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Tim Reeves Internet ServicesE-Mail Konten einrichten und benutzenInhaltsverzeichnis1 Vorweg: Webmail oder E-Mail Programm?.21.1 Webmail anbinden.32 Anbindungsprotokoll: IMAP statt POP3.33 Standard IMAP-Ordner.43.1 Als Kinder oder Geschwister vom Posteingang.43.2 Spam vs. Junk (am Beispiel Thunderbird).54 Thunderbird.55 Ein E-Mail Konto im E-Mail Programm einrichten.65.1 Die Zugangsdaten.65.2 Thunderbird – Konto anbinden.75.3 Thunderbird – Konto-Einstellungen.95.3.1 Allgemeine Einstellungen.95.3.2 Server-Einstellungen.105.3.3 Kopien & Ordner.115.3.4 Verfassen & Adressieren.125.3.5 Junk-Filter.135.3.6 Synchronisierung & Speicherplatz.145.3.7 Empfangsbestätigung (MDN).155.3.8 S/MIME-Sicherheit.155.4 E-Mails löschen – hinter den Kulissen.155.4.1 IMAP-Protokoll.155.4.2 Roundcube Webmail.165.4.3 Thunderbird.175.5 Android.175.6 iPhone.176 Das Meiste aus Thunderbird holen.186.1 Offline arbeiten.186.2 Weitere eingebaute Features.186.3 Mails an mehreren Empfängern.196.4 Nützliche Plugins.196.5 Mails von Outlook importieren.206.6 Lokale Ordner zu einem IMAP-Konto kopieren.207 Sicherheit am PC und bei E-Mails.217.1 Umgang mit E-Mails.217.2 Absicherung des PCs – Antivirus oder nicht?.218 Troubleshooting.228.1 Zugangsprobleme bei Outlook wegen SNI.22E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 1 von 22

Tim Reeves Internet Services1 Vorweg: Webmail oder E-Mail Programm?Wer von uns kennt die Prozedere der Einrichtung von Mailkonten in Outlook Express oderThunderbird nicht? Beziehungsweise in Android- oder Apple-Smartphones? In den letztenJahren hat stattdessen die Verwendung vom Webbrowser zur Arbeit mit Mailkonten („Webmail“) stark zugenommen. Daher behaupten viele, dass das Ära der E-Mail Programme zuEnde gehe.Für Webmail spricht: Kein Aufwand für Software-Einrichtung. Von jedem Gerät mit einem Webbrowser aus nutzbar.Dazu müssen Sie Ihr Passwort im Kopf haben – oder vom Browser merken lassen. Die Oberfläche von den gängigen Webmail-Programmen (wie Roundcube oder Horde)kann sich inzwischen sehr gut sehen lassen. Man kann in den guten Webmail-Programmen sehr viele Einstellungen treffen; oft sindsogar Sachen wie Passwort oder Spamfilter des Servers konfigurierbar, was mit einemE-Mail Programm, das auf Ihrem PC / Mobilgerät läuft, nie gehen kann.Für E-Mail Programme wie Thunderbird spricht: PC-Programme wie Thunderbird holen sich Kopien der E-Mails und speichern sie lokal amPC (zusätzlich zum Original am Server) – d.h. Sie können auch ohne Internet-VerbindungIhre bisherigen Mails lesen; und sie auch selber sichern / archivieren (z.B. auf einemStick oder externe Festplatte). Sie können gleichzeitig mehrere E-Mail Konten anbinden. Thunderbird erlaubt dann dieVerschiebung / das Kopieren von E-Mails nicht nur zwischen Ordnern des gleichen Kontos, sondern sogar zwischen verschiedenen E-Mail Konten (bei Webmail können Sie sichzwar in mehreren Browser-Reitern in mehreren Konten gleichzeitig einloggen, aberniemals E-Mails zwischen Konten verschieben, hier hilft nur Weiterleitung und Löschung). Das Adressbuch (bzw. die Adressbücher) des E-Mail Programms sind für alle angebundenE-Mail Konten gleichermaßen verfügbar. Zum Vergleich: Bei Webmail hat jedes Konto eineigenes Adressbuch – Sie müssen die gleichen Adressen ggf. mehrfach pflegen, der Umzug zu einem anderen Mailkonto / Provider wird erschwert. Thunderbird verfügt über einen eigenen, lernfähigen Spamfilter, der weitere, vom Servernicht erkannten Spams erkennen und in den Spam-Ordner verschieben kann. Erfahrungsgemäß – nach einer Trainierphase – hilft dieser Filter durchaus. Zudem kann Thunderbird – mit entsprechenden Plugins – auch Kalender und Adressbücher im Internet anbinden (die sich auch an Mobilgeräten anbinden lassen), mittelsWebDAV-Technologie. Wer z.B. über ein Nextcloud-Konto an einem Server verfügt, kannThunderbird zur kompletten Organisationszentrale machen. Schließlich: Selbst eingerichteten E-Mail Programme sind garantiert werbefrei.Kostenlose Maildienste wie web.de, gmx und Co. sind es nicht.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 2 von 22

Tim Reeves Internet ServicesFazit: Wer als Privatperson nur ein Mailkonto nutzt, und die E-Mails nicht selber archivieren will, kann sich die Arbeit mit einem E-Mail Programm sparen und Webmail verwenden.Für alle darüber hinausgehenden Szenarien empfiehlt sich die Anbindung der Konten in EMail Programmen.Mehr (Deutsch): it/email/mailer/Mehr (Englisch): killing-thunderbird.html1.1 Webmail anbindenMan braucht lediglich:– Webadresse für Browser, z.B. https://webmail.sicher.email, https://webmail.all-inkl.com/– Die E-Mail Adresse (z.B. [email protected]) sowie das zugehörige Passwort.Tipp: Nutzen Sie immer den verschlüsselten Zugang, der mit „https://“ angeht.Zumal die Verwendung von Webmail-Oberflächen weitgehend selbsterklärend ist (bzw. imNetz sich gute Anleitungen befinden), wird im Folgenden ausschließlich auf die Nutzungvon E-Mail Programmen (auch „E-Mail Clients“ genannt) eingegangen.2 Anbindungsprotokoll: IMAP statt POP3Die meisten E-Mail Programme bieten (noch) die Anbindung an den Internet-Server – wodie E-Mails ein- und ausgehen – wahlweise über zwei verschiedene Protokolle an: POP3 (Post Office Protocol) – BITTE NICHT BENUTZENDieses Protokoll ist veraltet und unflexibel. Es kann keine Ordner am Server nutzen, undlädt in der Standardkonfiguration die E-Mails herunter und löscht sie dann am Server. IMAP (Internet Message Access Protocol) – DIE MODERNE WAHLDas Protokoll ist wesentlich mächtiger und erlaubt die Verwendung von Unterordnern amServer. Es löscht die E-Mails generell nicht vom Server nach dem Herunterladen (bzw.nur dann, wenn Sie sie in den Papierkorb verschieben und den Papierkorb leeren).In der heutigen Zeit der Mobilgeräte (Smartphones und Tablets) greifen die meisten Benutzer vom PC als auch vom Mobilgerät aus auf Ihre Mailbox(en) zu. Hinzu kommt die Möglichkeit, per Webmail (im Internet-Browser, z.B. vom Internet-Café aus) ebenfalls die Mailboxzu benutzen. Diese Parallelbenutzung setzt voraus, dass alle zugreifende Programme dieE-Mails am Server belassen. Die Löschung von E-Mails darf nur dann passieren, wenn esbeabsichtigt ist – durch Verschiebung in den Papierkorb sowie durch das Leeren desselben.Weitere Einzelheiten dazu im ng: Diese Protokolle erlauben den Zugriff auf und Verwaltung von Ihrer Mailbox; zumVersenden von E-Mails wird immer das Protokoll SMTP – Simple Message Transfer Protokoll– benutzt. Zu SMTP gibt es keine gängigen Alternativen (was schade ist, da SMTP eine entscheidende Schwäche hat – es überträgt die E-Mails von Ihrem Server zum Server desEmpfängers utzen Seite 3 von 22

Tim Reeves Internet Services3 Standard IMAP-OrdnerServer seitig können (aber nicht müssen) Standardordner über den Posteingang hinausvorkonfiguriert werden; eingebürgert haben sich: Drafts (Entwürfe) Sent (bzw. ‚Sent Items‘ - Gesendet) Spam (bzw. Junk – s. Kapitel 3.2) Trash (bzw. ‚Deleted Items‘ - Papierkorb)Weitere bekannte Ordnertypen sind Outbox (Postausgang), Archive und Templates (Vorlagen). Dabei ist nicht der Name eines Ordners zur Erkennung seiner Sonderrolle entscheidend, sondern eine (zuweisbare) Eigenschaft. In seltenen Fällen kann es serverseitig zudem „Virtuelle Ordner“ geben, die auf E-Mails nach bestimmten Kriterien verweisen; diesist aber nicht weit verbreitet.Meist werden die (wichtigsten) Standardordner bei der Kontoerstellung am Server gleichmit eingerichtet. Beim Anbinden des Kontos im E-Mail Programm kann der Server die Sonderrollen dem E-Mail Client mitteilen (muss aber nicht).Auch ohne Mitteilung der Sonderrolle steht es dem E-Mail Programm frei, anzunehmendass z.B. ein vorhandener Ordner ‚Trash‘ wohl der Papierkorb ist. Die Lokalisierung der Namen übernimmt das E-Mail Programm (z.B. ein Ordner, der am Server tatsächlich „Trash“heißt, kann vom E-Mail Programm als „Papierkorb“ bezeichnet werden).Thunderbird verwendet besondere Icons (Bildchen) für Ordner mit bekannten Sonderrollen(s. Grafik oben). Daran kann man erkennen, ob Thunderbird die Sonderrolle korrekt mitbekommen bzw. angenommen hat. Alle vom Benutzer hinzugefügten Ordner und Unterordnererhalten stattdessen ein Standard-Icon.3.1 Als Kinder oder Geschwister vom PosteingangFrüher konnten manche Server die weiteren, vom Benutzer erstellten Ordner nur als Kinderdes Posteingangs verwalten (siehe Grafik oben), bzw. man wollte es so. Inzwischen ist eherUsus, sie als Geschwister des Posteingangs zu gestalten:Hier gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur Präferenzen, dievon der Situation und Bedienweise des Benutzers abhängen. Leiderkann indes diese Eigenschaft nicht pro Konto, sondern nur pro Server festgelegt werden. Frühere Server der Werteagentur haben dieKinder-Konfiguration, sicher.email die Geschwister-Konfiguration.In Thunderbird ist die Kinder-Konfiguration vorteilhaft für Benutzer mit vielen E-Mail Konten (der Verfasser hat z.B. 10 Konten angebunden). Denn man kann das Konto aufklappenund nur den Posteingang sehen (letzteres zugeklappt lassen). So sind noch alle Konten inder linken Sidebar sichtbar, und man kann direkt auf jeden Posteingang klicken. Wer abernur zwei oder drei Konten nutzt, könnte alle Standardordner direkt sichtbar haben. So oderso, Thunderbird kommt dem Benutzer mit Hervorhebung (blau, fett) für nicht-geleseneMails intelligent entgegen.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 4 von 22

Tim Reeves Internet Services3.2 Spam vs. Junk (am Beispiel Thunderbird)Leider konkurrieren zwei Namen für die gleiche Funktion: „Spam“ und „Junk“. Während amServer sich eher „Spam“ durchgesetzt hat, schlägt Thunderbird „Junk“ vor, falls er das Vorhandensein und Sonderrolle von „Spam“ nicht gleich mitbekommen hat.In dem Fall sieht die Ordnerliste in etwa wie hier links aus. Das istsehr unvorteilhaft, weil der Server, der ja auch Spam-Mails erkennt,diese in einen Ordner „Spam“ einliefert, der seitens Thunderbirdnicht angebunden ist. So können Sie die vom Server als Spam eingestuften E-Mails nicht kontrollieren (und auch nicht löschen).Ob ein „Spam“ Ordner am Server vorhanden ist, lässt sich im Dialog „Abonnieren“ prüfen und gestalten; erreichbar:1. per Klick auf die Kontobezeichnung (das fett-dargestellte Konto, nicht sein Posteingang), im Hauptfenster unter ‚Erweiterte Funktionen‘ auf ‚IMAP-Ordner abonnieren‘.2. per Rechtsklick auf der Kontobezeichnung und „Abonnieren.“ im Kontextmenü.Hier sieht man die im obigen Bildchen dargestellten Situation: Aus historischen Gründenbzw. aufgrund entsprechender Bedienung hatThunderbird einen Ordner namens „Junk“ selberangelegt, und diesem für sich die Rolle als JunkOrdner zugeteilt. Das geht aber an die Situationam Server komplett vorbei, denn der Server benutzt den Ordner namens „Spam“, der Thunderbird nicht abonniert hat.Das ist leicht zu korrigieren: Den Spam-Ordnerabonnieren, und anschließend in den KontenEinstellungen als Spam-Ordner auswählen(siehe nächstes Kapitel).Die Server der Werteagentur teilen den E-Mail Clients bei der Anbindung mit, dass es dieSonderordner Entwürfe, Gesendet, Spam und Papierkorb gibt.4 ThunderbirdThunderbird ist das einzige Open Source E-Mail Programm, welches es für Windows, Macund Linux gibt. Es hat von den wenigen Mitbewerbern im Feld die meiste Funktionalität,und ist gerade in Deutschland sehr beliebt.Thunderbird ist (noch) ein Produkt der Mozilla Foundation, die auch Firefox entwickelt. Seiteinigen Jahren will die Mozilla Foundation sich auf Firefox konzentrieren, und sucht eine andere Foundation, die Thunderbird übernehmen würde. Jetzt schon erledigen freiwillige diemeiste Arbeit an Thunderbird.Auch wenn nicht allzu viel an Thunderbird geschieht: Dies liegt zum guten Teil daran, dassThunderbird ausgereift ist – ihm fehlt seit einigen Jahren wenig. Seine Nutzung steigt sogar: Eine aktuelle Schätzung sieht die Zahl der Nutzer bei ca. 25 Millionen.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 5 von 22

Tim Reeves Internet ServicesThunderbird hat sehr viele Liebhaber, gerade in der Programmierer-Gemeinschaft! Aus diesem Grund bin ich zuversichtlich, dass er noch lange gepflegt wird.Mehr zu Thunderbird im Netz:Download: istiken: 00-des-Monats 32417777.html?xbl category 38923Community – Thunderbird Mail DE: https://www.thunderbird-mail.de/cms/Wachstum: der-nutzen-Mail-Client-Thunderbird3038489.htmlFür Thunderbird spenden: /5 Ein E-Mail Konto im E-Mail Programm einrichten5.1 Die ZugangsdatenDie Mailboxen befinden sich hinter einer bestimmten Webadresse (d.h. an einem bestimmten Server bzw. bei Großprovidern wie gmail.com bei einem Verbund mehrerer Server). Fürdie Anbindung bzw. den Zugang brauchen Sie von Ihrem Dienstleister: Die Webadresse des IMAP-Servers (zur Verwaltung der Mailbox) Die Webadresse des SMTP-Servers (zum Senden von E-Mails) Ihre E-Mail Adresse (z.B. [email protected]) sowie das zugehörige Passwort. Angaben wie Port und Art der Verbindungssicherheit sind hilfreich, vor allem wenn diemodernen Standardwerte vom Server nicht eingehalten werden:– Standardwerte IMAP: Port 143, STARTTLS, Verschlüsseltes Passwort– Standardwerte SMTP: Port 587, STARTTLS, Passwort normalTipp: Manchmal kennen die E-Mail Programme die nötigen Einstellungen aus ihren Datenbanken. Funktioniert die Anbindung auf Anhieb nicht, probieren Sie andere Auswahlmöglichkeiten der Einstellungsdialoge.Tipp: Wählen Sie immer „STARTTLS“ (bevorzugt) oder „SSL/TLS“ für die Verbindungssicherheit, niemals „Keine“ (sonst wäre Ihr Datenaustausch mit dem Server nicht zen Seite 6 von 22

Tim Reeves Internet Services5.2 Thunderbird – Konto anbinden1. Das Hauptmenü ggf. einschalten: Rechtsklick knapp unterhalb der Titelleiste, Häkchenbei „Menüleiste“ setzen.2. Im Hauptmenü „Extras Konten-Einstellungen“ (Linux: Bearbeiten statt Extras)3. Im Dialog „Konten-Einstellungen“ die Dropdown-Liste „Konten-Aktionen“ öffnen und „EMail Konto hinzufügen“ wählen.4. Im Dialog „Konto einrichten“ Ihr bürgerlicher Name (bzw. bel. Name des Kontos) sowiedie E-Mail-Adresse und das Passwort eingeben. Ich empfehle, bei „Passwort speichern“das Häkchen zu setzen, sonst muss bei jedem Abfragen des Servers das Passworterneut eingegeben werden. Thunderbird speichert es verschlüsselt und nur lokal aufIhrem Rechner.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 7 von 22

Tim Reeves Internet Services5. Findet Thunderbird keinen Rat in seinen Datenbanken zu E-Mail-Providern, so macht ereinen Vorschlag, der meistens falsch liegt. Hier sieht man, dass er mit „imap.“ und„smtp.“ bei den Servernamen falsch liegt, und die Domain „@werteagentur.net“ vomBenutzernamen entfernt hat:In solchen Fällen auf „Manuell bearbeiten“ klicken und die vom Provider mitgeteiltenWerte einsetzen, zum Beispiel:Nicht alle Mailserver verkraften bei SMTP STARTTLS ein verschlüsseltes Passwort (dievon der Werteagentur verwalteten Server schon). Nach dem Korrigieren der Werte auf„Erneut testen“ klicken; wenn Thunderbird damit glücklich ist, dann auf „Fertig“.Achtung: Direkt nach dem Anbinden kann es gut sein, dass Thunderbird die am Servervorhandenen Standardordner (s. nächstes Kapitel) nicht sofort registriert. Machen Sieeinen Neustart von Thunderbird – dann findet er sie doch, und in den meistenFällen wird ihre Nutzungsart (für Entwürfe, für Spam etc.) vom Server mitgeteilt undvon Thunderbird richtig übernommen – auch für den Spam-Ordner.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 8 von 22

Tim Reeves Internet Services5.3 Thunderbird – Konto-EinstellungenHier gehen wir nur auf die wichtigsten Pro-Konto Einstellungen ein; es gibt insgesamt vielemehr, die sich entweder erschließen oder im Normalfall nicht benötigt werden. Los geht‘s:Im Hauptmenü „Extras Konten-Einstellungen“ (Linux: Bearbeiten statt Extras) und dann inder Kontenliste (linke Seite) direkt auf den Namen eines Kontos. Sind die Unterpunkte nichtsichtbar, öffnen Sie sie durch Klick auf dem Pfeilkopf „ “.5.3.1 Allgemeine Einstellungen Die Antwortadresse braucht nur dann ausgefüllt zu werden, wenn Antworten nicht anden Absender, sondern an eine andere, bestimmte Adresse gehen sollen. Der Postausgangs-Server ist zunächst der, der bei der Kontoanbindung angegebenwurde; haben Sie weitere, können Sie einen aus der Dropdown-Liste wählen. Interessant ist hier die Möglichkeit, eine Signatur einzutragen; diese wird beim Verfasseneiner neuen E-Mail automatisch am Ende des Textes eingefügt. Wer HTML kann, kannsich manuell eine schöne Signatur erstellen. Eine schön formatierte Unterschrift samtGrafik geht auch ohne HTML-Kenntnisse, gemäß dieser uments/IMZ/it/Anleitungen/E-Mail/Kurzanleitung Signatur Thunderbird.pdfDabei wird eine vollständige HTML-Datei erzeugt, was auch funktioniert; gebraucht wird nur der Teildavon zwischen body und /body .E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 9 von 22

Tim Reeves Internet Services5.3.2 Server-EinstellungenOben stehen die von der Anbindung ermittelten Werte, die normalerweise nicht mehr geändert werden müssen. Interessant wird es bei:Beim Löschen einer Nachricht „In diesen Ordner verschieben“ [Standardwert] entspricht dem von Dateien vertrautenUmgang mit einem Papierkorb. Die Dropdown-Liste erlaubt, aus sämtlichen angebundenen Ordnern des Kontos zu wählen; der gewählte Ordner (egal wie er heißt) wird vonThunderbird automatisch mit der Eigenschaft ‚Papierkorb‘ versehen. Wird das RadioButton gewählt aber kein Ordner ausgewählt (in der Dropdown steht noch „Ordner auswählen.“), so wird beim Löschen in den Papierkorb des E-Mail Kontos verschoben. DieseWahl besser beibehalten, da die E-Mail Auflistungen sonst die gelöschten E-Mails enthalten und damit unübersichtlich werden. „Als gelöscht markieren“ markiert die E-Mail lokal sowie am Server als gelöscht, ohnedass zunächst sonst etwas damit passiert. Die Markierung wird von Thunderbird mit rotem „X“ und durchgestrichenem Betreff angezeigt. Die endgültige Löschung erfolgtdann, wenn der Ordner in dem sie sich befinden aufgeräumt wird – siehe Kapitel 5.4. „Sofort entfernen“ tut nicht, was man erwarten würde: Auch in diesem Fall wird dieNachricht als gelöscht markiert, und in Thunderbird nicht mehr angezeigt (aber in anderen Programmen weiterhin, als gelöscht – der Vermerk des nicht Anzeigens ist eine reinlokale Sache in Thunderbird).E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 10 von 22

Tim Reeves Internet Services Nachrichtenspeicher „Bereinigen („Expunge“) des Posteingangs beim Verlassen“ [Standardwert: Aus] ergibtnur dann Sinn, wenn man „Als gelöscht markieren“ oder „Sofort entfernen“ gewählt hat,denn nur in diesen Fällen sind die „gelöschten“ Mails (als gelöscht markiert) noch vorhanden. Und beim Verschieben aus dem Posteingang in einen anderen Ordner wird dieE-Mail gleich physisch aus dem Posteingang entfernt. „Papierkorb beim Verlassen leeren“ [Standardwert: Aus] macht nur Sinn, wenn man beimLöschen in den Papierkorb verschieben lässt (s. oben), sonst hat ein Ordner namens„Trash“ keine Sonderrolle.Mehr dazu im Kapitel: 5.4 E-Mails löschen – hinter den Kulissen5.3.3 Kopien & OrdnerDie Elemente sind selbsterklärend, die Standardwerte stimmen für normale Benutzung.Nachrichtenarchiv: Im Dialog „Archivoptionen“ kann man wählen, ob das Archiv ein Ordner, Jahres- oder Monatsordner sein soll. Zur Archivierung reicht dann ein Rechtsklick aufdem Betreff einer E-Mail und „Archivieren“ aus dem Kontextmenü wählen – oder nocheinfacher, auswählen und auf der Tastatur „a“ drücken.Menschen, die viele E-Mails aufbewahren sind allerdings besser beraten, dafür eigene, themenspezifische Ordner anzulegen.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 11 von 22

Tim Reeves Internet Services5.3.4 Verfassen & AdressierenDie Elemente sind selbsterklärend, die Standardwerte stimmen für normale Benutzung.Interessanter sind die „Globale Einstellungen.“ (direkt erreichbar über:„Extras [bzw. Bearbeiten] Einstellungen Verfassen“).Die selbsterklärende Angaben sind dort auf drei Reiter verteilt. Nützlich dabei ist die Möglichkeit, Schriftart, -größe und -farben zu wählen, um den eigenen E-Mails eine persönlicheNote zu geben.E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 12 von 22

Tim Reeves Internet Services5.3.5 Junk-Filter „Junk-Filter für dieses Konto aktivieren“ [Standardwert: Ein] Thunderbirds eigener SpamFilter wird auf eintreffende E-Mails angewandt. Dies stellt eine zweite, zusätzliche Verteidigungslinie dar, nach den Antispam-Maßnahmen des Servers. Der Filter lernt jedes Mal,wo der Benutzer manuell eine E-Mail als „Junk“ bzw. „Kein Junk“ einstuft; nach einerLernphase ist er erfahrungsgemäß sehr hilfreich.Wenn der Absender einer E-Mail in einem der ausgewählten Adressbücher sich befindet,dann wird die E-Mail auf keinen Fall als Junk eingestuft. „Junk-Kopfzeilen dieses externen Filters vertrauen“ [Standardwert: Aus] Es gibt ein paargängige Spam-Filter, die am Server zum Einsatz kommen können; sie stehen in derDropdown-Liste. Je nachdem, wie der Server konfiguriert ist, werden als Spam eingestufte E-Mails entweder gelöscht, in den Spam-Ordner verschoben, oder in ihrem Betreffentsprechend gekennzeichnet. Die obige Thunderbird-Option bezieht sich auf den Fallder Kennzeichnung im Betreff – ggf. behandelt Thunderbird die Mail dann ohne weitere,eigene Untersuchung als Spam.Die Server der Werteagentur verwenden zwar den Platzhirsch SpamAssassin, sind aberso konfiguriert dass der SpamAssassin vermeintliche Spams in den Spam-Ordner verschiebt. In diesem Fall bringt das Einschalten dieser Option nichts. „Neue Junk-Nachrichten verschieben in“ [Standardwert: Aus] Falls der E-Mail Server vonihm erkannten Spams in einen bestimmten Ordner verschiebt, so macht es viel Sinn,Thunderbird gleich zu schalten, damit Spams – egal von wem erkannt – alle in den gleichen Ordner landen. Wie viele Server hierzulande, verschieben die Server der WerteE-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 13 von 22

Tim Reeves Internet Servicesagentur Spams in den Ordner „Spam“ (und nicht „Junk“ - s. Kapitel 3.2). Für diesen Fallzeigt die obige Darstellung die korrekte Einstellung, die hier unten die falsche:5.3.6 Synchronisierung & SpeicherplatzNachrichten-Synchronisation „Nachrichten dieses Kontos auf diesem Computer bereithalten“ [Standardwert: Ein] Istdiese Option eingeschaltet, so lädt Thunderbird die Nachrichten vollständig herunter undhält sie lokal bereit. So können sie auch dann gelesen werden, wenn gerade keine Internetverbindung zur Verfügung steht. Sie können auch auf z.B. Stick oder externe Festplatte archiviert werden. Bei ausgeschalteter Option lädt Thunderbird nur die sog. „Kopfzeilen“ herunter (Von, An, Betreff etc.), den Nachrichtenrumpf erst dann und nur vorübergehend, wenn der Bediener sie lesen will. Diese Betriebsart stammt eher aus einerVergangenheit von kleinen Festplatten und langsamen Internetverbindungen, sie istheute nicht mehr zeitgemäß. Unter „Erweitert.“ kann man diese Eigenschaft pro Kontound Ordner individuell gestalten.SpeicherplatzIn diesem Abschnitt wird verfeinert auf das vorige Thema eingegangen. Angenommen,man lässt die Nachrichten generell herunterladen, so kann man im ersten Abschnitt hiereinschränkende Kriterien dazu vereinbaren.Im zweiten Abschnitt geht es hingegen um das automatische und endgültige Löschen vonNachrichten nach bestimmten Kriterien. Die Radio-Button Optionen nach „Keine Nachrich-E-Mail-Konten-Einrichten-und-benutzen Seite 14 von 22

Tim Reeves Internet Servicesten“ löschen nach Anzahl bzw. Alter – das werden die wenigsten Bediener wollen. DieStandardwerte – wie oben abgebildet – sind für den Normalfall passend.5.3.7 Empfangsbestätigung (MDN)Hier geht es darum, (a) ob man automatisch eine vom Empfänger verlangt, und (b) wie damit umzugehen ist, wenn eine eintreffende E-Mail eine verlangt.MDN steht für Message Disposition Notification, hier ein Auszug dazu bzgl. E-Mail aus demWikipedia-Eintrag zu MDN: Bei E-Mails spricht man gewöhnlich von Lesebestätigung, obwohl hier technisch eine unsichere MDN zum Einsatz kommt. Der Absender kann sein Mailprogramm so konfigurieren, dass der Empfänger der Mail den Erhalt bestätigen sollte. Allerdings kann der Empfänger sein Mail-Programm so einstellen, dass nie eine Bestätigungssendung zurückgesendet wird (also ignoriert wird), oder dass er jedes mal gefragtwird, ob eine Lesebestätigung gesendet werden soll.Fazit: Da ohnehin keinerlei Garantie besteht, am Besten ausgeschaltet lassen (Standard).5.3.8 S/MIME-SicherheitDieses Thema ist in der heutigen Zeit zunehmend wichtig – aber leider alles andere als Trivial zu implementieren, da Sender und Empfänger vorher kryptographische Schlüsseln erzeugen und austauschen müssen. Daher verdient das Thema ein eigenes Dokument.5.4 E-Mails löschen – hinter den KulissenAuch „gelöschte“ E-Mails sind – abhängig von den Einstellungen – evtl. nicht endgültig gelöscht. Für Interessierte werden, am Beispiel von Thunderbird sowie mithilfe der Gegenkontrolle in Roundcube Webmail, die verschiedenen Optionen und deren Verhalten erläutert.5.4.1 IMAP-ProtokollIMAP (hier die Spezifikation RFC 3501 von 2003) sieht in dieser Hinsicht zwei Befehle vor: STORE – hiermit werden Eigenschaften einer E-Mail gesetzt. Das „Löschen“ einer E-Mailwird durch das Setzen des „gelöscht“ Kennzeichens (Deleted flag) bewerkstelligt. EXPUNGE – hiermit werden aus dem vorher ausgewählten Ordner alle als „gelöscht“markierten E-Mails endgültig entfernt.Tja, und das war‘s auch schon – in der ursprünglichen, noch gültigen Spezifikation.Diese bewusst gewählte Gestaltung dient dazu, dass der Server (bzw. auch ein Client, dereine Kopie der am Server vorhandenen Mails vorhält) schnell antwortet während der normalen Arbeit des Benutzers: Das Setzen eines Kennzeichens geht sehr schnell im Vergleichzum physikalischen Löschen einer E-Mail. Ferner kann der Benutzer eine versehentlich gelöschte E-Mail wieder erhalten.Die Arbeit des physikalischen Löschens wird dann „in einem Aufwasch“ erledigt – EXPUNGElöscht endgültig alle in einem Ordner als gelöscht markierten E-Mails.Die fehlende Möglichkeit, zeitnah und individuell mit z.B. dem Verschieben von E-Mails zwischen Ordnern wurde in zwei späteren Pr

Tim Reeves Internet Services Fazit: Wer als Privatperson nur ein Mailkonto nutzt, und die E-Mails nicht selber archivie- ren will, kann sich die Arbeit mit einem E-Mail Programm sparen und Webmail verwenden. Für alle darüber hinausgehende