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Teil 1MobbingKatrin weg – Problem wegAls Opfer in der Hochschule als Studentin, als Leiharbeiterin, als Nachbarin, als Mutter, alsElternteil an den Grundschulen und der weiterführenden Schule bin ich in dieser Gesellschaftfür etwas verantwortlich.Ich bitte Gott meine Kühnheit zu segnen!Was ist Mobbing?Wer sind die Mobber?Warum wird gemobbt?Eine Frau steigt aus. Der bunte Papagei – ein Logo – ein Zeichen „Mobbing, Nein Danke“Die folgende Arbeit ist natürlich keine wissenschaftliche Arbeit, sondern ein Produkt auserlebten Schmerzen und Kränkungen.Ich habe folgende Literatur verwendet:Entliehen :Hochschule HarzHochschule für angewandte WissenschaftenBibliothekWernigerode1. Mobbing und Emotionen, Aspekte einer Organisationssoziologie , Inga Mittelstaedt2. Mobbing am Arbeitsplatz, Eine theoretische und empirische Analyse, Kerstin Schlaugat3. Kränkung am Arbeitsplatz, Strategien gegen Missachtung, Gerede und Mobbing, BärbelWardetzki4. Das Hamsterrad, Mobbing – Frauen steigen aus, Gabriele Haben, Anette Harms-BöttcherIch werde die Quellenangaben mit den zugeordneten Nummern und Seiten versehen, damit spareich die erneute Auflistung der Titel und die Schrift kursiv setzen.Katrin bleibt, weil sie sich endlich wehrt, denn lang genug hat sie sich den Triumphzug des Teufelsgefallen lassen. Jetzt ist Schluss damit und zitiert Luther :„Ach Teufel, Du bist es nur!“Mein Studium, Meine Karriere, Meine Kinder, Mein Leben,Meine Mobbinggeschichte.Warum Bücher über Mobbing am Arbeitsplatz? Ich lebe die Erziehung meiner Kinder„This is my main profession“. Aus dieser Haltung heraus bin ich als Studentin, Leiharbeiterin undElternteil präsent gewesen. Eine Teilung meiner Person war nicht möglich. Unterstützung erhielt ichvon meinem Mann und einer bezahlten Tagesmutter. Die Erziehung der Kinder ist für mich jetzteine unbezahlte Vollzeitbeschäftigung, da es in unserer Gesellschaft nicht möglich ist ohneUnterstützung einer zusätzlichen festen Kraft die Erziehung von mehr als einem kleinem Kindseriös und engagiert zu meistern. Jede Frau, die mehr als ein Kind hat und ein Vollzeitstudiumabsolviert, kommt an ihre psychischen Grenzen. Mobbing bringt Sie dann an den Ort , wo sieeigentlich nicht stehen wollte. Küche, Bandarbeit oder auf den Fußboden vor dem Schreibtischeiner Anwältin – Leiharbeit.

Der Begriff MobbingSynonyme: Psychoterror, Intrigen, Schikanen, Krieg im Büro.Das Wort Mobbing – to mob (englisch: über jemanden lärmend herfallen, anpöbeln, angreifen,attackieren)Die Sozialpsychologie betrachtete bereits Anfang 1905 den Mob als unterste Stufe dergesellschaftlichen Hierarchie, an deren Spitze die organisierte, strukturierte Gruppe steht.Lorenz, ein Ethologe benutzte den Begriff Mobbing 1991 erstmals im wissenschaftlichen Kontext,indem er ein Angriffsverhalten einer Gruppe schwächerer Wesen gegen eineinzelnes stärkeres Wesen charakterisierte. (Nr. 2, S. 4)Als ich als Leiharbeiterin in einer öffentlichen Einrichtung im Büro die Arbeitsweisen der Leutesah, wusste ich, dass ich mit meiner Einstellung nicht angenommen werde.Ich bat um einen Arbeitsplatz mit Arbeit bei einer Leiharbeitsfirma. Diese sichtete meineUnterlagen und schickte mich in eine öffentliche Einrichtung. Was die nicht wussten, ich hatteeinige Monate zuvor gegen diese Einrichtung demonstriert. Aber davon unabhängig sah ich mir dieSache von Innen an. Ich, engagiert und offen, traf auf eine Gruppe von Leuten, die mich daraufaufmerksam machten, dass es gern gesehen wird, wenn man die Finanzierung der Stelle mit einerdezenten Zurückhaltung des Engagement unterstreicht. Nun hatte mich die Leiharbeitsfirma nur andiese Einrichtung verliehen, ohne mit mir darüber zu sprechen, was ich genau dort zu tun habe.Nichts, denn die wussten eigentlich auch nicht, was sie tun sollten.Ich spürte, dass ich nicht für diesen Arbeitsplatz mit meinem Engagement geeignet bin.Eine Behörde und ihr Alltag.Eine weitere Definition:Formuliert von Niedl 1994:Unter Mobbing am Arbeitsplatz werden Handlungen einer Gruppe oder eines Individuumsverstanden, denen von einer Person, die diese Handlung als gegen sie gerichtet wahrnimmt, einfeindseliger, demütigender oder einschüchternder Charakter zugeschrieben wird.Die Handlungen müssen häufig auftreten und über einen längeren Zeitraum andauern.Die betroffene Person muss sich zudem aufgrund wahrgenommener, sozialer, ökonomischer,physischer oder psychischer Charakteristika außerstande sehen, sich zu wehren oder dieserSituation zu entkommen.“ (Nr. 2, S. 8 9)Ich merkte was gespielt wird. Eine Gruppe sah zu, wie ich lächerlich gemacht werden sollte.Eine Frau nahm Anstoß an mir. Sie sorgte mit ihrem Gerede dafür, dass ich stigmatisiert werde.Ich stand vor einer Gruppe allein, alle waren involviert, nur ich nicht.Ich glaube, man wollte mir zeigen, wie asozial und arm ich bin. Die Frauen und Männer hattenkeine Ahnung, was ich bereits in meinem Leben durchmachen musste. Sie hatten keine Ahnung vondem was mich gerade in dem Augenblick beanspruchte, als sie mich mobbten. Mein Sohn krankund ich hing am Faden, wie ein Stück Mettwurst.Krankheit, Missbrauch und Leid waren mein Leben. Gefragt hat mich nie einer und es hat auch nieeiner mit mir persönlich gesprochen. Mobbing eben.

Wer ist am Mobbing beteiligtMobbinghandlungen können von Einzelpersonen, Kollegen, Vorgesetzten, Unterlegenen, Kunden,von formellen oder informellen Gruppen in Organisationen ausgeführt werden.Die Handlungen richten sich nicht gegen größere Teile oder gegen die ganze Belegschaft einesUnternehmens, sondern explizit gegen eine bestimmte oder mehrere Einzelpersonen. (Nr.2 S. 9)Mobbing – das HütchenspielIch steh da und bin fasziniert. Unter welchem Becher liegt es? Während meine Augenaufmerksam dem Akteur folgen, agieren hinter mir und neben mir seine Helfer.Die Helfer sind involviert und lenken gezielt auf etwas anderes. Damit ist es mir nicht mehrmöglich dem Akteur zu folgen und das Spiel ist für mich verloren.Es ist niemand zu sehen, es war doch nur ein Spiel. Und ein Spielverderber willst Du doch nichtsein, Katrin, oder verstehst Du das nicht?Ein Mobbingopfer kann sich nicht wehren. Man hat einfach keine faire Chancedas Hütchenspiel zu gewinnen. Sollte man die Aktionen als feindselig interpretieren und vielleichtsogar von Betrug sprechen, so wird sich niemand öffentlich zu seinem Betrug bekennen, denn eswar ja nur ein Spiel und wenn es mir nicht möglich ist aufmerksam dem Akteur zu folgen, dannhabe ich eben selber schuld.Hier ein Liste mit nur einigen Mobbinghandlungen:TelefonterrorMündliche DrohungenSchriftliche DrohungenMan lässt sich nicht ansprechenMan macht jemanden lächerlichMan verdächtigt jemanden, psychisch krank zu seinMan will jemanden zu einer psychiatrischen Untersuchung zwingenMan macht sich über das Privatleben lustig.Man zwing jemanden, Arbeiten auszuführen, die das Selbstbewusstsein verletzenMan beurteilt den Arbeitseinsatz in falscher oder kränkender WeiseMan verursacht Kosten für den Betroffenen, um ihn zu schadenMan verbreitet Gerüchte ( Nr. 2, S. 18-19)Ist Mobbing geschlechtsneutral?Frauen sind wohl eher bereit über Mobbing zu sprechen und Hilfe zu suchen. (Nr. 2. S.26)“„Man, Karl, warum lässt Du dir das alles gefallen?“„Ach, der Herr wird schon richtig richten“„Richtig, der Bock wird sein gerechtes Urteil bekommen und Gott sieht, was er mit Dir macht, nurwas habe ich davon, ich sitze jeden Tag mit Bock in einem Raum und muss mir diesesScheißgelaber über Dich anhören. Der Typ ist ein Psycho und braucht Hilfe. Immer wenn DuVertretung machen sollst, dann erzählt der einen Blödsinn über dich, macht dich überall schlechtund alle Leuten glauben das auch noch. Der macht dich total nieder, das ist ein Scheißkerl, gehendlich zum BR oder zum Vertrauensmann. Ich bin hilflos und kann dir nicht helfen, denn sobaldich dem Bock den Rücken zeig, macht der mit mir das auch, vielleicht nicht so schlimm, weil ich neMuschi habe“.Teil 2 folgt

2. TeilMobbingWarum wird jemand gemobbt?Mobbingursachen:1-Moralisches Niveau der Mobbenden, das die systematische Verfolgung anderer zulässt;wie die sozial exponierte Stellung der Betroffenen; mangelnde Handlungskompetenz inFührungsverhalten, Konfliktlösung, Kommunikation2-Mangelnde oder gestörte Interaktion3-Hohe zeitliche Arbeitsbelastung4-RezessionMobbing wird zunehmend als Phänomen gesehen.Nach empirischen Studien wird Mobbing in den Bereich Machtdemonstration und des kompetitivenVerhalten zugeordnet. (Nr.2, S. 32)Welche Folgen soll Mobbing haben?Phänomen in die sich gegenseitig beeinflussenden Ebenenund soll nachhaltig zu psychischen, physischen und sozialen Beeinträchtigungen bei denBetroffenen führen. Es soll hohe Kosten für die Organisation verursachen, aufgrund hoherkrankheitsbedingter Ausfallzeiten. Es soll die Volkswirtschaft stark beeinflussen, aufgrund der zuzahlenden Frührenten, Hartz IV, Krankenhausaufenthalte der Betroffenen.Betroffene leiden unter Kopfschmerzen, Magen-und Darmstörungen, Konzentrationsschwäche,Schlafstörungen usw. (Nr. 2, S. 32)Ich fuhr direkt nach der Vorlesung nach Hause. Ein bisschen Zeit um die Unterlagen zu ordnen, dasGehörte setzen zu lassen.Ich steckte den Haustürschlüssel in das Schloss und drehte den Schlüssel um. Das Telefon klingelte.Ich rannte hin, es war jemand dran, aber niemand meldete sich.Nach der Abendvorlesung fuhr ich langsam nach Hause, steckte den Schlüssel in die Tür und hörtedas Telefon. Ich rannte hin, es war jemand dran, aber niemand meldete sich.Ich fuhr nach der Nachmittagsvorlesung nach Hause, steckte den Schlüssel in die Tür und hörte dasTelefon. Ich rannte hin, es war jemand dran, aber niemand meldete sich.3x am Tag, 4x am Tag und jeden Tag.Wer tut so was und was hat derjenige davon? Wer ist interessiert daran mich zu zerstören? Ja, esstimmt, ich bin älter als die anderen, ich habe ein Menge um die Ohren, vielleicht sollte ichtatsächlich mit dem Studium aufhören, ich habe dort wirklich nichts verloren. Ich verursache nurKosten, mit den Leistungsscheinen bin ich im Rückstand, stimmt, ich sollte realistisch sein. Mitzwei Kindern und in deinem Alter hast du einfach nichts mehr an der Uni zu suchen. Du gehörstwirklich nicht dorthin. Das Telefon klingelte. Ich ging zum Arzt und besorgte mir Schlaftabletten,die Starken, von denen man erst mal nur eine halbe nimmt. Dann kann ich wenigstens schlafen.Dann die Sache mit Peter, den haben sie echt vorgeführt. Niemand sprach für ihn, der hat sich echtabgerackert und als er in Schwierigkeiten steckte, half ihm niemand. Gut, ich bin älter, ich habe denMut. Ich muss zum Arzt, ich habe keine Tabletten mehr.Das Telefon klingelt. „Ich geh ran“, „Wer war es?“, „Niemand, hat aufgelegt“.

Irgendwann denkt man nicht mehr, man funktioniert nur noch. Man glaubt nicht mehr an sich oderdenkt, dass das ein übertriebenes Gefühl ist. Das Selbstwertgefühl, falls je eines vorhanden war,verschwindet langsam. Ich bin doch selber für meine Gefühle verantwortlich.Aber warum passiert mir das immer?Was ist an mir, dass mich andere Menschen anpöbeln?Ich störe den Arbeitsablauf und bin eine Belastung für das Umfeld. Ich störe durch mein Lachenoder durch meine langen Beine. Vielleicht sind es auch die blonden Haare oder mein Parfüm.Möglicherweise bin ich einfach zu dünn oder meine Finger passen nicht zu meinen Händen.Natürlich sind es meine Falten, am Hals habe ich auch schon welche und ich habe Mundgeruch.Ich bin zu still und zu cool. Meine Kleidung ist keine Markenkleidung. Ich sollte mehr auf meinÄußeres achten. Einiges kann ich nicht machen, weil ich Jesus liebe, also halte ich mich lieber raus,einiges muss ich machen, weil ich Jesus liebe, also halte ich mich nicht raus.Sie haben es geschafft. Ich bin raus.Sind die Mobber nicht doch im Recht?Eine neue Nachbarin, Kollegin, Kommilitonin, Mutter in einer Gruppe.Man kann die Mobber verstehen. Da kommt eine, einfach so, setzt sich hin und Nein, Mobbinghandlungen sind niemals zu rechtfertigen. Dafür brauch ich kein Handbuch, sondernnehme ein gutes Menschenbild und ein ganz klein wenig Verstand, um Mobbingstrategien zuverurteilen. Wenn jemand nicht gelernt hat mit Konfliktsituationen umzugehen, ist das keineEntschuldigung für gezielte Mobbinghandlungen. Ich sage „Mobbing, Nein, danke“ damit erlaubeich niemanden in der Werkstatt einen Menschen anzupöbeln. Hier ist Mobbing nicht erwünscht.Wenn allerdings eine Einrichtung, Firma, Ort oder Nachbarschaft Mobbing unterstützt und dasHandeln erlaubt, dann wird ein prächtiger Boden für Mobbing geschaffen.Sie können mich nicht von einer Mobbingstrategie überzeugen. Das natürlich die Mobberversuchen alles zu tun, um ihr Handeln zu rechtfertigen, um sich damit Recht in ihrem Umfeld zuverschaffen, ihr Handeln sei richtig gewesen diese Person gezielt zu entfernen, versteht sich vonselbst.Hat man es dann geschafft, ist man sich einig und im Recht. Katrin hat gestört und ist jetzt weg,damit kehrt endlich wieder Ruhe ein.Sie hat es einfach nicht verstanden, vielleicht lernt sie es ja woanders.Für Katrin bleibt aber die Frage „WARUM“Antworten bekommt sie von den Mobbern nicht.Teil 3 folgt

3. Teil MobbingGibt es ein Phasenverlauf für Mobbing?Die Dauer von Mobbingaktionen oder Strategien sind abhängig vom Unterwerfungsverhalten.Da die Mobber daran interessiert sind, sich ihre Handlungen von der Umwelt bestätigen zu lassen,werden sie solange weitermachen, bis das Opfer endlich aufgibt und sich der Macht beugt.Nicht-fatalistischer Mobbingverlauf: Die Dauer des Mobbingprozesses ist abhängig vonverschiedenen Personen- und Umweltfaktoren und somit prinzipiell unterschiedlich. EinMobbingprozess führt keineswegs zwangsläufig in jedem Fall bis zum Verlust des Arbeitsplatzesfür die/den Betroffenen in Form von Kündigung, Verrentung, Krankschreibung etc. DieFähigkeiten und Möglichkeiten aller Beteiligten bestimmen maßgeblich, ob die Auseinandersetzungauf einer früheren Stufe beigelegt werden kann.Mobbing ist ein dynamisches Prozeßgeschehen, in dem die betroffene Person mit ihrenKognitionen, Emotionen, ihrer Motivation, ihren Handlungen (Bewältigungsverhalten) undlangfristigen Mobbingfolgen und die Umwelt durch komplexe Wechselwirkungen und komplizierteRückkopplung miteinander verbunden sind.Mobbing wird nicht als eine sich linear intensivierende konflikthafte Auseinandersetzung erlebt.Mobbing stellt dagegen einen Prozess dar, der sich über verschiedene Stufen verschärft, sichmöglicherweise zwischenzeitlich auch stabilisiert oder abschwächt und/oder möglicherweisegänzlich beendet wird, bevor eine extreme Intensivierung eingetreten ist. (Nr. 2, S. 64)Ich kann aus Erfahrung sagen, dass mit jeder Handlung eine Gegenhandlung erfolgt.Sollte sich das Opfer wehren, wird es je nach Treppenstufe auf Gegenwehr stoßen.Das sind qualvolle Abschnitte, denn die Mobber haben die Macht. Machtdemonstrationen erfolgenüber alle möglichen „Kanäle“, so dass das Opfer immer die superiore Stellung der Mobber zuspüren bekommt.Die Macht der Mobber ist eindeutig, da sie in der Position sind, Zwang auf das Opfer auszuüben.Ich habe sogar Erpressung erlebt.Mein Zielist es, die Kränkungen und Schmerzen nicht als moralische Waffe gegen die Mobber einzusetzen,sondern gezielt mit Aufklärung und Gebet gegen Mobbing anzugehen.„Karl, wie geht es Dir? Wir haben uns eine Ewigkeit nicht gesehen. Was machen die Kinder, sinddie 4 noch in der Schule oder schon in der Ausbildung“.„Ach Du, Katrin, ich bin mit 42 in Frührente gegangen. Es ging nicht mehr. Ich hatte ständigKopfschmerzen und Rückenschmerzen. Ich war in psychotherapeutischer Behandlung und aufKuren, aber nichts hat geholfen. Jetzt leben wir am Existenzminimum und Bärbel versucht wiedereinen Job als Erzieherin zu bekommen. Aber die verdienen ja nicht viel.“„Hast Du denn jemals mit jemanden in der Firma über diese Situation gesprochen?“„Ja, natürlich wollten die wissen was los ist, schon allein wegen des Krankengeldes, aber weißt Du,Katrin, ich glaube, die waren froh, dass sie mich los sind.“Ich hatte Karl über 15 Jahre nicht mehr gesehen. Als ich seine Geschichte hörte und nachdem wasich erlebte, sind die Parallelen erstaunlich. Immer derselbe Leidensweg. Gibt es denn überhauptkeine Chance für die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Auf Karl mit seinen 4 Kindern hatteniemand Rücksicht genommen. Ein Familienvater wird einfach raus gemobbt.Ich möchte jetzt doch mal Moralisieren. Was macht unsere Gesellschaft mittlerweile für einenarmseligen Eindruck.Teil 4 folgt

4. TeilMobbingWie fühlt sich ein Gemobbter?Wir sind uns manchmal selber fremd. Ein Gemobbter ist sich ein Fremder.Da, wo ich Liebe und Fürsorge für meine Kinder empfand, war plötzlich nur noch Verlust.Gemobbten wird alles genommen. Das was für sie früher in Ordnung war und Richtig, ihre Liebeund Zuneigung für ihre Kinder, ist über Nacht plötzlich nichts mehr Wert und war Falsch. DerGemobbte ist plötzlich ein Fälscher und ein Fehler im System. Alles was der Gemobbte im Lebentat, wird von den Mobbern nieder gemacht. Alles. Der Gemobbte hat nie im Leben etwa gutgemacht. Ausbildung, Abitur und Studium werden Gemobbten systematisch und enthemmtabgesprochen. Der Gemobbte hatte nie ein Leben und wird auch nie mehr ein Leben leben dürfen.Dieses Gefühl treibt viele Opfer in den Freitod.Wenn sie nicht kämpfen, dann verlieren sie jede Selbstachtung und ihre Gesundheit. Ich habe michgewehrt und dadurch meine Selbstachtung und meine Gesundheit erhalten. In meinem Fall wusstendie Mobber nicht, dass ich eine Liebe lebe, von der mich nichts trennen kann. Selbstmordgedankenhatte ich nie. Sie wünschten es mir. Sie kennen keine Skrupel, sie üben soviel Psychoterror aus,ruinieren ihr soziales Ansehen oder Umfeld, dass es für den Gemobbten nur den Tod gibt.Sie sagen es auch, in aller Öffentlichkeit, reden über Selbstmord, damit sie davon hören, was dieMobber ihnen wünschen. Sie benutzen Anlässe, in denen ihre Kinder Akteure sind.Konzerte, an denen sie teilnehmen und als Zuschauer in der Menge sitzen. Sie üben öffentlichKritik an den Opfern, damit die sich angesprochen fühlen und wissen, dass sie Opfer sind. DieMobber sind brutal und setzen die übelsten Methoden ein. Sie verbreiten ununterbrochen Gerüchteund unterstreichen alle Handlungen mit dem Hinweis, dass sie nie mehr eine Chance haben, indieser Gesellschaft von irgendjemand akzeptiert zu werden. Sie sind praktisch schon tot.Ich war wehrlos. Da ich aber diese Gefühl kannte, war mir klar, dass ich diesmal kämpfen musste.Egal was ist, jetzt würde ich mich wehren. Denn zwischen der Liebe Gottes und mein Leben kommtnicht mal ein leeres Blatt Papier. Die dummen Mobber konnten das nicht wissen.Werden Menschen ihr ganzes Leben gemobbt?Ich als Frau wurde mit meinen Begabungen und Interessen von Leuten, die eigentlich einen vonGott gegeben Auftrag hatten, abgelehnt und war nicht erwünscht. Sie erfüllten ihren Job und ihreAufgabe nicht. Sie überschritten Grenzen und führten mich in Depressionen und Krankheit. Ichwurde in meiner Persönlichkeit nicht wahrgenommen und musste als Mädchen mit ständigerÜberforderung leben. Ferner gehörten Missbrauch und Demütigung zu meiner Entwicklung.Es gibt Frauen, die werden ihr ganzes Leben diskriminiert. Im Studium hatte ich persönlich immerden Eindruck, dass mein Alter stört. Da ich aber das BGB gut kenne und auch weiß, was drin steht,erkannte ich die Verlogenheit im System. Ältere Leute werden in unserer Gesellschaftdiskriminiert, da kann es noch so viele Gleichbehandlungsgesetze geben. Frauen, die sich in denersten 10 oder 12 Jahren für ihre Kinder verantwortlich fühlen und zu Hause bleiben und nicht inden öffentlichen Dienst zurückkehren, werden diskriminiert. Lesben und Schwule werden immernoch diskriminiert, in Deutschland nicht mehr ganz so heftig, aber woanders um so mehr.Leute mit Krankheiten, Behinderungen oder anderer Hautfarbe werden diskriminiert.Ich habe mir ein anderes Umfeld gesucht, um endlich „Ich selbst“ sein zu dürfen.

Wer ist von Mobbing betroffen?-Verschlossene und Zürückhaltende oder Gesellige und Kontaktfreudige?-Choleriker/Innen oder melancholisch Veranlagte?-Lesbisch/Schwule-Hochschul-oder HauptschulabsolventInnen-die Großen, Schlanken oder die Kleinen, Dicken?-die Blonden oder die Dunkelhaarigen? Oder vielleicht doch eher die RothaarigenMan kann dazu Statistiken anfertigen und beweist damit – nichts. Das Augenmerk wird dadurchauf die unmittelbar Betroffenen gelenkt und bleibt an ihnen haften. Mobbing reduziert sich somitauf das Problem von einzelnen.Es gibt die mittelbar Betroffenen– Da ist die Kollegin im direkten Umfeld einer Gemobbten, die z.B. Arbeiten für sie mitübernehmen muss – wegen deren Ausfall durch Krankheit oder nachlassender Leistung.(Nr. 4, S. 39-40)„Ich kann nicht mehr, ich möchte für einige Zeit weg gehen. Bitte lasst mich gehen“Ich weinte viel. Ich konnte nicht mehr essen. Einkaufen gehen war eine Herausforderung. DieBlicke, die Verhöhnung, der Spott.Wer kümmerte sich in dieser Zeit um meine Kinder? Wer sorgte für sie, als ich nur nochein Hauch meiner Selbst war, ringend um ein ganz bisschen Selbstachtung.Weitere mittelbar Betroffene– Da sind die Vorgesetzten einer Gemobbten, die gegenüber ihrer Vorgesetzten u.a.mangelnde Arbeitsqualität und Leistung verantworten müssen – mobben kostet Zeit undKonzentration.– Da ist die MitarbeiterInnenvertretung, die u.a. deshalb in Zugzwang gerät, weil sie sich mitder Frage: „Wer hat Recht?“ beschäftigt und damit wertvolle Zeit verliert.– Da sind die Partner, Freunde und Bekannten der Opfer, deren Beziehung zu ihr starkbelastet ist, weil sich alles nur noch um deren Probleme im Arbeitsbereich dreht.(Nr. 4, S. 40)„Bitte hör doch auf, ich kann nicht mehr“, „Aber merkst Du denn nicht, was hier mit mir gemachtwird?“, „Nein, ich kriege es nicht mit, tut mir leid, ich sehe nur, wie Du immer mehr an Gewichtverlierst und nicht mehr schläfst“, „Aber das Telefon, du merkst doch, dass da ständig jemandanruft und wieder auflegt?“ „Wie auch immer? Lass dich nicht davon auffressen und denk an dieKinder und auch an mich, ich kann es nicht mehr hören, ständig die Namen derer, die dich fertigmachen. Ich muss arbeiten und habe dort genug zu tun!“

Eine BuchvorstellungMobbt die Mobber!So setzen Sie sich gekonnt zur Wehrvon Holger WyrwaFür Bärbel„ In unserer heutigen Zeit müssen wir wieder lernen,unsere Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen,für unser Schicksal selbst verantwortlich zu sein.Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben,dass andere sich für unsere Ziele und Bedürfnisseengagieren und uns wirklich helfen wollen.Weder Kollegen noch Arbeitgeber noch Staat“ Holger WyrwaHerr Wyrwa wurde über eineinhalb Jahre von einer Frau, einer neuen Kollegin,Frau Mustermannintensiv und exzessivgemobbtEr verlor seinen Arbeitsplatz,nicht seine Gesundheit und auch nicht seineSelbstachtung.Teil 5 folgt

5. TeilMobbt die Mobber!So setzen Sie sich gekonnt zur Wehrvon Holger WyrwaEine Buchvorstellung zum Thema Mobbingzum Autor:Dr. phil. Holger Wyrwa ist Pädagoge, Psychotherapeut und Dozent in derErwachsenenbildung und leitet das Institut für systemische Beratung und Pädagogikin Gelsenkirchen. (Aus dem Buch zitiert)Dr. Wyrwa wurde selbst eineinhalb Jahre lang gemobbt undhat sich zur Wehr gesetzt.Das Buch erschien in der 3. Auflage alsvollständige Taschenbuchausgabe im Juli 2006im Wilhelm Goldmann Verlag, München,in der Verlagsgruppe Random House GmbHEs kann jeden TreffenDie Einleitung1,5 Millionen Mobbingopfer in Deutschland ( Eine Zahl, die mindestens um eineZahl in den letzten 8 Jahren gestiegen ist ) 800 000 in Österreich, 2 Millionen inFrankreich. Tendenz steigend.MobbingWer mobbt, kämpft mit den übelsten Methoden.Und die Opfer stehen in vielen Fällen den Mobbern wehrlos gegenüber.Es gibt keinen Schutz vor Mobbing.Es kann jeden treffen.Viele Mobbingopfer werden mit ihren Problemen alleine gelassen.Konventionelle Lösungen helfen häufig nicht. Im schlimmsten Fall werdendie Opfer eines solchen Psychoterrors regelrecht in den Selbstmord getrieben.Aber allein schon das systematische Verbreiten von Gerüchten, Angriffen auf dasberufliche und soziale Ansehen,

das Erzwingen von sinnlosen Arbeitsleistungen oder solchen, die weit unter demKönnen des Gemobbten liegen,das Lächerlichmachen der Person reichen aus, um die psychische und physischeGesundheit eines Menschen stark zu beeinträchtigen und ihn so nachhaltig zuschwächen.Von Mobbing betroffen zu sein bedeutet, mit zum Teil brutalster psychischer Gewaltkonfrontiert zu werden - etwa, was für viele Menschen in unserer zivilisierten Welt kaum vorstellbar ist. Und doch ist es allergewöhnlichsteAlltagsrealität. ( Zitiert Buch Seite 13 und 14 )Herr Dr. Wyrwa stellt 20 Strategien vor,mit der sich ein Opfer zur Wehr setzen kann.Herr Dr. Wyrwa ist authentisch mit seinen Strategien, weil er selbstals Opfer die Strategien anwenden musste.Für mich ist dieses Buch eine Ergänzung zum Verarbeiten des Erlebten.Mobbing sollte mich töten. Ich bin überzeugt davon, dass es das Ziel der Mobber war.Ich spürte Hass, Demütigung und Ablehnung, wie noch nie zuvor in meinem Leben.Ich wachte aus meiner Naivität auf und erkannte, dass ich mit meinem Sinn fürHumanität und Nächstenliebe selber zum Mobbingopfer geworden bin.In der heutigen Zeit gehört Mobbing beispiellos, brutal und rücksichtsloszum Alltag.Ich danke meinem Gott, dass er mir die Kraft gegeben hat, nicht aufzugeben und daranfestzuhalten, dass ER ein Gott des Lebens ist und nicht des Todes.DARUMSCHLAGEN SIE DIE MOBBER MIT IHREN EIGENENWAFFEN( Dr. Holger Wyrwa )6. Teil folgt

6. TeilMobbt die Mobber!Dr. H. Wyrwa20 StrategienWarum wird gemobbt?Meine GeschichteIch fragte mich natürlich „warum gerade ich?“ Immer wieder, jeden Tag. Ich fandkeine Erklärung dafür, warum man gerade bei mir nach nach jedem Fehler suchte.Jede Charakterschwäche wurde mir vor Augen geführt.Ich dachte, ich bin Abschaum.Worte können vernichten. Ich wuchs in einem Umfeld auf, in denen nicht auf dieGewichtigkeit von Worten geachtet wurde. Es war ein Hexenkessel. Ich war dieSchwächste im Glied. Die 4. Generation. Es traf mich, brutal und vernichtend.Ich kenne das Gefühl abgelehnt zu sein. Ich wusste, dass ich auf Ablehnungbesonders empfindlich und sensibel reagiere. Eigentlich hatte ich gelernt mitAblehnung langsam fertig zu werden.Mobbing ist jedoch die Superlative oder Höchststufe von Ablehnung.Missbrauch in jeder Form führt einen Menschen inSelbstzweifel und Zerstörung. Menschen, die Kinder oder angehende Erwachsenemissbrauchen, sind von dämonischen Kräften gesteuert. Diese Macht bekam ich sehrfrüh im Leben zu spüren. Satan ist gnadenlos. Er ist eiskalt, verbirgt sich hinter einerschönen Maske und kennt keine Schmerzen. Die Menschen, die sich in meinemLeben grenzüberschreitend verhielten, zeigten für ihr Verhalten nie Reue. Das ist derTeufel. Der Teufel kennt keine Sünde. Er leugnet sie.Durch die Kraft Gottes wurde ich von den Mächten der Finsternis befreit.Ich konnte, unter schwierigen Bedingungen mit sehr viel Schmerzen undVerlustängsten, erwachsen werden.Irgendwann versuchte ich in Rollen zu schlüpfen. Ich tat so, als ob ich nichtsempfinden würde. Ich lernte Jesus kennen, der für mich in den Tod ging, für meineSünden bezahlte und mir zeigte, dass ich keine Rollen zu spielen brauche. DieserJesus ist der lebendige Sohn Gottes, der Menschen aus Liebe in das Vaterhaus Gottesführt und ich lernte Jesus immer besser kennen.Seine Liebe macht mich zu dem Menschen, der vor Gott angenehm ist.Die Antwort auf die Frage „Warum gerade ich?“ in meinem Leben extrem vielVernichtung erleben musste, könnte ich nur geistlich beantworten. Ich sollte von demeinzigen Gott geliebt werden und ihn erkennen. Ich sollte durch einen unbequemenWeg die Liebe Gottes in die Welt hinaustragen. Das mach ich.Ich zitiere Hiob:„Ich hatte von Dir nur vom Hörensagenvernommen, aber nun hat mein Auge Dich gesehen“ (42,5)

Mobbt die Mobber!Die Geschichte von Dr. Wyrwa :Was war geschehen?Dr. Wyrwa arbeitete 6 Jahre in einer Gesundheitsbehörde. Viereinhalb Jahrewar es ein gutes Arbeitsklima, dann kam eine neue Kollegin. Diese Kollegin hatteandere inhaltliche Vorstellungen von dem Arbeitsbereich und war als Leiterinweisungsbefugt. Dr. Wyrwa nennt diese Frau Mustermann.Frau Mustermann reagierte auf Einwände hinsichtlich der Tätigkeiten empfindlich.Dr. Wyrwa lehnte nicht schlüssige Entscheidungen ab und damit setzte langsam dasMobbing ein. Frau Mustermann fragte in einem von Wyrwa gehaltenem Vortrag, obdieser denn der Wahrheit entspräche.In den Wochen darauf bekam Herr Wyrwa immer häufiger zu hören, dass FrauMustermann seine Arbeit kritisch betrachtete und bezweifelte, dass er seine Arbeitrichtig macht. Aus einem geschätzten Mitarbeiter ist ein unzuverlässiger und falscharbeitender Kollege geworden.Er beschwerte sich beim Leiter, jedoch erfolglos. Informationen wurden nichtweitergegeben, Arbeitsabläufe verkompliziert.Die Kompetenz von Herrn Wyrwa wurde zunehmend in Frage gestellt. FrauMustermann wurde direkte Vorgesetzte von Wyrwa und damitwar er ihr ausgeliefert. Ständige Kritik, Zuteilung von Arbeiten, die mehr oderweniger sinnlos waren und ausgeübter Zwang.Gespräche mit dem Leiter des Amtes führten zu nichts.Die Personalvertretung tröstete. Kein Interesse.Ihm wurde klar, dass er auf sich allein gestellt war.Aktionen von Frau Mustermann waren z.B. Ausgrenzung vonAbteilungsbesprechungen und Einladungen zu Einzelsprechstunden, wo er Auskunftüber seine Tätigkeit zu geben hatte. Das Büro von ihm wurde in eine andere Etageverlegt, somit war er auch von den anderen Kollegen isoliert.Systematisch wurden ihm Aufgaben entzogen.Mehrere Monate saß er in seinem Büro, bekam keine Telefonanrufe und keineArbeit zugewiesen.Dann ließ er sich krankschreiben. (Aus dem Buch Seite 27 – 30 )Teil 7 folgt

7.TeilMobbing„Mobbt die Mobber“ Dr. Holger WyrwaZwei Mobbinggeschichtenmit einem UnterschiedHerr Wyrwa bekam eine Abfindung in Höhe von 70000 DMIch bekam nichts, weil ich komplett in meinem Privatleben gemobbt wurde.Ich stand in keinem Dienst-oder Arbeitsverhältnis.Dr. Wyrwa stand allein seinen 4 Vorgese

Hochschule für angewandte Wissenschaften Bibliothek Wernigerode 1. Mobbing und Emotionen, Aspekte einer Organisationssoziologie , Inga Mittelstaedt 2. Mobbing am Arbeitsplatz, Eine theoretische und empirische Analyse, Kerstin Schlaugat 3. Kränkung am Arbeitsplatz, Strategien gegen Missachtung,