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Schulprogramm 2012/2013Schulprogramm HQSFortschreibungfür das Schuljahr 2012/2013129.10.2012

Schulprogramm 2012/201329.10.2012Inhaltsverzeichnis123Präambel . 3Rahmenbedingungen . 3Leitbild . 53.1Leitideen . 53.2Lernumgebung . 53.2.1Gesunde Schule . 53.2.2Lesekonzept . 83.2.3Fremdsprachenkonzept. 83.2.4Forscherkonzept . 93.2.5Medienkonzept . 93.2.6Demokratiekonzept . 103.2.7Übergangskonzept. 103.3Förder- und Fordermaßnahmen . 113.3.1Allgemeines Förderkonzept. 113.3.2Sprachförderkonzept . 123.3.3Vorklassenkonzept . 133.4Betreuungs- und Lernangebote im außerunterrichtlichen Bereich . 133.4.1Konzept “Ganztägiges Lernen” . 133.4.2Arbeitsgemeinschaften . 143.4.3Betreuungsangebot . 143.5Regeln und Vereinbarungen . 143.6Kooperationen . 153.6.1Elternmitarbeit . 153.6.2Schulnetzwerke . 163.6.3Museumskonzept . 164 Arbeitsprogramm Schuljahr 2011/2012 . 164.1Entwicklungsvorhaben . 164.22Fortbildungskonzept. 20

Schulprogramm 2012/201329.10.20121 PräambelDas vorliegende Schulprogramm der Hans-Quick-Schule basiert auf den Grundsätzen undrechtlichen Grundlagen des Hessischen Schulgesetzes1 und bezieht die Empfehlungen desHessischen Referenzrahmens für Schulqualität2 ein. Es beschreibt zum einen dieVoraussetzungen und Bedingungen unserer Schule, zum anderen vereinbarte pädagogischeKonzepte unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit sowie den lebendigen Prozess tschreibungvonEntwicklungsvorhaben. Unser Schulprogramm entsteht in enger Kooperation aller Kolleginnenund Mitarbeiterinnen der Gesamtkonferenz der Hans-Quick-Schule und in Anhörung derElternbeiräte sowie der Zustimmung der Schulkonferenz. Die Inhalte des Schulprogrammsliegen zur Kommunikation auf unserer schuleigenen Homepage3.2 RahmenbedingungenBei der konkreten Gestaltung unserer Bildungs- und Erziehungsprozesse beziehen wir demQualitätsbereich I des Hessischen Referenzrahmens4 entsprechend unsere personellen undsachlichen Ressourcen, die zur Verfügung stehenden Unterstützungssysteme undBildungsangebote sowie das soziale Umfeld unserer Schulgemeinde mit ein. Räumliche Situation und AusstattungDie Hans-Quick-Schule liegt in einem Wohngebiet am Rande der ländlichen GemeindeBickenbach an der Bergstraße. Sie besteht aus einem Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaftzu der Kindertagesstätte „Sonnenland“. Für zahlreiche Bewegungsangebote während und nachder Unterrichtszeit dient neben der kreiseigenen Turnhalle ein kindgerecht gestalteter Schulhof.Für unsere pädagogische Arbeit stehen neben den Klassenräumen das Bewegungszentrum, einComputerraum, aktuell nur eine Forscherecke, ein mehrfunktional genutzter Musikraum, dieSchülerbücherei „Lesenest“, ein Betreuungs- sowie ein Ganztagsraum und einMultifunktionsraum für Elterngespräche, Sprachförderung und Streitschlichtung zur Verfügung.Einem flexiblen Raumkonzept entsprechend werden alle Funktions- und Klassenräumegemeinsam mit dem Ganztägigen Lernen bzw. der Betreuung und den Kinderkursen genutzt.Während zum Schuljahr 2012/2013 unsere Mensa mit ca. 50 Essplätzen fertiggestellt wurde,sind für das kommende Schuljahr ein Um- bzw. Anbau weiterer Klassen- und Gruppenräumesowie diverser Renovierungsmaßnahmen beispielsweise zum Brand- und Sonnenschutz geplant. Schülerinnen und SchülerIm Schuljahr 2012/2013 verteilen sich 217 Schülerinnen und Schüler verschiedenerNationalitäten auf 2 erste, 3 zweite, 3 dritte und 3 vierte Klassen. Unsere Vorklasse besuchen zurZeit 11 Schülerinnen und Schüler aus Bickenbach und den Nachbargemeinden Alsbach undHähnlein. Etwa 3 % der Kinder sind ausländischer Herkunft. Als zusätzliches Angebot zurSprachförderung zukünftiger Schulkinder bieten wir einen 5-stündigen Vorlaufkurs für 12Kinder der benachbarten Kindertagesstätte „Sonnenland“ in unserer Schule an.1Vgl. Hessisches Schulgesetz § 2Vgl. Hessischer Referenzrahmen tml4Hessischer Referenzrahmen Schulqualität, S. 8 ff23

Schulprogramm 2012/201329.10.2012 LehrkräfteAn der Hans-Quick-Schule in Bickenbach unterrichten im Schuljahr 2012/2013 dreizehnLehrkräfte,inklusive der Rektorin und stellvertretenden Schulleiterin, sowie 3Referendarinnen, in den Klassen 1 bis 4 sowie eine Vorklassenleiterin. Zwei Förderschullehrerübernehmen in Abordnung verantwortlicher Förderschulen eine zielgerichtete Unterstützungder Regelschullehrkräfte bei der besonderen Förderung zu inkludierender Kinder parallel zumKlassen- bzw. Fachunterricht. Zusätzliche Sprachförderung erhalten sprachauffällige Kindernach eingehender Diagnose von einer Sprachförderlehrkraft der Schule am Kiefernwäldchen inGriesheim. Den evangelischen und katholischen Religionsunterricht decken unter anderem zweiPfarrreferentinnen aus Seeheim-Jugenheim und die evangelische Pfarrerin der GemeindeBickenbach ab. Die Leitung des Ganztägigen Lernens im Profil 1 übernimmt eineSozialpädagogin mit einer vollen Stelle in Kooperation mit der Schulleitung und in Absprachemit allen Lehrkräften. Vertretungsvereinbarungen bei UnterrichtsausfallIm Rahmen der Verlässlichen Schule sorgen wir dafür, dass nach dem zu Schulbeginnvereinbarten Stundenplan kein Unterricht ausfällt. Vertretungsstunden werden durchzielgerichtete Mehrarbeit einzelner Lehrkräfte, durch jahrgangs- und stufenübergreifendeAufteilung der Schülerinnen und Schüler in anderen Klassen, durch Zusammenlegen einzelnerLerngruppen sowie durch den Einsatz kompetenter und vertrauenswürdiger Kräfte ausunserem Vertretungspool oder Praktikanten gestaltet. AusbildungZurzeit bieten wir für drei Referendarinnen einen Ausbildungsplatz für dieFächerkombinationen Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Deutsch und Sport an. Im Laufedes Schuljahres werden Schülerinnen und Schüler der benachbarten Gymnasien Schulpraktikaan der Hans-Quick-Schule absolvieren. Alle Lehrerinnen des Kollegiums betreuen angehendeStudenten vor dem Studium sowie Praktikanten der Universitäten Karlsruhe, Heidelberg,Frankfurt und der evangelischen Fachhochschule in Darmstadt. VerwaltungIn unserer Verwaltung arbeitet eine hauptamtliche Sekretärin. Für den technischen Bereich istein Hausmeister ganztägig zuständig. Die Arbeitsagentur Darmstadt stellt uns Kräfte zurUnterstützung unserer Verwaltungs- und pädagogischen Arbeit zur Verfügung. LernbegleiterinnenLernbegleiterinnen verschiedener Organisationen begleiten und unterstützen einzelne Kindermit Beeinträchtigungen während des Schulalltags in Absprache mit den jeweiligen Klassen- bzw.Fachlehrerinnen und den Eltern. Ehrenamtliche MitarbeiterJede Klasse unserer Schule hat die Möglichkeit, zahlreiche Angebote verschiedener Lernpaten rmaßnahmenund/oderVorlesemöglichkeiten während der Unterrichtszeit zu nutzen. Auch während der verlängertenLernzeit bereichern Menschen das Ganztägige Lernen durch Arbeitsgemeinschaften,Lesetraining oder Hausaufgabenbegleitung. Zudem gibt es engagierte Eltern, die regelmäßigeLesezeiten im Lesenest, die Betreuung unserer Forscherkisten, die Mitgestaltung vonArbeitsgemeinschaften im schulischen Bereich sowie die Organisation des Fördervereins und4

Schulprogramm 2012/201329.10.2012die damit verbundenen Arbeiten beispielsweise bei der Planung und Durchführung derKinderkurse übernehmen.3 Leitbild„Mehr Zeit für spannendes und entspanntes Lernen“Unser Leitbild setzt Maßstäbe für gemeinsam vereinbarte und zukünftigeSchulentwicklungsprozesse an unserer Schule. Auf den Qualitätsbereich II, den Zielen undStrategien der Qualitätsentwicklung des Hessischen Referenzrahmens5 basierend, haben wir einauf drei Säulen aufbauendes Arbeitsprogramm konzipiert. Hier wollen wir wichtige Bausteineschulischer Entwicklung berücksichtigen, in dem wir in Kooperation mit allen beteiligtenPartnern die uns anvertrauten Kinder ihren individuellen Stärken entsprechend in einergeeigneten Lernumgebung früher, nachhaltiger und intensiver fördern und fordern.3.1 LeitideenWir wollen alle Schülerinnen und Schülern durch gemeinsam gestaltete und evaluiertepädagogische Schwerpunkte zu Orientierung und Selbstorganisation in ihrem eigenenAlltagsleben befähigen, sie zum produktiven Umgang mit Lerninhalten ermutigen und sie zurOffenheit gegenüber der Individualität ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler anregen. Dazunutzen wir zur Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens die Möglichkeiten der innerenDifferenzierung des Unterrichts, offener Unterrichtsformen, klassenübergreifender Projekte,Umsetzung der individuellen Förderpläne und schuleigene, kompetenzorientierte Konzepte.3.2 LernumgebungUnsere erste Säule steht auf der Grundlage des Qualitätsbereichs V6 des HessischenReferenzrahmens für die Gestaltung einer anregenden Lernumgebung, in der sich alleBeteiligten durch einen offenen und respektvollen Umgang miteinander wohl fühlen.Vereinbarte Regeln, die von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam erarbeitet wurden sowiealtersgemäße Rituale tragen zu einem nachhaltig guten Schulklima bei.3.2.1Gesunde SchuleWir haben im Schuljahr 2010/2011 von der damaligen Kultusministerin Frau Dorothea Henzlerdas Gesamtzertifikat „Gesundheitsfördernde Schule“ erhalten. Entsprechend derCharakterisierung einer „Gesundheitsfördernden Schule“ von Siegfried Seeger7 haben wir alsFortschreibung bestehender Maßnahmen zum gesunden Lernen, Spielen und Arbeiten einegemeinsame Schulentwicklung in den Bereichen Bewegung, gesunde Ernährung im Ganztag undDemokratiebildung vereinbart. Unsere Ziele sind eine kompetenzorientierte Bildung undErziehung unserer Schülerinnen und Schüler durch offene Unterrichtskonzepte während desUnterrichts und im Ganztag, das Nutzen vorhandener Fachräume sowie kooperatives Arbeitenin Netzwerken mit außerschulischen Partnern hinsichtlich des Bildungs- und Erziehungsplans inHessen. Wir wollen einen Beitrag zur Förderung gesundheitsbezogener Kompetenzen durchbewährte und neue gemeinsame Projekte leisten. Zur Erweiterung unserer Ressourcen undPotentiale für neue Entwicklungsvorhaben wollen wir die Vernetzung mit Nachbarschulen unddie zielgerichtete Gestaltung unseres Fortbildungskonzepts nutzen.5Hessischer Referenzrahmen Schulqualität, S. 14 ffHessischer Referenzrahmen Schulqualität, S. 21 ff7Hessisches Kultusministerium, Schule & Gesundheit, Grundlagenpapier S&G 2008, S.2365

Schulprogramm 2012/201329.10.20123.2.1.1BewegungskonzeptBewegung fördert die körperliche, seelische und soziale Entwicklung der Kinder, weshalb wiruns gemeinsam auf den Weg begeben, ein bewegtes Schulklima zu schaffen. DasBewegungskonzept „Schule in Bewegung“ stellt dabei den ganzheitlichen Aspekt in denVordergrund.Regelmäßig nutzen die Schüler die vorhandenen Bewegungs- und Entspannungsangebote imUnterricht, welche entscheidend für das Wohlbefinden der Kinder sind. Der Pausenhof mit denPausenspielgeräten und unser Bewegungszentrum mit der Kletterwand motiviert zur täglichenBewegung. Durch diese Bewegungsanlässe werden verstärkt die Wahrnehmung und dieKonzentrationsleistung individuell gefördert. Zusätzlich zu den täglichen Bewegungszeiten gibtes regelmäßig sportliche Veranstaltungen, die die „Bewegte Schule“ widerspiegeln. Ergänzt wirddas Bewegungsangebot durch einen regelmäßig stattfindenden Schwimmunterricht für diedritten Klassen, verschiedene Sportveranstaltungen der Schulgemeinde wie dieBundesjugendspiele oder der traditionelle Sponsorenlauf „Bickenbach rennt“, die Teilnahme anSportwettbewerben, das Veranstalten von Schul- oder Klassenfesten mit sportlichemSchwerpunkt, das Anbieten von schulischen Arbeitsgemeinschaften wie Schach, Tanzen undAkrobatik oder außerschulischen Angeboten des Fördervereins wie Ropeskipping, Tennis oderFußball.3.2.1.2VerkehrskonzeptDurch die Vermittlung verkehrsspezifischer Kenntnisse und die Schulung von Wahrnehmungs-,Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit möchten wir die Schülerinnen und Schüler befähigen,sich sicherheitsbewusst und verkehrsgerecht im Straßenverkehr zu bewegen und darüberhinaus ein kritisches Verständnis für den Verkehr und seine Komponenten zu entwickeln.Dazu binden wir die Verkehrserziehung in den fächer- und/oder stufenübergreifendenUnterricht ein. Bei regelmäßigen Unterrichtsgängen werden die Schülerinnen und Schülerermutigt, Gefahrenquellen selbst zu erkennen und einzuschätzen. Zudem leiten wir dieSchülerinnen und Schüler an, angemessene Verhaltensweisen bei Unfällen oder anderenNotsituationen zu erwerben. Während gemeinsamer Aktionen wie „Zu Fuß zur Schule“ oder dasSammeln der „Grünen Meilensteine“ für den Klimaschutz sowie etlicher Ausflüge im Realverkehroder dem Fahrradtraining der 4. Klassen beziehen wir die Eltern gern als Vorbilder mit ein.3.2.1.3ErnährungskonzeptUnsere Schüler sollen durch einen gesunden Körper ihre kognitiven, sozialen und emotionalenFähigkeiten möglichst optimal entwickeln können. Dazu benötigen sie zum einen dieMöglichkeit, sich während des Schultages ausgewogen und gesund zu ernähren, zum anderenein Basiswissen über Ernährung und Verbraucherbildung. Damit können sie auch im häuslichenRahmen über ihre eigene Ernährung nachdenken und allmählich zunehmende Verantwortungfür diese übernehmen. Insgesamt sollen die Kinder in Zusammenarbeit mit ihren Elternhäusernzu ernährungs- und verbraucherbewussten Kompetenzen angeleitet werden. Dazu gehörenInformation der Eltern bereits vor Schulbeginn und im Verlauf der Schulzeit, Trinkwasser in denKlassen, ein gemeinsames, ausgewogenes (möglichst zuckerfreies) Frühstück in den Pausen,regelmäßige Unterrichtseinheiten und Projekte in allen Klassen zu den Themen ,,GesundeErnährung“ und ,,Wo kommen unsere Lebensmittel her“, Koch- und Backaktionen in derSchulküche und wenn möglich die Teilnahme an Wettbewerben (z.B. Lidl-Fitnesscup) sowie derBesuch von Theaterstücken oder Ausflügen mit passendem Programm (z.B. zumStreuobstwiesenzentrum Eberstadt). Wir bieten allen Kindern unserer Schule die Möglichkeit6

Schulprogramm 2012/201329.10.2012an, eine warme Mahlzeit nach dem Unterricht einzunehmen. Hier bemühen wir uns, inKooperation mit dem jeweiligen Essenslieferanten, eine ausgewogene Ernährung mitheimischen Produkten anzubieten. Familien, die einer finanziellen Unterstützung bedürfen,erhalten sowohl vom Förderverein als auch von Essens-Paten das Geld für die eptWir wollen in allen Klassen das soziale Lernen fördern, die Kommunikation verbessern undKonflikte konstruktiv bearbeiten lernen, da schulische Lernerfolge nur in einem vongegenseitiger Wertschätzung und Akzeptanz geprägten angstfreien Klassen- und Schulklimamöglich sind. Durch unser Gewaltpräventionskonzept soll die Hans-Quick-Schule zu einem Ortmöglichst gewaltfreien Miteinanders gestaltet werden, in dem sich alle Mitglieder unsererSchulgemeinde wohl fühlen. Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen sind inZusammenarbeit und Vernetzung mit verschiedenen Kooperationspartnern entwickelt wordenund sind integrativer Bestandteil des täglichen Unterrichts sowie der außerunterrichtlichenBetreuungszeiten.Im Übergangskonzept Kindergarten-Grundschule im Rahmen des Bildungs- undErziehungsplans zum Thema „starke Kinder“ machen die zukünftigen Schulkinder ersteErfahrungen in angstfreier, vertrauter Umgebung mit den Lehrkräften, hospitieren einen Tag inden ersten Klassen unserer Schule, erfahren in den Patenschaften der 3. 4. Klassen etwas überunser soziales Projekt „Groß hilft Klein“ und erleben spielerisch die Schutzburgenpatenschaftder Gemeinde Bickenbach in Kooperation mit der Jugendförderung Bickenbach.Als Schulkind sind sie eingebettet in ein intensiv und nachhaltig gespanntes Netz derEntwicklung und Förderung sozialer Kompetenzen durch regelmäßige Übungen zum sozialenLernen, unsere vereinbarten Regeln und Rituale im Schulalltag, den offenen, gemeinsamenUnterrichtsanfang, Helfersystem in allen Klassen, in Kooperation mit der Betreuung, inzahlreichen Projekten, fächerübergreifenden Themen und Arbeitsgemeinschaften sowie den gutvorbereiteten Übergang in die weiterführende Schule. In Problemsituationen binden wir sowohldie Eltern als auch außerschulische Unterstützungssysteme wie das Staatliche Schulamt, dasZentrum für schulische Erziehungshilfe oder die Erziehungsberatungsstelle in Pfungstadt mitein. Schulinterne sowie -externe Fortbildungen, Materialsammlungen von Interaktionsspielenund dem Streitschlichterkonzept dienen der Professionalisierung der Lehr- ke der Umwelterziehung an der Hans-Quick-Schule ist ein praxisorientierter,lebensnaher Unterricht, der den Erwerb umweltbewusster Kompetenzen mit Kopf, Herz undHand ermöglicht. Erlebnis und Erfahrung, Selbständigkeit, Identifikation und Verantwortungsgefühl stehen im Sinne einer konsequenten pädagogischen Auseinandersetzung mit dem ThemaUmweltschutz gleichberechtigt neben kognitiven Fertigkeiten. Dazu nutzen wir imfächerübergreifenden Unterricht in den Lernbereichen Mathematik, Deutsch, Sachunterricht,Englisch, Sport, Kunst und Religion zahlreiche Angebote wie Buchausstellungen, Ausflüge in dieNatur, Untersuchungen mit dem Mikroskop, Unterrichtseinheiten zum Energieverbrauch oderKennenlernen erneuerbarer Energien. Wichtig ist uns die unmittelbare Übernahme vonVerantwortung für die Umwelt durch eigenes Tun, wie Mülltrennung, Frühstück in Dosen,Wasserspender in der Mensa oder Pflanzen von Bäumen im Bickenbacher Wald.7

Schulprogramm 2012/201329.10.20123.2.2 LesekonzeptBereits im Vorschulbereich entwickeln und fördern wir die kognitiven Grundkenntnisse derzukünftigen Schulkinder in Kooperation mit der Kindertagesstätte, um möglichst früh einfundiertes Leseinteresse zu wecken. Im Vorlaufkurs bemühen wir uns im Rahmen unseresSprachförderkonzepts um eine Verbesserung der Deutschkenntnisse ausländischer Kindersowie der Förderung ihrer Sprachkompetenz. In der Vorklasse bieten wir zahlreiche Angebotezur Entwicklung der phonologischen Bewusstheit und der Leseförderung schulpflichtiger, abernicht schulreifer Kinder.Im täglichen Leseunterricht aller Klassen findet eine intensive Ausbildung der phonologischenBewusstheit statt. Einige Klassen nehmen regelmäßig am FLOH-Lesefitnesstraining teil. Wirnutzen verschiedene Ganzschriften zur Förderung des Leseinteresses und der Herausbildungvon Lesestrategien und setzen Computer in Form von Lern- und Internetprogrammen wie„Antolin“ ein. Der Leseunterricht wird ergänzt durch wiederkehrende Leseereignisse wie dieVorlesetage oder das tägliche Vorlesen während der Frühstückspause. Zur Feststellung derLernentwicklung nutzen wir Lernstandserhebungen im 3. Schuljahr, Tempo- und VerständnisChecks, Stolperwörtertest und die Hamburger Leseprobe. Wir fördern das Leseinteresse und dasErarbeiten von Lesestrategien der DaZ-Kinder, der Kinder mit besonderen Lernschwierigkeitenoder Leseunlust und bieten teilweise eine spezielle Förderung von Kindern mit hoher Lesekompetenz durch Lesepaten an. Um die Grenzen der Leseaktivitäten über die Schule hinaus zuerweitern, binden wir so früh wie möglich die Eltern in unsere Lesearbeit mit ein. Nebenzahlreichen Informationseinheiten an Elternabenden, themenbezogenen Klassen- undSchulfesten freuen wir uns über eine regelmäßige Mitarbeit in unserer Schülerbücherei, dem„Lesenest“. Des Weiteren organisieren die Eltern Bücherflohmärkte, Autorenlesungen,Arbeitsgemeinschaften (z.B. Schülerzeitung), Buchpatenschaften und Vorleseaktionen.Zum Aufbau einer nachhaltigen Lesekultur dienen festgelegte Rituale innerhalb derSchulgemeinde wie Adventsmontage, Wort-Gottesdienste oder gemeinsame Feste. Diese wirdgefestigt durch Aktionen wie Groß-liest-für-Klein, Lesen an öffentlichen Orten, Autorenlesungen,Lesewettbewerbe, Lesewochen, Vorlesetage oder Tage des Buches.3.2.3 FremdsprachenkonzeptAn der Hans – Quick – Schule wird das Fach Englisch ab der 3. Klasse zweistündig pro Woche imKlassenverband unterrichtet. Darüber hinaus werden im Rahmen des ganztägigen Lernenswährend der pädagogischen Mittagsbetreuung und für alle Kinder, die kein Betreuungsangebotwahrnehmen, englische Arbeitsgemeinschaften angeboten. Hierzu zählen spielerisches Englischfür Kinder der ersten und zweiten Klassen sowie die englische Theater AG für die Jahrgänge dreiund vier.Mithilfe der Fremdsprachenangebote soll den Kindern ein spielerisches Eintauchen in dieenglische und gegebenenfalls auch spanische Sprache ermöglicht werden. Ferner sollen Neugierund Freude in der Begegnung mit dem fremden Sprach- und Kulturbereich gefördert bzw.erhalten werden. Die Vielzahl an Angeboten soll den Kindern aller Jahrgangsstufen eineBegegnung mit Fremdsprachen gewähren.Der Schwerpunkt liegt während der Grundschulzeit und im Besonderen zu Beginn desFremdsprachenlernens auf der Kommunikation, das heißt dem Hören und Sprechen. Dabeiunterstützen die Einsprachigkeit sowie Methoden der Wortschatzarbeit die Kinder in ihremLernprozess bestmöglich. Allen Fremdsprachenangeboten liegt ein handlungsorientierter8

Schulprogramm 2012/201329.10.2012Ansatz zu Grunde. Die Kinder „erfahren“ die neue Sprache insbesondere durch Lernspiele,Bewegungslieder, Reime, Rollenspiele und gestalterische Aufgaben. Der Unterricht orientiertsich an englischen Bilderbüchern und Geschichten. Lehrwerke stellen eine Ergänzung dar. UmNeugierde und Interesse an Fremdsprachen und Toleranz anderen Kulturen gegenüber zuentwickeln und zu verstärken, bieten wir einmal im Jahr einen internationalen Vorlesetag an.Dieser wird von Lehrkräften und Eltern in verschiedenen Sprachen gestaltet.Seit dem Schuljahr 2010/2011 gibt es eine enge Kooperation mit den benachbarten Grund- undweiterführenden Schulen zur Gestaltung der Bildungsstandards in Englisch. Diese Fachgruppebemüht sich darum, ein Portfolio des Frühenglischunterrichts an der Grundschule zu gestalten,indem sie gemeinsame Hospitationen in verschiedenen Schulformen auch in Englanddurchführt, geeignete Lernfelder und zu erwerbende Kompetenzen für die Grundschulediskutiert und zielführende Unterrichtsmaterialien austauscht.3.2.4 ForscherkonzeptMit der Forscherwerkstatt, die durch die Schulförderung der Firma Merck und demFörderverein der Hans-Quick-Schule finanziell und materiell unterstützt wird, haben wir einLernumfeld geschaffen, in dem alle Schülerinnen und Schüler von der Vorklasse bis zum 4.Schuljahr bereits früh an naturkundliche/naturwissenschaftliche und technische Bildungherangeführt werden. Die vorhandene Neugier und Begeisterung ermöglicht hierbei einenspielerischen Zugang und fördert das Interesse an naturwissenschaftlichen und technischenThemen.Der handlungsorientierte Unterricht soll individuelle Lernvoraussetzungen berücksichtigen undFragen oder Probleme aus der subjektiven Umwelt der Kinder aufgreifen. OffeneUnterrichtskonzepte sowie Differenzierung des Lernmaterials ermöglichen einen eigenenentdeckenden Zugang und problemorientiertes Lernen im Sachunterricht. Methoden derErkenntnisgewinnung werden angebahnt und Lösungsstrategien entdeckt. Zudem bietet dieForscherwerkstatt die Möglichkeit, Sprachkompetenz und soziale Kompetenz der Schüler/innenzu entwickeln und zu fördern. Forschendes Lernen in der Grundschule dient auch derVorbereitung auf die weiterführende Schule.Wir suchen die Forscherwerkstatt im Klassenverbund auf. Das Durchführen der Versuche wirdnach festen Regeln wie der Versuchsdurchführung, der Präsentation, dem Stellen vonVermutungen, dem anschließenden Skizzieren des Versuchs, der genauen Beobachtung und deseventuellen Erklärungsversuchs organisiert. Es gibt zahlreiche Forscherkisten mit Versuchen zuden Themenbereichen Wasser, Luft, Elektrizität, Chemie und Technik. Zudem könnenExperimentierboxen (z.B. Klima-Werkstatt) durch Lehrkräfte zum gezielten Einsatz imUnterricht ausgeliehen werden. Aus organisatorischen Gründen befinden sich dieForscherkisten während der Umbauzeit im Bewegungsraum und weitere Forscherutensilien imGanztagsraum. Das Forscherangebot wird durch verschiedene handlungsorientierte Projekteund Aktionen ergänzt wie dem Besuch der Kinder-Uni in Frankfurt zu ausgewählten Themen,dem Besuch des Juniorlabors an der TU Darmstadt des Fachbereiches Chemie mit Vor- undNachbereitung und der Teilnahme der 4. Klassen am Unterrichtsprojekt „TÜV-Kids“ zu denWahlthemen Strom, Druck und Mechanik ergänzt.3.2.5 MedienkonzeptZiel unseres Medienkonzeptes ist, das Lernen mit Medien systematisch in den Lernprozess zuintegrieren. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler in einer kritischen Auseinandersetzung9

Schulprogramm 2012/201329.10.2012die Einsatzbereiche von Medien und neue Formen der selbständigen Erarbeitung von Wissenkennenlernen und einüben.Sie erhalten im Unterricht und in Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit, differenzierteAngebote zu nutzen und eigene mediale Dokumente zu erstellen. Dazu finden während derUnterrichtszeit sowohl ein verpflichtender Einführungskurs, in dem die Grundlagen derComputerarbeit gelegt werden, sowie ein Aufbaukurs, dessen Schwerpunkt das Erlernen vonAnwendungsprogrammen und der Erwerb eines Internet-Führerscheins ist, statt. Ergänzt wirddie Computerarbeit durch freie Angebote, in denen die Schülerinnen und Schüler beispielsweisedas Erstellen von Präsentationen, das Gestalten einer eigenen Homepage oder die Kompetenzdes 10-Finger-Schreibens erlernen können.3.2.6 Demokratiekonzept„Demokratie lernen durch Erfahrung“ gehört zu den grundlegenden Aufgaben von Schule. DieEuropäische Union, der Europarat und die OECD haben sich darauf verständigt, dassDemokratie, Menschenrechte, soziale Inklusion und Nachhaltigkeit gemeinsame Ziele sind. Siesind Voraussetzung dafür, dass demokratische Gesellschaften bewahrt und die zukünftigenBürger Europas in einer globalen Wirtschaft wettbewerbsfähig sind. „Demokratie lernen durchErfahrung“ hat deshalb einen hohen Stellenwert im schulischen Alltag von Kindern undJugendlichen. Ziel des Demokratiekonzepts der Hans-Quick-Schule ist es, das Erlernengrundlegender Kompetenzen demokratischen Handelns systematisch in den Lernprozess zuintegrieren.Alle Kolleginnen haben sich im Schuljahr 2011/2012 auf den Weg zum Klassenrat gemacht. DieTeilschritte dorthin und der zeitliche Rahmen sind frei. Der Klassenrat ermöglicht gutenUnterricht. Das Klassen- und Lernklima wird positiv beeinflusst. Die Gemeinschaft wirdentwickelt und gestärkt. Die Qualität der Kommunikation im Klassenrat dient derGewaltprävention. Zu klärende Anliegen werden auf die Klassenratsstunde vertagt. Sie habenihren festen Platz. Dadurch kann der Unterrichtsalltag entlastet werden. Die Verantwortung fürdie Klärung der Anliegen verlagert sich zunehmend von der Seite der Erwachsenen auf die Seiteder Kinder.Seit diesem Schuljahr sind wir Mitglied des Modellschul-Netzwerks für Kinderrechte RheinMain. Gemeinsam mit dem Verein Makista (Macht Kinder stark für Demokratie) wollen wir dazubeitragen, dass Kinder von klein auf Respekt erfahren und Demokratie leben lernen. Zu unserengemeinsamen Aktivitäten gehören unter anderem der Klassenrat, Schülerversammlungen,Kindertage und Klassenprojekte zur Kinderrechten, Unterrichtseinheiten des soziale Lernenssowie die Teilnahme der Lehrkräfte

gemeinsam mit dem Ganztägigen Lernen bzw. der Betreuung und den Kinderkursen genutzt. Während zum Schuljahr 2012/2013 unsere Mensa mit ca. 50 Essplätzen fertigges