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Gefährdungs- und BelastungskatalogBeurteilung von Gefährdungenund Belastungen am Arbeitsplatzbei der GewässerbewirtschaftungGUV-I 8757 Januar 2008i

HerausgeberDeutsche GesetzlicheUnfallversicherung (DGUV)Mittelstraße 51-52, 10117 Berlinwww.dguv.deMedienproduktion am Standort München:Fockensteinstraße 1, 81539 Münchenhttp://regelwerk.unfallkassen.deAusgabe Januar 2008 1996 by Verlag Technik & Information, BochumDas Handbuch einschließlich seiner Einzelbeiträge und Abbildungen ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Dies giltinsbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und dieEinspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.Gesamtherstellung: Verlag Technik & Information e.K., BochumPrinted in GermanyBestell-Nr. GUV-I 8757, zu beziehen vom zuständigen Unfallversicherungs träger,siehe vorletzte Umschlagseite.

Gefährdungs- und BelastungskatalogBeurteilung von Gefährdungenund Belastungen am Arbeitsplatzbei der GewässerbewirtschaftungGUV-I 8757 Januar 2008

VorwortWozu dient der Gefährdungs- undBelastungs-Katalog?Der Katalog unterstützt Sie bei der Gefährdungsbeurteilung. Durch die Zusammenstellung von tätigkeitstypischen Gefährdungen wird die Ermittlung der Gefährdungen vor Ort im Unternehmen erleichtert.In der Gefährdungsbeurteilung legt der Arbeitgeber eigenverantwortlich Art, Umfangund Fristen erforderlicher Prüfungen derverwendeten Arbeitsmittel fest (BetrSichV).Zur Festlegung kann er die einschlägigenUnfallverhütungsvorschriften heranziehen.Weitere Hinweise befinden sich in den technischen Regeln für Betriebssicherheit, in denRegelwerken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger und in Herstellerinformationen. Besondere Vorschriften gelten für überwachungsbedürftige Anlagen (BetrSichV).Für Tätigkeiten, die nicht in diesem Katalogenthalten sind, kann der Erkennungsleitfaden für Gefährdungen in der Informationsschrift GUV-I 8700 „Beurteilen von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz”verwendet werden. Gegebenenfalls könnenauch Kataloge artverwandter Betriebsartenbenutzt werden.Wie ist der Gefährdungs- undBelastungs-Katalog aufgebaut?Der Katalog ist nach Arbeitsbereichen undTätigkeiten gegliedert und basiert auf einerSystematik der Gefährdungen. Werden Gefährdungen nicht aufgeführt, so sind sie beiden Tätigkeiten nicht typisch.Neben der Beschreibung von Gefährdungen gibt der Katalog für die einzelnen Arbeitsbereiche Hinweise auf die jeweiligenVorschriften.2Arbeitsbereiche und TätigkeitenDie Spalte „Risiko” bietet die Möglichkeit,das Ergebnis Ihrer Risikoeinschätzung zudokumentieren.In der Spalte „Handlungsbedarf“ könnenSie angeben, ob nach der Gefährdungsbeurteilung Handlungsbedarf besteht.Weiterhin werden beispielhafte Maßnahmen zur Beseitigung der Gefährdungen aufgeführt. Die zu ergreifenden Maßnahmensind entsprechend der Rangfolge „technisch – organisatorisch – personenbezogen” festzulegen.Der Anwender kann in der Spalte „Bearbeiter/Berater” dokumentieren, wer für dasUmsetzen der festgelegten Maßnahme verantwortlich ist oder zur Beratung hinzugezogen werden soll. In der Spalte „Termin/erledigt” können in Abhängigkeit des identifizierten Risikos die Frist zur Umsetzung derMaßnahme festgelegt und die erfolgte Umsetzung dokumentiert werden.In der Spalte „wirksam” kann das Ergebnisder Wirksamkeitskontrolle dokumentiertwerden.Der vorliegende Katalog listet exemplarischGefährdungen und Belastungen auf. DieNotwendigkeit zur individuellen Überprüfung und Anpassung bleibt für jedenArbeitgeber für sein Unternehmen bestehen. Zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz könnenSie zusätzlich die Informationsschrift „Beurteilen von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz” (GUV-I 8700) heranziehen.Prüfen Sie dabei auch, ob psychische Belastungen durch Tätigkeitsanforderungenentstehen können. Eine Hilfestellung hierzubietet die Informationsschrift „PsychischeBelastungen – Checklisten für den Einstieg”(GUV-I ch/Berufsgruppe (z.B. Lager, Instandhalter)Tätigkeiten (z.B. Ein- und Auslagern)3

Auswahl der Arbeitsbereiche und ck) Lagern, Fördern,Transportieren Handtransport und Ein- und Auslagern von Hand Transport mit Flurförderzeugen, Ein- und Auslagern mitGabelstapler Transport mit Kranen, Winden, Hub- und Zuggeräten Be- und Entladen von FahrzeugenGUV-I-8752ForstlicheTätigkeiten Waldpflege und Waldschutz HolzernteGUV-I-8750GUV-I-8765Arbeiten in der Gewässerbewirtschaftung, allgemeinArbeiten mit erhöhter UnfallgefahrArbeiten mit Maschinen, allgemeinBauarbeitenGehölz- und GrünpflegeHeben, Tragen, Laden und Fahren122632404658 45

Gefährdungen und Maßnahmen (Dokumentation) ArbeitsbereichInformationen: Berufsgruppe/Person Tätigkeiten Lfd.GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungNr. FaktorGefährdungen rbeiter/BeraterTerminerledigtwirksamja/nein7

Klassifikation der Gefährdungsfaktoren gungeschütztbewegteMaschinenteileTeile mit gefährlichen Oberflächenbewegte Transport- unkontrolliertbewegte Teilemittel, gischeGefährdungInfektionsgefahrgentechnischdurch Mikroorganis- verändertemen, Viren oder bio- Organismen (GVO)logische ArbeitsstoffeAllergene und toxischeStoffe von Mikroorganismen, von Kleinstlebewesen u. Ä.5.5.15.35.4Brand- fähigedurch Feststoffe,AtmosphäreFlüssigkeiten, 6.2ThermischeGefährdungKontakt mit heißenMedienKontakt mit ng durchspezielle physikalische elderArbeiten in Unteroder ÜberdruckErtrinkungsgefahr8.8.18.28.3Gefährdung ung/Arbeitsschwereschweredynamische Arbeiteinseitigedynamische ArbeitHaltungsarbeit/HaltearbeitKombination ausstatischer unddynamischer nformationsaufnahmeWahrnehmungsumfangerschwerte Handhabbarkeit fährdungenungeeignete perHautbelastungsönliche Schutzausrüstungen (PSA)durch Menschendurch Tieredurch Pflanzenund ungenArbeitstätigkeitArbeitsorganisation eisungVerantwortungOrganisation, allgem.85.21.4Sturz auf der Ebene,AbsturzAusrutschen, Stolpern,Umknicken, Fehltreten9

RisikoeinschätzungAnleitung zur Auswahl von MaßnahmenVorgehensweise (Beispiel):Mit der folgenden Methode können Sie das Risiko leicht einschätzen. Beurteilen Sie1. die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schaden eintreten kann (z.B. C ) und2. das mögliche Schadensausmaß (z.B. III ).Im Schnittpunkt finden Sie eine Zahl (im Beispiel 2 ). Sie zeigt die Risikogruppe an.3. Die Risikogruppe bestimmt die Art der Maßnahmen (hier: Maßnahmen mit normaler 1. Gefahrenquelle ktischunmöglichE33322G PG PG PG PG PDurch Arbeitsgestaltung, Auswahl geeigneter Technik undEinsatz geeigneter Arbeitsstoffe wird das Entstehen von Gefahrenquellen vermieden.2. Sicherheitstechnische MaßnahmenhäufigEs werden Maßnahmen ergriffen, damit Gefahrenquellen nichtwirksam werden. Durch sicherheitstechnische Maßnahmenwerden vorhandene oder zu erwartende Gefährdungen beherrscht (z. B. räumliche Trennung von Gefahrenquelle undPerson durch Schutzeinrichtungen wie Absperrungen undAbschirmungen).3. Organisatorische SicherheitsmaßnahmenDurch organisatorische Maßnahmen wird verhindert, dass diePerson einer Gefahrenquelle ausgesetzt wird (räumlich oderzeitliche Trennung von Gefahrenquelle und Person). Beispiele sind Änderung der Arbeitsorganisation, Arbeitszeitgestaltung, Beschäftigungsbeschränkungen und -verbote.4. Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)verwendenPSA (z. B. Schutzhandschuhe, Fußschutz, Gehörschutzmittel) werden zur Verringerung der Verletzungs- und Erkrankungsrisiken eingesetzt.RRisikogruppe10G GefahrenquelleP PersonRisikoMaßnahmen1G roßMaßnahmen mit erhöhter Schutzwirkung dringend notwendig2M ittelMaßnahmen mit normaler Schutzwirkung notwendig3K leinMaßnahmen organisatorischund personenbezogen ausreichend5. Verhaltensbezogene SicherheitsmaßnahmenDie Wirkung von Gefahrenquellen wird durch ein sicherheitsgerechtes Verhalten der Beschäftigten, einschließlich desFremdfirmenpersonals, verringert. Voraussetzung sind Unterweisungen (vor Aufnahme der Tätigkeit, danach regelmäßig)unter Einbeziehung von Betriebsanweisungen und Betriebsanleitungen.G P11

Gefährdungen und Maßnahmen (Dokumentation) Arbeitsbereich Berufsgruppe/PersonGewässerbewirtschaftung Tätigkeiten Arbeiten in der Gewässerbewirtschaftung, allgemein GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorInformationen:– Allgemein: ADR, ArbStättV, BetrSichV, GPSGV, MuSchG, JArbSchG, RSA, GUV-V A1,GUV-V A4, GUV-V C22, GUV-R A1, GUV-R 2102, BGI 527– Gefahrstoffe: BioStoffV, GefStoffV, GGVSE, WHG, TRbF 110, TRG 280, TRGS 555, GUV-V D34– Lärm: LärmVibrationsArbSchV– Klima: Anhang Nr. 5.1 ArbStättV– PSA: PSA-BV, GUV-R 189 bis GUV-R 195, GUV-R 199, BGR 201, DIN EN ISO 12 402Gefährdungen 3.4/3.5 Gase, Flüssigkeiten, FeststoffeUmgang mit Gefahrstoffen Vorgaben der Gefahrstoffverordnung werden nicht umgesetzt Umgang mit Gefahrstoffen Gefahrstoffverordnung umsetzen (z.B. Ermittlungspflicht,Kennzeichnungspflicht, Gefahrstoffverzeichnis, Ersatzstoffe,Sicherheitsdatenblatt, Betriebsanweisungen, Unterweisung,PSA, Hygiene) Lagerung von Gefahrstoffenerlaubnisfreie Lagerung brennbarer Flüssigkeiten zulässige Lagermenge wird überschritten Lagerung von Gefahrstoffenerlaubnisfreie Lagerung brennbarer Flüssigkeiten maximal 10000 Liter entzündliche, leichtentzündliche oderhochentzündliche Flüssigkeiten erlaubnisfrei lagern Bestimmungen zur erlaubnisfreien Lagerung:Sicherheitskennzeichnung, Brand- und Explosionsschutz undGrundwasserschutz werden nicht eingehalten erheitskennzeichnung: Schild „Betreten durch Unbefugte verboten" anbringen Schild „Rauchen, Feuer und offenes Licht verboten" anbringen Brand- und Explosionsschutz: feuerbeständige Abtrennung zu angrenzenden Räumen (F90), Türen (T30)Tür muss nach außen aufschlagenElektroinstallation explosionsgeschützt ausführenSchornsteine ohne ÖffnungenHandfeuerlöscher, Brandklasse B, bereitstellenkeine brennbaren Stoffe im Raum, z.B. HolzregaleGrundwasserschutz: dichter Fußboden, keine Bodenabläufe Auffangwannen größer als das größte gelagerte Gebinde 1213

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGMKHandl.bedarfja/neinMaßnahmennoch 3.1/3.4/3.5 Gase, Flüssigkeiten, FeststoffeHinweis:Bei der Lagerung oder Umfüllung brennbarer Flüssigkeiten istein vom Gefahrenpotenzial – das bestimmt wird von der Menge und der Gefahrklasse der brennbaren Flüssigkeiten, dengewählten Lagerbehältern und der Art des Umgangs, z.B. Freilager, Lagerung in Räumen, Füllstelle – abhängiges Maß anAnforderungen und Schutzmaßnahmen einzuhalten.Diese sind in der TRbF 20 festgelegt.Laut § 27 (6) BetrSichV gelten die Technischen Regeln bzgl. ihrer betrieblichen Anforderungen bis zur Überarbeitung durchden Ausschuss für Betriebssicherheit und ihrer Bekanntgabedurch das BMWA weiterhin.Lagerung von Flüssiggas Flüssiggas wird nicht sachgerecht gelagert Lagerung von Flüssiggas nicht in Treppenhäusern, Kellern und anderen Räumen unterErdgleiche ohne Zwangsentlüftung lagern vor Sonneneinstrahlung und sonstiger Erwärmung schützen gegen Zugriff und Umfallen sichern Transport von GefahrgutKleinstmengenregelung für Stückgutbeförderung nach ADR1.1.3.6.3 und 1.1.3.6.4 Gefahrguttransport erfolgt nicht nach der Kleinmengenregelung (1000 Punkte) und es werden nicht die dazu ergangenen einfachen Bestimmungen eingehalten Transport von GefahrgutKleinstmengenregelung für Stückgutbeförderung nach ADR1.1.3.6.3 und 1.1.3.6.4 ausreichende Belüftung geschlossener Fahrzeuge baumustergeprüfte Behälter für Gefahrstoffe Aufschrift und Gefahrzettel anbringen Bearbeiter/BeraterTerminerledigtwirksamja/neinbeim Be- und Entladen: Motor abstellen und nicht rauchen Ladung gegen Verrutschen und Umfallen sichern bei Gasflaschen:Armaturen abschraubenFlaschenventile ganz schließenVerschlusskappe anbringen2 kg- Pulverfeuerlöscher mitführen 4.1 Infektionsgefahr durch Mikroorganismen, Viren oderbiologische Arbeitsstoffe beim Umgang mit Abwasser werden keine entsprechendenHygienemaßnahmen berücksichtigt 14 geschlossene Kleidung Einweghandschuhe 15

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoG7.1 Lärm Beschäftigte über Lärmgefährdung und Schutzmaßnahmennicht unterwiesen kein Angebot zu arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen keine arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen veranlasst kein geeigneter Gehörschutz zur Verfügung gestellt Gehörschutz wird nicht benutzt MKHandl.bedarfja/neinMaßnahmen 16erledigtwirksamja/neintionspegel 80 dB(A) bzw. der Spitzenschallpegel 135 dB(C)erreicht oder überschreitetVorsorgeuntersuchungen „Lärm“ anbieten, wenn der TagesLärmexpositionspegel 80 dB(A) bzw. der Spitzenschallpegel135 dB(C) überschreitetGehörschutz zur Verfügung stellen, wenn der Tages-Lärmexpositionspegel 80 dB(A) bzw. der Spitzenschallpegel135 dB(C) überschreitetGehörschutz benutzen, wenn der Tages-Lärmexpositionspegel 85 dB(A) bzw. der Spitzenschallpegel 137 dB(C) erreicht oder überschreitetVorsorgeuntersuchungen nach G 20 „Lärm“ veranlassen,wenn der Tages-Lärmexpositionspegel 85 dB(A) bzw. derSpitzenschallpegel 137 dB(C) erreicht oder überschreitet8.1 Klimaklimatische BedingungenKälte, Regen, Unwetter Beschäftigte wissen nicht, wie sie sich bei Unwettern, insbesondere Blitzschlag, zu verhalten haben bei länger dauernden Baustellen ist keine beheizbare Unterkunft vorhanden klimatische BedingungenKälte, Regen, Unwetter Beschäftigte unterweisen in der Regel Fahrzeug aufsuchen im Lawinenverbau die Schutzhütte aufsuchen beheizbare Unterkunft Hitze, Sonneneinstrahlung, UV-Strahlung bei Arbeiten im Freien schwere körperliche Arbeiten in großer Hitze Beschäftigte sind nicht über die Gefahren durch Hitze undUV-Strahlung informiert und über vorbeugende Schutzmaßnahmen aufgeklärt auf Arbeitsstellen werden Sandalen getragen Hitze, Sonneneinstrahlung, UV-Strahlung bei Arbeiten imFreien Sonnenschutzmittel Arbeitsbrille mit UV-Filter geeignete geschlossene Kleidung viel mineralhaltige Flüssigkeit trinken S2-Schuhe auf Arbeitsstellen immer tragen Benutzen der PSA Beschäftigte benutzen nicht die jeweils vorgeschriebene undgeeignete PSATermin Beschäftigte unterweisen, wenn der Tages-Lärmexposi- 11.1 ungeeignete PSAallgemein keine geeigneten PSA Beschäftigte werden bei der Auswahl der PSA nicht beteiligt Bearbeiter/Beraterallgemein aus der Gefährdungsbeurteilung geeignete PSA ermittelnHinweis:Technische und organisatorische Maßnahmen sind vorrangig vor PSA. Benutzen der PSA Kontrolle der Benutzung Beschäftigte befragen17

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGnoch 11.1 ungeeignete PSA PSA wird nicht auf einwandfreien und sauberen Zustandüberprüft PSA (insbesondere die Schutzkleidung und das Schuhwerk)kann nicht über Nacht getrocknet werden Augen- oder Gesichtsschutz kein Augen- oder Gesichtsschutz, wenn Augen- oder Gesichtsverletzungen durch wegfliegende Teile, Verspritzen vonFlüssigkeiten oder durch gefährliche Strahlung entstehenkönnen Atemschutz kein Atemschutz, wenn gesundheitsschädliche Gase, Dämpfe, Nebel oder Stäube auftreten keine Maßnahmen bei der Verwendung von umluftunabhängigen Atemschutzgeräten getroffen Kopfschutz es werden keine Schutzhelme bereitgestellt, wenn mit Kopfverletzungen durch Anstoßen, durch pendelnde, herabfallende, umfallende oder wegfliegende Gegenstände oder durchlose hängende Haare zu rechnen ist Verwendungsdauer der Schutzhelme ist abgelaufen rTerminerledigtwirksamja/nein auf einwandfreien und sauberen Zustand achten Trocknungsmöglichkeiten schaffen Augen- oder Gesichtsschutz Augen- oder Gesichtsschutz tragen, z.B. bei Schleifarbei-ten, beim Schweißen, beim Bearbeiten von Steinen, bei allen Arbeiten mit der Motorsäge und dem Freischneider,beim Ausasten, Heckenschneiden und Faschinenarbeiten Atemschutz Atemschutz tragen, wenn gesundheitsschädliche Gase,Dämpfe, Nebel oder Stäube auftreten könnenHinweis:Es werden i.d.R. Filtergeräte verwendet, die abhängig vonder Umgebungsatmosphäre wirken.Zum Schutz gegen schädigende Gase und Dämpfe werdenGasfilter, zum Schutz gegen Stäube werden , B, E, K, AX, SX je nach Gasart;Partikelfilter-Bezeichnungen: P1, P2, P3 Maßnahmen treffenHinweis:Wenn bei Arbeiten weitergehender Atemschutz notwendigwird, müssen besondere Maßnahmen zur Rettung, gesonderte Ausbildung sowie arbeitsmedizinische Betreuunggewährleistet werden. Vorsorgeuntersuchung nach G 26 KopfschutzSchutzhelme zur Verfügung stellenVerwendungsdauer der Schutzhelme überprüfenSchutzhelme aussondern 19

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGnoch 11.1 ungeeignete PSASicherheitsschuhe keine geeigneten Sicherheitsschuhe Sicherheitsschuhe werden nicht regelmäßig auf ordnungsgemäßen Zustand geprüft und rechtzeitig ausgetauscht Schutzhandschuhe keine geeigneten Schutzhandschuhe Schutzkleidung keine für die spezielle Tätigkeit geeignete Schutzkleidung erminerledigtwirksamja/neinSicherheitsschuhe geeignete Sicherheitsschuhe zur Verfügung stellenHinweis:Kriterien für geeignete Schutzschuhe:– knöchelhoher S2-Schuh– S2-Schuh im Werkstattbereich– S3-Schuh bei Schalungsarbeiten– Bergstiefel in alpinem Gelände (Wildbach- und Lawinenverbau, Felsberäumung)– Schnittschutzeinlage bei Motorsägearbeiten Schutzhandschuhe Arbeitshandschuhe bei normalen Arbeiten Gummihandschuhe bei Arbeiten mit Chemikalien Schutzkleidung Schutzkleidung entsprechend der speziellen Tätigkeit aus-wählen Anforderungen an Warnkleidung Warnkleidung entspricht nicht der DIN EN 471 Anforderungen an Warnkleidung Ausführung der Warnkleidung mindestens Klasse 2, mög-lichst Klasse 3 20Wetterschutzkleidung keine geeignete Wetterschutzkleidung geeignete Wetterschutzkleidung zur Verfügung stellenPSA zum Halten und Retten keine Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten mit Absturzgefahr(z.B. Auffanggurt, Falldämpfer) Sicherheitsmaßnahmen treffen Gehörschutz kein geeigneter Gehörschutz zur Verfügung gestellt Gehörschutz zur Verfügung stellen, wenn der tzkleidung mit möglichst hoher Wasserdampfdurchlässigkeit bei gleichzeitiger Winddichtheitverwenden. PSA zum Halten und RettenGehörschutzexpositionspegel 80 dB(A) bzw. der Spitzenschallpegel135 dB(C) überschreitetHinweis:Gehörschützer sind: Otoplastik (individueller Gehörschutz),Kapselgehörschutz, Gehörschutzstöpsel;21

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGnoch 11.1 ungeeignete PSARettungswesten geeignete Rettungswesten werden nicht verwendet 13.1 ArbeitsablaufArbeitsvorbereitung und Arbeitseinteilung Aufgaben und Zuständigkeiten auf der Baustelle bzw. amEinsatzort sind nicht klar geregelt kein Koordinator eingesetzt Arbeitssicherheit wird nicht berücksichtigt bei der Truppeinteilung wird nicht auf die Eignung der einzelnen Mitglieder geachtet 13.3 QualifikationBeschäftigungsbeschränkungen Beschäftigungsbeschränkungen werden nicht beachtet körperliche und geistige Eignung Beschäftigten sind körperlich und geistig für die durchzuführende Arbeit oder zum Führen des Fahrzeugs oder Arbeitsmittels nicht geeignet Nachweis der Befähigung Beschäftigte haben keine Befähigung zum Führen von Fahrzeugen und kraftbetriebenen r/BeraterTerminerledigtwirksamja/neinDer Erwerb von Otoplastiken wird wegen des hohen Tragekomforts befürwortet.Bei Bedarf ist auf die Zulassung für die Teilnahme amöffentlichen Straßenverkehr zu achten. Rettungswesten Rettungswesten verwenden; Oberbekleidung auf dasTragen von Rettungswesten abstimmenHinweis:150 N (DIN EN ISO 12 402-3)275 N (DIN EN ISO 12 402-2) Arbeitsvorbereitung und Arbeitseinteilung Aufgaben und Zuständigkeiten eindeutig regeln Koordinator einsetzen, wenn weitere Firmen auf der Bau-stelle arbeiten und dieses zur Vermeidung einer gegenseitigen Gefährdung erforderlich wird bereits bei der Vorbereitung der Arbeit, insbesondere, wennsie mit besonderen Gefahren verbunden ist, müssen spezielle Themen der Arbeitssicherheit berücksichtigt werden(Örtlichkeit, Gerät usw.) auf körperliche und geistige Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitglieder achten Beschäftigungsbeschränkungen Beschäftigungsbeschränkungen, z.B. nach dem Jugendar-beitsschutz- oder Mutterschutzgesetz beachtenHinweis:z.B. bei Arbeiten mit Gefahrstoffen, mit Holzbearbeitungsmaschinen, Schweißarbeiten, Beseitigung von Stauungen inSilos, Führen und Warten von Kraftfahrzeugen und kraftbetriebenen Geräten körperliche und geistige nschätzung durch den Vorgesetzten Nachweis der Befähigung Beschäftigte zum Führen von Fahrzeugen und kraftbetrie-benen Geräten nur einsetzen, wenn sie eine Befähigungdazu haben23

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGnoch13.3 Qualifikation Beschäftigte wurden für diese Tätigkeit nicht schriftlich bestimmt Tätigkeiten mit erhöhter Unfallgefahr gefährliche Arbeiten werden Beschäftigten übertragen, denendie damit verbundenen Gefahren nicht bekannt sind und diemit den Maßnahmen der Gefahrenabwehr nicht vertraut sind Genuss von Alkohol, Drogen, Medikamenten Einsatz von Beschäftigten, die sich z.B. durch Alkoholgenussin einem Zustand gebracht haben, durch den sie sich und andere gefährden können Vorsorgeuntersuchungen/Vorsorgekartei keine Einstellungsuntersuchungen vor Aufnahme der Tätigkeit keine regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Beschäftigten, die bei der Arbeit besonderen Gefahren ausgesetzt sind keine Vorsorgekartei 13. 4 Unterweisung Beschäftigte werden nicht vor Aufnahme ihrer Tätigkeit unddanach regelmäßig über mögliche Gefahren sowie über Maßnahmen zu deren Abwendung unterwiesen keine Unterweisung bei Änderung des Aufgabenbereichesund bei der Einführung neuer Arbeitsmittel keine Dokumentation rTerminerledigtwirksamja/neinHinweis:z.B. Kraftfahrzeuge, selbstfahrende Mähgeräte, Baumaschinen, Erdbaumaschinen, Kräne, Flurförderzeuge, Motorsägen, Hebebühnen Tätigkeiten mit erhöhter Unfallgefahr geeignete Beschäftigte auswählen Unterweisung Genuss von Alkohol, Drogen, Medikamenten Beschäftigte von der Arbeit entfernen Vorsorgeuntersuchungen/Vorsorgekartei Einstellungsuntersuchungen durchführen lassen Vorsorgeuntersuchungen veranlassen, z.B. nach G 20„Lärm", G 24 „Hauterkrankungen", G 25 „Fahr-, Steuer- undÜberwachungstätigkeit", G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr",bei Bildschirmtätigkeit: Untersuchung der Augen und desSehvermögens (G 37) Vorsorgekartei für Beschäftigte führen, bei denen Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind Unterweisung mind. einmal jährlich Unterweisung arbeitsplatzbezogen unter Verwendung vonBetriebsanleitungen und Betriebsanweisungen Unterweisung dokumentieren 25

Gefährdungen und Maßnahmen (Dokumentation) Arbeitsbereich Berufsgruppe/PersonGewässerbewirtschaftung Tätigkeiten Arbeiten mit erhöhter Unfallgefahr GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorInformationen:GUV-V A 1, GUV-V A3, GUV-V C22, GUV-R A1, GUV-R 126, GUV-R 198, GUV-R 191, GUV-R 199,GUV- R 2102, BGR 139, BGR 162, BGR 201, BGI 527Gefährdungen bewertenRisikoG1.6 AbsturzArbeiten unter schwierigen GeländebedingungenArbeiten in unebenem, rutschigen Gelände und Böschungen keine geeigneten Sicherheitsschuhe Arbeiten in alpinem Gelände Arbeitsplätze nicht über Wege oder Pfade erreichbar keine Sicherung von besonders gefährlichen Wegstreckenmit Halteseilen keine Maßnahmen zur Absturzsicherung, wenn kein Arbeitsgerüst vorhanden ist keine geeigneten Sicherheitsschuhe ja/neinArbeiten unter schwierigen GeländebedingungenArbeiten in unebenem, rutschigen Gelände und Böschungen knöchelhoher S2- Schuh Arbeiten in alpinem Gelände Bergstiefel mit Schutzkappe in alpinem Gelände (Wildbach-und Lawinenverbau) Schnittschutzeinlage bei Motorsägearbeiten alpine Sicherungstechnik oder PSA gegen Absturz Maßnahmen beim Betreten von Schächten und StollenEinsteigen in schlecht belüftete unterirdische Anlagen, wieStollen, Schächte, Rohrleitungen, Wehrkörper, Brückenhohlkästen und -pfeiler es wurde nicht geprüft, ob das Einsteigen durch den Einsatzentsprechender Hilfsmittel vermieden werden kann erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen nicht ergriffen Maßnahmen beim Betreten von Schächten und StollenEinsteigen in schlecht belüftete unterirdische Anlagen, wieStollen, Schächte, Rohrleitungen, Wehrkörper, Brückenhohlkästen und -pfeiler ausreichend lange belüften nicht einsteigen, wenn die Atmosphäre nicht bekannt ist Zusammensetzung der Atemluft vor dem Einsteigen mit einem geeigneten Messgerät ermitteln einsteigende Personen sichern (z.B. mit einem Auffanggurt) zweite Person zur Sicherung über Tage in Sicht- oder Rufverbindung abstellen Überwachung des Beschäftigten bei Kontrollgängen im Kraftwerk nicht sichergestellt Arbeiten mit Absturzgefahr Abstürzen von Personen nicht durch entsprechende Einrichtungen und Maßnahmen verhindert26MHandl.bedarfja/neinKontrollgänge in angemessenen Zeitabständenzeitlich abgestimmtes MeldesystemPersonen-Notsignal-Anlage (PNA)Arbeiten mit Absturzgefahr Handläufe (bei Treppen) Geländer (Handlauf, Knieleiste, Fußleisten)27

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGKMaßnahmennoch 1.6 Absturz Beschäftigte benutzen keine PSA gegen Absturz Gerüste Auffangeinrichtungen PSA gegen Absturz benutzen, wenn sich AbsturzgefahrenArbeiten auf Anlegeleitern unsachgemäßer Einsatz von Leitern Leitern werden nicht standsicher aufgestellt auf Leitern, die an oder auf Verkehrswegen aufgestellt sind,wird nicht auffällig hingewiesen Leitern nicht gegen Umstoßen gesichert es wird über längere Zeit auf Leitern gearbeitet (nicht nurArbeiten geringen Umfanges) Arbeiten in der Hubarbeitsbühne kein vorschriftsmäßiges Geländer Bei der Anbringung an ein Flurförderzeug: Arbeitsbühne nicht gegen Abrutschen und Abkippen vomLastaufnahmemittel gesichert keine durchgriffsichere Abschirmung zum Hubmast vorhanden Hebebühnen, die im öffentlichen Straßenverkehrsraum aufgestellt sind oder in diesen hineinragen, werden nicht ausreichend gesichert Arbeiten an, auf und über dem Wasser Abstürzen bzw. Hineinfallen von Personen, z.B. an Brückenoder Wehren, nicht ausreichend verhindert digtwirksamja/neinmit technischen Maßnahmen nicht vollständig beseitigenlassen Arbeiten auf AnlegeleiternLeitern nicht bis zur obersten Sprosse betretenStandplatz auf der Leiter nicht höher als 7 mFesthaltemöglichkeit von mind. 1 m über StandplatzArbeitsdauer nicht mehr als 2 StundenGewicht des Werkzeugs und Materials nicht über 10 kgWindangriffsfläche der Gegenstände unter 1 m2Beschäftigter muss mit beiden Füßen auf der Sprosse stehen Arbeiten in der Hubarbeitsbühne Geländer von mind. 1.00 m Höhe Bei der Anbringung an ein Flurförderzeug:Arbeitsbühne sicherndurchgriffsichere AbschirmungHebebühnen sichern Arbeiten an, auf und über dem Wasser Geländer, Gerüst, FanggerüstHinweis:Wenn keine derartigen Einrichtungen vorhanden sind, sindRettungswesten oder Rettungskombinationen (Rettungsweste/Rettungsgurt) zu tragen. 29

GErmittelte Gefährdungen und deren BeschreibungFaktorGefährdungen bewertenRisikoGnoch 1.6 AbsturzMaterialseilbahnen in der Wildbach- und Lawinenverbauung Materialseilbahn wird nicht vorschriftsmäßig betrieben Hubschraubereinsatz in der Lawinenverbauung Hubschraubereinsatz wird nicht vorschriftsmäßig durchgeführt 2.1 gefährliche KörperströmeArbeiten in der Nähe unter Spannung stehender Teile der spannungsfreie Zustand ist für die Dauer der Arbeit nichtsicher gestellt Schutzabstände zu unter Spannung stehenden Teilen beinichtelektrotechnischen Arbeiten werden nicht eingehalten Beschäftigten wissen nicht, wie sie sich bei abgerissenenHochspannungsleitungen zu verhalten haben 7.9 ErtrinkungsgefahrArbeiten an, auf und über dem Wasser trotz der Gefahr des Hineinfallens, Abdriften und Ertrinkens,werden keine entsprechenden Rettungsmittel verwendet erminerledigtwirksamja/neinMaterialseilbahnen in der Wildbach- und Lawinenverbauung vorschriftsmäßigen Betrieb gewährleistenHinweis:Eine Materialseilbahn ist z.B. nach dem Merkblatt des Bayer. Landesamtes für Wasserwirtschaft „Materialseilbahnen"zu planen, zu bauen, zu

schrift GUV-I 8700 „Beurteilen von Gefähr-dungen und Belastungen am Arbeitsplatz” verwendet werden. Gegebenenfalls können auch Kataloge artverwandter Betriebsarten benutzt werden. Wie ist der Gefährdungs- und Belastungs-Katalog aufgebaut? Der Katalog ist nach Arbeitsb