahrt, Hochleistungs-Funktionsmaterialien für immerleistungsfähigere Informations- und Energiespeichersysteme, biokompatible Werkstoffe für die Medizintechnik sindnur einige Beispiele. In Wissenschaft und Industrie wächstder Bedarf an Fachleuten mit einer fundierten universitärenAusbildung in diesem Bereich ständig. Seit dem Winter semester 2011/2012 bietet das KIT unter Federführung derFakultät für Maschinenbau die interdisziplinären Bachelorund Masterstudiengänge „Materialwissenschaft und Werkstofftechnik“ an. Sie verbinden Grundlagen mit Anwendungen und sind besonders attraktiv für Studieninteressierte,die naturwissenschaftliches Interesse und zugleich Praxis orientierung mitbringen. Der Masterstudiengang knüpft andie Inhalte des gleichnamigen Bachelor studiengangs an,richtet sich aber auch an Absolventinnen und Absolventenanderer natur- und ingenieurwissenschaftlicher Bachelor studiengänge, die ihr Wissen im Bereich der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik vertiefen möchten.Dazu haben wir den interdisziplinären Bachelorstudiengang„Mechatronik und Informationstechnik“ eingerichtet.Den Absolventen dieses Bachelorstudiengangs stehen dieMaster studiengänge „Maschinenbau“ und „Elektrotechnikund Informationstechnik“ offen. Außerdem ist ein konsekutiver Masterstudiengang „Mechatronik und Informationstechnik“ in Vorbereitung.Masterstudiengang: EnergietechnikAngehende Ingenieure werden angesichts der Komplexität künftiger Energiesysteme über ein ausgeprägtes interdiszi plinäres Wissen verfügen müssen. Der interfakultativeMaster studiengang Energietechnik richtet sich an Bachelor absolventen verschiedener Studien richtungen. Der Studien gang bietet eine solide Grundlagenausbildung und daraufaufbauende Optionen zur Vertiefung. Die breit gefächerteAusbildung ist darauf ausgelegt, die beruflichen Einsatzmöglichkeiten der Absolventen in der Branche zu erweitern.Dabei profitieren die Studierenden insbesondere von denvielfältigen Kompetenzen im KIT-Zentrum Energie.Bachelorstudiengang: Mechatronik undInformations technikKomplexe technische Systeme bestehen zunehmend auseiner Vielzahl von vernetzten mechanischen, elektrischenund informationstechnischen Teilsystemen. Ihre Funktionalität entsteht erst aus dem Zusammenspiel der Teilsysteme.Schon heute gibt es dafür viele Beispiele in der Fahrzeugtechnik, Antriebstechnik, Automatisierung, MedizintechnikExperimente mit leicht flüchtigem Gas: Die robuste Druckkammer ermöglicht unterschiedliche Objekte, die mit Wasserstoff gefüllt sind, kontrolliertdetonieren zu lassen. Foto: Volker Steger/KITInternationalität in der LehreErfreulicherweise nutzen viele Studierende die Möglichkeiten, dem Studium einen internationalen Akzent zu geben.Eine hervorragende Möglichkeit, einen Teil des Studiums imeuropäischen Ausland zu absolvieren, bietet das ERASMUSProgramm. Im Bereich Maschinenbau bestehen entsprechende bilaterale Abkommen mit 45 Universitäten in 16Ländern. Im Netzwerk „Consortium Linking Universitiesof Science and Technology for Education and Research“CLUSTER haben sich exzellente Technische HochschulenEuropas zusammengeschlossen, um bereits bestehendeKooperationen auszubauen und Aufgaben in Aus-, Weiter bildung und in der Forschung gemeinsam auf hohemNiveau anzugehen. Mit nahezu allen CLUSTER-Universitätenbestehen ERASMUS-Verträge.GEARE (Global Engineering Alliance for Research andEducation) bezeichnet eine Kooperation mit den Universitäten Purdue (USA) und Shanghai (China). Studieren iminternationalen Team, Erfahrung sammeln in Entwicklungsabteilungen deutscher Firmen, die im Ausland tätigsind und die Anerkennung der im Ausland erbrachtenPrüfungsleistungen am KIT sind wesentliche Aspekte desGEARE-Austauschs.

67Der Dekan übergibt die Abschlussurkunden beim Fakultätsfestkolloquium an die Absolventen. Fotografin: Irina Westermann; BildrechteFakultät für MaschinenbauIm Rahmen des europäischen Konsortiums KIC InnoEnergykoordiniert unsere Fakultät ferner das neue Masterprogramm „Energy Technologies“ (ENTECH). Studierende profitieren hierbei vom Netzwerk, das Hochschulen, BusinessSchools und Unternehmen im Energiebereich verbindet:Die beiden Studienjahre verbringen sie an zwei unterschiedlichen Universitäten. Darüber hinaus beteiligt sich das KITan einigen anderen Masterprogrammen sowie an der PhDSchool von KIC InnoEnergy.Internationale StudiengängeDeutsch-französische Studiengänge KIT-DEFIIn den seit langer Zeit bestehenden deutsch-französischenStudiengängen mit den Partnerhochschulen Arts et MétiersParisTech in Paris und Metz (ENSAM), Institutes Nationale des Sciences Appliquées in Lyon (INSA) und ÉcolePolytechnique in Paris starten jährlich 50 Studierende.Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Studierendenje ein Diplom bzw. einen Master ihrer Heimat- und ihrerPartneruniversität. Die Zusammenarbeit der Institutionenwird durch Austausch der Dozenten und gemeinsameAbsolventen der HECTOR School, Technology Business School des KITPromotions vorhaben gefördert. Programmbeauftragte sindProf. Wolfgang Seemann (Institut für Technische Mechanik)für ENSAM und École Polytechnique sowie Prof. MartinGabi (Fachgebiet Strömungsmaschinen) für INSA.Fakultät für deutsche Ingenieur- und Betriebswirtschaftsausbildung (FDIBA) der TU SofiaDie FDIBA wurde 1990 nach einem Beschluss des Akademischen Rates der Technischen Universität Sofia und imRahmen einer Vereinbarung zwischen den Regierungen derBundesrepublik Deutschland und der Republik Bulgarieneingerichtet. Dieses Projekt ist das größte, älteste undförderungsstärkste DAAD-Ausbildungsprojekt in Osteuropa.Deutsche und bulgarische Lehrkräfte halten die Lehrveranstaltungen vollständig in deutscher Sprache. Die Studienpläne richten sich nach den deutschen Partner universitäten.Für die Bachelor- und Masterstudien gänge AllgemeinerMaschinenbau ist das das KIT. Die Absolventen erhaltensowohl den Abschluss der TU Sofia als auch des KIT.Englischsprachige StudiengängeDie Fakultät ist außerdem an den englischsprachigenLehrangeboten im Bereich Aus- und Weiterbildung des International Department beteiligt. Neben dem englischsprachigen Bachelorstudiengang „Mechanical Engineering“ derCarl Benz School, bietet die HECTOR School als TechnologyBusiness School des KIT sieben berufsbegleitende MasterProgramme an. Vier davon sind im Bereich Maschinenbauanzusiedeln: Production & Operations Management, GreenMobility Engineering, Management of Product Development sowie Energy Engineering & Management.Dual-Master-Degree-Abkommen mit Korea Advanced University of Science and Technology (KAIST)Seit Beginn des Sommersemesters 2009 können sich Studierende für den Masterstudiengang des Dual-Master-Programmsmit KAIST einschreiben, bei dem sie jeweils 2 Semester imanderen Land verbringen. Der Auslandsaufenthalt schließt einIndustriepraktikum von 6 Wochen ein. Nach erfolgreichemAbschluss des Masterstudiengangs verfügen die Studierendenüber vollwertige Zertifikate des „Master of Science“ beiderUniversitäten. Ansprechpartner ist Prof. Martin Gabi (Fachgebiet Strömungsmaschinen), Koordinator Dr.‑Ing. Armin Velji(Institut für Kolbenmaschinen). vege - Fotolia.comDual-Master-Degree mit Tongji University ShanghaiMit dem Wintersemester 2014/2015 wird am KIT einDoppel -Masterstudium am KIT und an der Tongji-Universität in Shanghai in den Vertiefungsrichtungen Fahrzeugtechnikund Produktionstechnik angeboten. Nach zwei Semesternin Karlsruhe folgen 3 Auslands semester mit Erstellung derMasterarbeit in Shanghai. Die Studierenden können soden „Master of Science“ beider Institutionen erwerben.Programmverantwortlich sind Prof. Albert Albers (IPEK) fürdie Fahrzeugtechnik und Prof. Jürgen Fleischer (wbk) für dieProduktions technik.Deutschsprachiger Studiengang Maschinenbauund Mechatronik an der Technischen UniversitätBudapest, Ungarn.Dieser Studiengang besteht seit vielen Jahren an der TUBudapest und wird bis zum Bachelor-Abschluss weitgehendin deutscher Sprache angeboten. Die Teilnehmer könnendas 5. Semester in der Fakultät Maschinenbau des KITabsolvieren. Der Aufenthalt in Karlsruhe wird jährlich vonca. 20 – 25 Studierenden wahrgenommen. Koordinator istProf. Martin Gabi (Fachgebiet Strömungsmaschinen).Individuelle AustauschprogrammeAustausch mit Pennsylvania State UniversityZielgruppe sind Studierende im Bachelor- oderMasterstudien gang. Der Austausch mit der PennsylvaniaState University wird von Prof. Carsten Proppe vom Institutfür Technische Mechanik betreut. Die Anerkennung derStudienleistungen muss von den Austauschstudierendenvor dem Aufenthalt mit den Fachvertretern abgestimmtwerden. Die Bewerbung erfolgt über das InternationalStudents Office des KIT (IStO).Austausch mit University of KentuckyDer Austausch mit der University of Kentucky, Lexington,USA), wird von Prof. Oliver Kraft vom Institut für Angewandte Materialien (IAM-WBM) betreut. Zielgruppe sindStudierende im 6. Fachsemester Maschinenbau sowieMaterial wissenschaft und Werkstofftechnik. Die Anerkennung der Studienleistungen (z.B. Fertigungstechnik,Werkstofftechnik, Logistik, Strömungslehre) wird mit denjeweiligen Fachprofessoren geregelt. Die Bewerbung erfolgtdirekt bei Prof. Oliver he School of Optics and Photonicsinterdisziplinäres Master- und Doktoranden-Programm mitBeteiligung von Physikern, Chemikern, Biologen, Elektrotechnik- und Maschinenbau-Ingenieuren des KIT und vonPartner-Institutionen Helmholtz International Research School for Teratronicsinterdisziplinäres Doktoranden-Programm mit Beteiligungder Disziplinen Physik, Elektrotechnik, Informatik undMaschinenbau Graduiertenkolleg Prozessketten in der FertigungWechselwirkung, Modellbildung und Bewertung vonProzesszonen; Sprecher: Prof. Volker Schulze, Institut fürProduktions technikDas International Department des KIT ist Sitz der Carl Benz School, derHector School und der beiden beschriebenen Graduiertenschulen KarlsruheSchool of Optics and Photonics und Helmholtz International Research Schoolfor Teratronics

Radlader auf dem Akustikallradrollenprüfstand des Instituts fürFahrzeug systemtechnik am KIT Campus OstUltraflacher Flüssigkeitsfarbstofflaser als Einwegchip von 1/3Milli meter Dicke. In eine Polymerfolie wird mit Verfahren derMassenfertigung eine Kombination aus Nano- und Mikrostruktureneingebracht. Sie ermöglicht frei wählbare Wellenlängen der integrierten Laser. Ein Team des Instituts für Mikrostrukturtechnik und derDanmarks Tekniske Universitet (DTU) entwickelte den Chip. Gemeinsam mit dem Institut für Angewandte und Numerische Mathematikperfektionierte das Team den Chip und veröffentlichte die Ergebnissein zwei referierten Zeitschriftenbeiträgen.Schwerpunktbereiche der Forschung inunserer FakultätEnergie und Umwelt –zur Sicherung der Zukunft8Weitere ProgrammePromotionskolleg GefügestrukturanalyseSprecherin: Prof. Britta Nestler, Institut für AngewandteMaterialien – Zuverlässigkeit von Bauteilen und SystemenPromotionskolleg e-drivePromotionskolleg von Daimler und KIT. Doktoranden/innenforschen zu Themen der Elektromobilität und arbeiten inForschungs- und Entwicklungsabteilungen bei der DaimlerAG mit.KIC Inno Energy PhD-SchoolEiner der Programmdirektoren und Sprecher ist Prof.Hans‑Jörg Bauer, Institut für Thermische Strömungs maschinenDas KIT gehört zu den forschungsintensivsten Hochschulenbundesweit. Die Aktivitäten der Fakultät haben sowohlin der Lehre als auch in der Forschung einen ausgeprägten Praxisbezug. In Forschung und Lehre haben sich dieSchwerpunktbereiche Fahrzeugtechnik, Energie- undUmwelttechnik, Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik, Mikrosystemtechnik, Produktionstechnik, Produktentwicklung und Konstruktion sowie Mechatronik entwickelt. Zusätzlich ist der theoretische Maschinenbau starkvertreten. Die Betonung von Grundlagenforschung undMethodenentwicklung findet dabei ihren Gegenpart in deranwendungsnahen Forschung. Unsere Fakultät profitiertvon einem hohen Maß an internationaler Vernetzung, zahlreichen Forschungskooperatio nen mit der Industrie und vonder engen Verzahnung von Universitätsbereich, Großforschungsbereich und Instituten der Fraunhofer Gesellschaft.Fahrzeug- und Antriebstechnik –Basis einer mobilen GesellschaftRaman-Spektroskopie in einer Erdgasflamme mit Tropfeneindüsung,Institut für Technische ThermodynamikDie Fahrzeug- und Antriebstechnik gehört seit langem zuden wichtigsten Schlüsseltechnologien, die große Bedeutungfür die Sicherung der individuellen Mobilität, des öffentlichenVerkehrs und des gewerblichen Transports von morgenhaben. Von der stetigen Weiterentwicklung innovativerTechnologien, Methoden und Prozesse hängen Faktorenwie Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit, Sicherheit undKomfort unmittelbar ab. Am KIT besteht eine umfangreicheInfrastruktur mit hochpräzisen Prüfständen, Laboren undForschungsfahrzeugen, um das gesamte Gebiet der bodengebundenen Mobilität (Straßen- und Schienenfahrzeuge,mobile Arbeitsmaschinen) wissenschaftlich zu erforschen. Zielist es hier, das Thema Mobilität systemisch und mit seinenzahlreichen Wechselwirkungen zu erfassen. Neben denBereichen Energiesysteme, Verbrennungskraftmaschinen,Antriebssysteme, Reifen- und Fahrwerkstechnik, Fluidtechnik,Arbeitswerkzeuge, Umfelderkennung, Fahr- und Betriebsstrategie, Fahrerassistenzsysteme, Fahrer-Fahrzeug-Interaktionund Fahrzeugkonzepte kommen auch Strömungsmaschinen,z. B. für Flugantriebe, dem Leichtbau und der Produktentstehung großes Gewicht zu. Gebündelt werden die verschiedenen Aktivitäten und Kompetenzen durch das KIT-ZentrumMobilitätssysteme.Nachhaltige, zukunftssichere und umweltverträglicheEnergieversorgung und Mobilität sind Schlüsselaufgabenin einer modernen Industriegesellschaft. Die Energie- undUmwelttechnik befasst sich unter anderem mit Verbrennungsmotoren, Gas-, Dampf-, Wind- und Wasserturbinen,Pumpen und Gebläsen, energietechnischen Anlagen, Fusions- und Kerntechnik und Reaktorsicherheit. Auf der Basisthermodynamischer Grundlagen, modernster numerischerSimulationstechniken für Strömungs- und Verbrennungsvorgänge sowie hochgenauer Mess- und Analysetechniken,werden Verfahren und Strategien zur Entwicklung undzum Design effizienter und umweltverträglicher Kraftund Arbeitsmaschinen sowie energietechnischer Anlagenerarbeitet. Themen wie energieeffiziente Betriebsstrategien,Gemischbildung und Abgasbehandlung von Verbrennungskraftmaschinen, Computational Fluid Dynamics(CFD), Hochtemperaturgasturbinen, Lasermesstechnik undAkustik sind nur einige Beispiele für das breite Spektrum fürForschung und Lehre an der Fakultät für Maschinenbau inKarlsruhe.Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik –Zauberkasten für IngenieureNeuartige und leistungsfähige Werkstoffe wie Hoch leistungs keramiken, Leichtbauwerkstoffe, Hochtemperatur- Superlegierungen und Verbundwerkstoffe sind Voraus setzungen für zahlreiche neue Entwicklungen imMaschinen- und Anlagenbau. Die neuen Werkstoffe wider stehen starker thermischer und mechanischer Beanspruchung, sind korrosionsbeständig und haben einen hohenVerschleißwiderstand. Vor allem im Automobilbau (Motorenund Antriebssysteme), in der Energietechnik (Gasturbinen),in der Luftfahrt (Flugzeugzelle, Flugtriebwerke), in derMikrotechnik und in der Sensorik bilden sie die Grundlagefür hocheffiziente und langlebige Produkte.Im Mittelpunkt der Forschungen stehen die Entwicklungneuartiger Hochleistungsmaterialien, Verfahren zur beanspruchungsgerechten Oberflächenbehandlung bezüglichMikrostruktur und Topografie, die Charakterisierung desVerformungs- und Versagensverhaltens, Schadensanalysensowie die Verarbeitung. Modellbildung und numerische9Simulation des Werkstoffverhaltens eröffnen zukunftsträchtige Perspektiven. Eine umfangreiche Ausstattung mit Prüfund Diagnoseeinrichtungen bildet die Grundlage für eineerfolgreiche Forschung. Die Fakultät erfährt im Bereich derWerkstoffkunde eine besondere Stärkung durch eine engeZusammenarbeit zwischen dem Großforschungsbereichund dem Universitätsbereich des KIT sowie mit der Fraun hofer Gesellschaft.Mikrosystemtechnik –Winzlinge mit großer WirkungDie Mikrosystemtechnik am KIT macht die in den Natur wissenschaften beschriebenen Effekte im Nanometerbereichtechnisch nutzbar. Dabei deckt das KIT die komplette Prozesskette vom Entwurf bis zur Fertigung von Mikrokomponentenund ihre Integration in mechatronische Systeme ab. Diesumfasst die Erforschung und Entwicklung von Methoden zurModellierung und Simulation von Mikrokomponenten undvon Mikrofertigungsprozessen. Außerdem werden Verfahrenzur Charakterisierung von Mikrobauteilen mittels optischen(z.B. Synchrotronstrahlung, digitale Bildverarbeitung) undtaktilen Messverfahren untersucht. Die Entwicklung vonFertigungsprozessen beinhaltet das in Karlsruhe erfundeneneLIGA-Verfahren – eine Kombination von Röntgentiefenlitho-Test von Hochleistungswerkstoffen fürGasturbinen im Labor, Institut für Angewandte Materialien – Werkstoffkunde

1011leichtbau-Schlitten in Kammernbauweise, dessen eigenfrequenz sichdurch variables Befüllen der Kammern mit einer Flüssigkeit flexibeleinstellen lässt. Institut für Produktionstechnik (wbk)grafie, Galvanotechnik und Kunststoffabformtechnik – undVerfahren für die Systemintegration wie die Mikrohandhabungstechnik. Mit diesem Know-how- und dem vorhandenen Technologieportfolio werden Anwendungen für denMaschinenbau (z.B. hochpräzise metallische Zahnräder mitSeitenwandrauhigkeiten von unter 10 nm), für die Sensorik(z.B. mikrooptische Abstandssensoren), für die Life Sciences(z.B. Lab-on-Chip, Röntgenlinsen) und für die Telekommunikation (z.B. Koppler für Fasernetzwerke, photonischeWirebonds) entwickelt und umgesetzt.Die Karlsruhe Nano Micro Facility (KNMF), deren Kern Institute unserer Fakultät bilden, bietet das gesamte innovativePortfolio der Nano- und Mikrotechnologien des Großforschungsbereichs des KIT und damit eine einmalige technischeund wissenschaftliche Infrastruktur für effiziente undanspruchsvolle Forschungsprojekte.Produktionstechnik –ganzheitlich betrachtetIm Mittelpunkt der Lehr- und Forschungsarbeiten derKarlsruher Produktionstechnik steht die ganzheitlicheBetrachtung von Produkt und Produktion in internationalenVerflechtungen. Nicht nur die Herstellung selbst, sondernauch der Betrieb, die Instandhaltung und das Recycling werden einbezogen. Die Öffnung nationaler Wirtschaftsräumebedingt Zwänge zur Verkürzung von Entwicklungszeitenund damit zum verstärkten Einsatz technischer Modelle undrechnerischer Simulationen. Hierzu kommt der wachsendeDruck zur intensiveren Automatisierung. Die produktionstechnisch orientierten Institute der Fakultät decken inForschung und Lehre zusammen mit den Instituten ausdem Bereich der Produktentwicklung nahezu den gesamtenProduktentstehungsprozess bis hin zur Entsorgung ab.Wesentliche Schwerpunkte sind Produktplanung, Konstruktion, Produktionsplanung, Fertigung, Montage,Qualitätsmanagement, Materialflusstechnik und Logistik,Betriebsorganisation und Arbeitswissenschaft. Dabei kommen übergreifend Methoden der Virtuellen Produktion zumEinsatz, mit denen die unterschiedlichen Hierarchieebenender Produktion virtuell verknüpft werden. Daneben werdenFragen der Life Cycle Performance von Produktionseinrichtungen aus unterschiedlichen Blickrichtungen behandelt.Produktentwicklung und Konstruktion –das schöpferische elementSchwerpunkte im Bereich Produktentwicklung und Konstruktion sind die Erforschung und Entwicklung theoretischer Grundlagen für methodische Entwicklungsprozessesowie der dazugehörigen Rechnersysteme (CAD/CAE Computer Aided Design/Engineering). Auf Basis der Forschungan konkreten Systemen des Maschinen- und Fahrzeugbaus(z. B. der Antriebstechnik, der Produktionstechnik, derMechatronik und der Fahrzeugtechnik) erarbeiten Wissenschaftler Ansätze zur ganzheitlichen Beschreibung der Produktentstehung. Der gesamte Produktentstehungsprozesswird systematisch begleitet und unterstützende Methodenzur innovationsorientierten Produktentwicklung werden geschaffen. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie lösenForscher komplexe, multidisziplinäre Entwicklungsaufgabenund stellen das erforderliche Informationsmanagementbereit. Dabei rückt die ganze Entwicklungsprozesskette vonder strategischen und umweltgerechten Produktplanungüber die Ideenfindung bis zur Erstellung kompletter dreidimensionaler CAD-Konstruktionen ins Blickfeld; Simulationen und der Bau von Prototypen gehören ebenfallsdazu. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt in der modernenProduktentwicklung ist der Leichtbau. Hierfür werdenDesignmethoden erforscht und neue Simulationswerkzeugezur ganzheitlichen Optimierung erarbeitet. Durch den Einsatz von CAD-Systemen ergeben sich weitere Aufgaben wiedie Kopplung unterschiedlicher Systeme oder der Aufbauvon wissensbasierten und selbstlernenden CAE-Systemen.Prof. Jürgen Fleischer, dr. norbert völker und hartmut rauen vomvdMa, Prof. albert albers, Prof. Sven Matthiesen und StudiendekanProf. carsten Proppe bei der feierlichen Übergabe des vdMa-hochschulpreisesBeispiele für mechatronische Systeme. Die Arbeitsgemeinschaft für Mechatronik und Mikrosystemtechnik (AMKA), indie neben unserer Fakultät auch die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik eingebunden ist, bieteteine Plattform für fachübergreifende Forschung.theoretische grundlagen –Fundamente des lngenieurwissensFür die optimale Gestaltung von Bauteilen und technischenProzessen ist ein Verständnis der zugehörigen natur- undingenieurwissenschaftlichen Grundlagen von zunehmenderBedeutung, da die rechnergestützte Produktentwicklungund Prozessoptimierung immer wichtiger werden. Mechanik, Thermodynamik, Regelungstechnik und Strömungslehre bilden hierfür die unverzichtbare und zeitlose Basis deslngenieurwissens. Erst das Beherrschen dieser Grundlagenzusammen mit entsprechendem Methoden- und Prozesswissen bereitet auf die außerordentlich anspruchsvollenIngenieurtätigkeiten in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen großer Unternehmen oder Forschungseinrichtungenvor. Es ermöglicht das Agieren in der international vernetzten Forschungslandschaft und sichert Ingenieurinnen undIngenieuren eine solide berufliche Zukunft. In der Forschungauf den Gebieten Mechanik, Maschinendynamik, Regelungstechnik, Strömungsmechanik und thermische Prozessestehen immer der Erkenntnisgewinn, aber auch die engeVerknüpfung mit anwendungsorientierten Fachgebieten imMittelpunkt.Mechatronik –Symbiose dreier technikweltenDas Zusammenwirken mechanischer, elektronischer und informationstechnischer Komponenten begegnet uns in allenBereichen des täglichen Lebens. Mechatronische Systemeerobern die Produktion, den Verkehr und das private Umfeld. Die Automatisierung von Produktionsprozessen, dasAutomobil und die Antriebstechnik bieten ein enormes Potential für den künftigen Einsatz mechatronischer Systeme.Mechatronik bedeutet auch das Überschreiten klassischerFachgrenzen. Maschinenbau, Elektrotechnik, Automatisierungstechnik und Informatik rücken eng zusammen.Sehende Autos, sprechende Roboter, künstliche Hände sindVerlauf einer charakteristischen Größe (Ljapunov-Exponent) zur Beschreibungder Stabilitätseigenschaften eines Schwingungsdämpfers,Institut für Technische MechanikSIeger BeIM vdMa-hochSchUlWettBeWerB„BeSteS MaSchInenhaUS 2013“Die Fakultät für Maschinenbau des KIT hat den ersten Preisim bundesweiten Hochschulwettbewerb des VerbandsDeutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) gewonnen und trägt den Titel „Bestes Maschinenhaus 2013“.Mit dem Preis zeichnet der VDMA ein überzeugendesLehrkonzept aus, das den Studienerfolg steigert und dieQualität in der Lehre sicherstellt. Das Lehrkonzept des KITfolgt konsequent den Regeln des Qualitätsmanagementsund enthält einen gut aufeinander abgestimmten Maßnahmenmix, so der VDMA. Dabei spielen die Bedürfnisse derStudierenden und vernetztes Lernen eine wichtige Rolle.Ziel des Wettbewerbs ist es, den Studienerfolg zu erhöhen und die Abbruchquoten im Maschinenbau- undElektrotechnikstudium zu senken. Das KIT-Qualitätsmanagement überprüft gemeinsam mit der Fakultät die Wirksamkeit der Maßnahmen regelmäßig. Damit gelingt es, einehohe Lehrqualität langfristig und nachhaltig sicherzustellen.Mit seinem Lehrkonzept ü

sitäten Purdue (USA) und Shanghai (China). Studieren im internationalen Team, Erfahrung sammeln in Entwick-lungsabteilungen deutscher Firmen, die im Ausland tätig sind und die Anerkennung der im Ausland erbrachten Prüfungsleistungen am KIT sind wesentliche Aspekte des GEARE-Austa