Transcription

AUSGABE 101 03.12.2014 www.investor-magazin.deAdler ModemärkteNur auf den erstenBlick langweiligCaledonia MiningBelohnt Dividende das Risiko?DEAGBlackheath nlos abonnieren unter www.investor-magazin.deTitelbild: Adler Modemärkte; Achim-Raschka / Wikipedia, Redaktion, RTL Group

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe iebe Leser!2Editorial3Aktie der Woche: Adler Modemär kte4Deutsche Aktien im Fokus: Deag, RTL, Advantag, VST5Kurz vorgestellt: Caledonia Mining6Rohstoffnews7Rohstoffpreise & Links8-9EmpfehlungslistenWieder einmal scheint sich alles um die 10.000 Marke zu drehen. Während die internationalen Aktienmärkte zuletzt zulegenkonnten, prallte der DAX an der runden Punktzahl erst einmalab. Dabei hat sie fundamental gesehen keine Bedeutung. Es istnur eine Zahl von vielen. Interessant ist vielmehr, wie es weitergehen könnte. Und da sehen wir mehr Licht als Schatten. DieBewertungen sind nicht günstig, aber das niedrige Zinsniveauwird noch jahrelang anhalten.Jede 4. Versicherung hat ein ProblemDas wiederum macht einigen institutionellen Investoren Probleme. Sie müssen versprochene Renditen erwirtschaften. Und diegibt es derzeit wohl nur am Aktienmarkt. Besonders deutlichwird das bei den Versicherungsunternehmen. Am Wochenendegab es dazu konkrete Zahlen von einem EU-weit durchgeführten Stresstest. Demnach fällt jede vierte Versicherung durch.Insgesamt 35 werden als gefährdet eingestuft. In einigen Jahrenwerden diese die versprochenen Rückzahlungen nicht mehrleisten können, wenn sich die Anleiherenditen nicht verändern.Im Klartext heißt das: wer eine Kapital-Lebensversicherungsein Eigen nennt, sollte mit niedrigeren Ausschüttungen rechnen. Demnach lauern die Gefahren vor allem in Ländern, indenen die Zusagen an die Kunden weit länger in die Zukunftreichen als die Laufzeit der Kapitalanlagen. Besonders inDeutschland und Österreich, aber auch in Schweden und Maltasind Lebensversicherungen laut der europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA besonders verwundbar.Ausgewählte ChartsDAXJahreschartDer Steuerzahler wird missachtetIm Gegensatz zum Banken-Stresstest wird der Verbraucheraber hier einmal mehr für dumm verkauft. Es wurde nicht angegeben, welche Gesellschaften den Test nicht bestanden haben.Wir können wie schon so oft nur davon abraten, auf KapitalLebensversicherungen zu setzen. Nicht umsonst stufte ein deutsches Gericht dieses Produkt als „legalen Betrug“ ein. Ein abbezahltes Haus und ein solides Aktiendepot sind eine bessereVersicherung für die Zukunft. Die schlecht aufgestellten Assekuranzen dürften in den nächsten drei Jahren ein ernsthaftesThema werden. Dann wird es die ersten heimlichen Übernahmen in Deutschland geben. Ein großer Anbieter wird einen angeschlagenen Konkurrenten einfach schlucken, um eine öffentlichkeitswirksame Pleite zu vermeiden. Sollten die Problemeaber zu groß werden, werden die Bürger ohnehin die Last tragen müssen. Wie bei den Bankenrettungen 2008/09 dürfte imExtremfall wieder mit Milliarden um sich geworfen werden Steuergeldern natürlich.GOLDJahreschartDAS INVESTOR MAGAZINkönnen Sie unterwww.investor-magazin.dekostenlos abonnieren.Empfehlen Sie uns weiter!Ihre Redaktion vom Investor MagazinDas Investor MagazinKostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de2

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deAktie der WocheAdler Modemärkte: Nur auf den ersten Blick langweilig!Der Jugendwahn beherrscht unsere Medienwelt.Die Fernsehsender weisen beispielsweise meist nur dieZielgruppe der 14 bis 49-Jährigen aus. Ob Oma Gertrudeauch noch einschaltet, ist den Betreibern herzlich egal.Der Fokus auf die jüngere Generation verspricht, so dieDenke, attraktive Werbepartner. Doch auch mit älterenKunden lässt sich ordentlich Geld verdienen. So dürftendie meisten Besucher der Adler Modemärkte nicht mehrzur sogenannten werberelevante Zielgruppe gehören. Nurein Viertel ist unter 50, 29% sind gar über Siebzig. DerDurchschnitt liegt bei rund 60 Jahren. Dementsprechendlautet das Motto des Unternehmens: Alles passt! Adlermuss für diese Informationen keine großen Befragungendurchführen. Das Traditionsunternehmen war einer derVorreiter bei Kundenkarten und hat inzwischen 4 Mio.unters Volk gebracht. Nur der Möbelriese IKEA weist inDeutschland eine größere Verbreitung aus. So werden lautVorstandschef Lothar Schäfer 90% der Umsätze durchKundenkartenbesitzer generiert. Und für diese Gruppe hatAdler auch das richtige Zugpferd. Landauf, landab wirdmit Birgit Schrowange geworben, der ZDF-Ansagerin der1980er, die inzwischen im Spätabendprogramm von RTLuntergekommen ist.WachstumsmixNeueröffnungen gibt es jedes Jahr fünf bis zehn. Interessant sind für den Konzern Standorte mit einem Einzugsgebiet von etwa 100.000 Menschen. Dazu kommen dann dievielen Mittelzentren in den Randgebieten. Daneben willdas ManagementAdler Modemärktemit Übernahmenwachsen. In derKriegskasse befinden sich rund 50Mio. Euro, wieSchäfer gegenüberdem Investor MaJahreschartgazin bestätigte.Allerdings dürfte es keine größeren Zukäufe geben. DerMarkt ist zersplittert. Im Fokus stehen Familienunternehmen mit mehreren Standorten, die einen regionalen Kundenstamm aufweisen.Deutliche Margensteigerung2014 machte das Unternehmen eine sehr solide Entwicklung durch. Wie in den Vorjahren konnte Adler dem negativen Branchentrend entkommen. Die Umsätze legten imdritten Quartal auf vergleichbarer Flächenbasis um 2,6%auf 122 Mio. Euro zu, während der Gesamtmarkt einenRückgang von 4% hinnehmen musste. Auffällig ist, dassDas Investor MagazinQuelle: Adler Modemärkte AGdas Wetter auf das Einkaufsverhalten der Kunden nur einegeringe Rolle spielt und auch der Anteil des Weihnachtsgeschäft fällt mit 30% unterdurchschnittlich aus. In denersten neun Monaten konnte das Unternehmen ausAschaffenburg die EBITDA-Marge deutlich von 3,2% auf4,8% steigern. Analysten gehen für das Gesamtjahr voneinem Umsatz von 543 Mio. Euro aus, 2015 sollen dann573 Mio. Euro drin sein. Das Ergebnis je Aktie dürfte2014 bei 0,91 Euro liegen, für das kommende Geschäftsjahr wird mit mehr als 1 Euro gerechnet. Daraus ergibtsich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von akzeptablen 12,5.Angenehme Bewertung, ordentliche DividendeEin Kaufargument ist aber auch die Dividende. So wurdenfür das vergangene Jahr 0,45 Euro je Aktie ausgeschüttet.Dieser Wert dürfte sukzessive steigen. Wir schätzen dieaktuelle Dividendenrendite auf 4%. Dazu bietet das Unternehmen mit seiner Positionierung abseits aller aktuellenModetrends ein solides planbares Geschäft. Hinter denKulissen wird zudem mächtig an den Kosten gearbeitet.Diverse Innovationen in der Distribution, aber auch einLieferservice sollen in der Planung sein. Neben Deutschland stehen auch Österreich, Luxemburg und die Schweizim Fokus des Konzerns. Hier bestehen sicherlich nochmehr Expansionsmöglichkeiten. Die Aktie (12,45 Euro;DE000A1H8MU2) hat sich in den vergangenen zwei Jahren bereits mehr als verdreifacht. In diesem Jahr ging esimmerhin schon um ein Viertel aufwärts. Dennoch bietetdas Papier mit Blick auf die angenehme Bewertung unddie Ausschüttungen Potenzial. Auf der anderen Seite darfman hier nicht mit großen Bewegungen in kurzer Zeitrechnen. Die Adler-Anteile eignen sich daher für Anleger mit einem längerfristigen Horizont, die Wert aufhohe Dividenden legen. Diese können bei Alder aufaktuellem Niveau und bei 12 Euro gestaffelt einsteigen.Als Stoppmarke empfehlen wir 10,20 Euro. (td)Kostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de3

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deDeutsche Aktien im FokusDeag: Schulterklopfen statt NackenschlägeRTL: Aktie löst sich aus TiefAuf dem Eigenkapitalforum in Frankfurt war ChristianDiekmann einer der gefr agtesten Gespr ächspar tner .Zum einen gab es sicher Schulterklopfer für den Finanzvorstand der Deag (6,90 Euro; DE000A0Z23G6), hat die Aktiedoch allein in diesemJahr um mehr alsDeagzwei Drittel zulegenkönnen. Zum anderen aber steigen Investoren gerade beiwachsenden SmallCaps gerne auf denJahreschartfahrenden Zug auf.Dabei ist der Musikveranstalter mit einem Börsenwert von mehr als 110 Mio.Euro inzwischen auch für institutionelle Fonds interessant,die sich ansonsten weitgehend von Nebenwerten fernhalten.Zu spät kommen die aktuellen Investoren aber sicher nochnicht, denn möglicherweise steht Deag erst vor dem großenWachstumssprung. Die Berliner haben ihre eigene Vertriebsplattform Myticket.de gelauncht, wodurch nun dieProvisionen für die Vermarktung der Karten für die eigenenVeranstaltungen sukzessive auch in den eigenen Taschenlanden werden. Mit der Zeit soll der Fremdvertriebsanteilsinken. Deag will in diesem Bereich eine EBITDA-Margezwischen 30% und 40% realisieren. Das Potenzial ist groß,bietet das Unternehmen doch jährlich mehr als 3,5 Mio.Tickets für rund 2.000 Veranstaltungen an, vom RockFestival bis zum Klassik-Konzert. „Wir gehen davon aus,dass für unsere neuen Festivals in Deutschland, Österreich,der Schweiz, UK und anderen europäischen Ländern350.000 zusätzliche Eintrittskarten im Jahr 2015 verkauftwerden können“, umschrieb jüngst Diekmann das zweiteWachstumsfeld Festivals. Das soll in den nächsten Jahren30 Mio. Euro zusätzlichen, profitablen Umsatz bringen.Zudem deutete Diekmann an, dass das laufende vierteQuartal „sehr stark“ sein werde. Analysten erwarten fürdieses Jahr einen Umsatz von 196 Mio. Euro, der Gewinn jeAktie soll bei 26 Eurocent liegen. Für 2015 rechnen dieAnalysten von Hauck & Aufhäuser mit 0,42 Euro, woraussich ein KGV von 16 ergibt. Wir erwarten, dass die Aktie inden nächsten Wochen die 7 Euro-Marke nachhaltig nehmenkann. Bereits investierte Leser liegen hier seit Erstempfehlung schon mit 101% im Plus. Auch diverse Nachkäufebrachten Ihnen satte Buchgewinne. Wir bleiben für denTitel optimistisch und raten auch noch nicht investierten Anlegern zum Einstieg. Nutzen Sie Kurse bis 6,90Euro zum Kauf. Sichern Sie sich aber mit einem Stoppbei 5,30 Euro ab. (td)Unser zweites Engagement bei der RTL-Aktie (77,60Euro; LU0061462528) entwickelt sich immer besser. DieAktie des Unterhaltungskonzerns konnte sich von den Tiefsunter 70 Euro lösen, so dass wir solide mit rund 10% imPlus liegen. Konträr zur Entwicklung der Aktie senkten dieAnalysten zuletzt weitgehend die Daumen und nahmen ihreKursziele zurück. Matthew Walker von Nomura beispielsweise reduzierte sein Kursziel Mitte November auf 78,50Euro. Dieses Niveau hat die Aktie von unten kommend fasterreicht. Die Analysten bekleckern sich aber bei RTL ohnehin nicht mit Ruhm. Ein echtes Verkaufsargument fehlt. Fürden Wert spricht weiterhin die Ausschüttung. Die aktuelleDividendenrendite liegt laut Konsens bei mehr als 6,5%.Angesichts der Solidität des Konzerns in diesem mäßigenWirtschaftsjahr erwarten wir, dass an der attraktiven Ausschüttungspolitik festgehalten wird. Zumal auch Großaktionär Bertelsmann daran ein großes Interesse hat. InvestierteLeser sollten daher dem Titel die Treue halten. Neuleserkönnen Kurse bis 77 Euro zum Einstieg nutzen. NeuerStopp: 68 Euro. (td)Das Investor MagazinAdvantag überspringt 100%-MarkeDer Emissionszertifikateanbieter Advantag hat zuletztgute Zahlen gemeldet. Dennoch brauchte die Aktie (9,82Euro; DE000A1EWVR2) eine Weile, um nach einer monatelangen Seitwärtsphase wieder Fahrt aufzunehmen. In denvergangenen Tagen lugte das Papier erstmals über die 10Euro-Marke und konsolidiert derzeit knapp darunter. Diegute Entwicklung macht sich auch bei Ihnen im Depot bemerkbar. Bei dem Titel liegen Sie seit Erstempfehlung mitmehr als 100% vorn. Wir raten nun, den Stopp kräftigauf 7,30 Euro nachzuziehen. Kurse unter 9,70 Eurokönnen noch nicht investierte Leser zum Einstieg nutzen. Bitte achten Sie dar auf, Ihr e Order str eng zu limitieren. Das Handelsvolumen in der Advantag-Aktie istgelinde gesagt überschaubar. (td)VST: Fokus KerngeschäftDer Bauspezialist VST Building Technologies hat miteiner Kapitalerhöhung die Basis für künftiges Wachstumgelegt. VST wird von dem Generalunternehmer-Geschäftwieder Abstand halten und sich ganz auf den Fertigbaukonzentrieren. Hier generiert man bei geringerem Risikosolide Margen. Mit dem Kapital aus der Kapitalerhöhungsignalisiert man dem Markt zudem, dass die Anleihe (75%;DE000A1HPZD0) nicht ausfallgefährdet ist. Deren Kursbewegt sich dennoch auf niedrigem Niveau. SpekulativeInvestoren können weiter zugreifen. (td)Kostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de4

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deKurz vorgestelltCaledonia Mining: Risiko Risiko interessante Dividende?Kaum eine Anlageklasse ist mit einem höheren Risiko behaftet, als Investitionen in Aktien der Rohstoffbranche. Diese sind definitiv nicht vergleichbar mit Anlagen inDAX-Titel oder Werte aus dem Dow Jones. Neben Förderrisiken haben geopolitische und makroökonomische Faktoren bei den Rohstoffwerten einen wesentlich höheren Einfluss auf die Performance der Aktien, als dies vielleicht beiden Titeln in den weltweiten größten Indizes der Fall ist.Das hohe Risiko sorgt allerdings auch dafür, dass im Erfolgsfall der Ertrag durchaus beachtlich sein kann. So konnten Investoren in der Vergangenheit zum Teil vierstelligeProzentgewinne realisieren. Doch das ist natürlich definitivnicht an der Tagesordnung. Vor allem in den letzten dreieinhalb Jahren mussten Anleger einen langen Atem undtiefe Taschen mitbringen. Während einzelne Titel glänzenkonnten, ging es mit dem Gesamtmarkt wie auch den Edelund meisten Industriemetallen bergab.Investitionskriterium: LänderrisikoWenn man dem ganzen noch eine Schippe drauf legen will,sucht man sich ein Unternehmen aus, dass in einem Landaktiv ist, dass man selbst als Tourist nicht unbedingt besuchen würde. Für gewöhnlich raten wir Anlegern sich aufUnternehmen zu konzentrieren, die in rechtlich unstrittigenRegionen aktiv sind, wie zum Beispiel in weiten TeilenNordamerikas oderCaledonia MiningEuropas. Vor kurzem sind wir auf einUnternehmen gestoßen, dass in Simbabwe eine Goldminebetreibt, CaledoniaMining. SimbabweJahreschartkennt man als Europäer eigentlich nur aus den Nachrichten. Die Berichterstattung drehte sich bis 2009 zumeist um die Hyperinflation,die das Land plagte. Am Ende war das Banknotenpapierteurer, als der Wert, der auf den Schein gedruckt wurde. Ander Spitze Simbabwes steht der mittlerweile 90 Jahre alteund ehemalige Freiheitskämpfer Robert Mugabe. Jeden Tagkönnte es zu einem politischen Umbruch bzw. Wechsel ander Spitze kommen. Ein Sturz Mugabes wird wohl aus Respekt abgelehnt und so müssen sich seine Nachfolger in Geduld üben. Denn trotz seines biblischen Alters denkt Mugabe zumindest nicht öffentlich an einen Rücktritt.Länderrisiko durch Dividende auffangen?Durchaus routiniert beantwortete Caledonias Finanzvorstand Mark Learmonth die Fragen der anwesenden Investoren und Journalisten bei einer Präsentation in Frankfurt verDas Investor MagazinQuelle: Caledonia Mininggangene Woche bezüglich der Investitionssicherheit. Wichtigster Punkt, der auch in Zukunft für Stabilität und Sicherheit beim Betrieb sorgen soll, so Learmonth, ist die Tatsache, dass die Mine zu 51% in den Händen von Einheimischen ist. So verlangen es die lokalen Gesetze. Davon gehören 10% der Mine den Arbeitern, 10% der Gemeinde, 15%lokalen Partnern sowie 16% der Regierung. Ein Produktionsausfall würde für die Eigentümer daher teuer und finanziell schmerzhaft werden. Der Verkauf von 41% der Anteile brachte Caledonia neben der Unterstützung vor Ort, 30Mio. US-Dollar ein. Hiervon zahlt man nun seinen Anlegern eine Quartalsdividende von 0,015 CAD. Bei einemaktuellen Kurs von 0,74 CAD entspricht dies einer Renditevon rund 8,1%. Learmonth erwähnte in Frankfurt auch,dass die Dividende in 2015 weitergezahlt werden solle.Operativ mit Luft nach obenOperativ hat Caledonia allerdings noch Luft nach oben. DasUnternehmen plant 2014 rund 40.000 Unzen Gold zu produzieren. Trotz sinkender Grade und logistischer Problemen Untertage dürfte das Ziel erreicht werden können,wenn auch nur knapp. Wir rechnen hier nicht mit einer positiven Überraschung. Erst ab Juli 2015 sollten die logistischen Probleme mit dem Bau einer neuen Tramschleifebehoben sein. Um die Produktionskapazität kontinuierlichauszubauen, soll ab dem Sommer 2015 mit der Konstruktion eines neuen Schachtes bis in eine Tiefe von 1.050m begonnen werden. Die Kosten sollen komplett aus dem operativen Cash-Flow der Mine getätigt werden. Abhängig vomGoldpreis ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren der Cashbestand der Mutter stagnieren dürfte. Wir halten uns bewusst mit einer konkreten Handlungsempfehlung zurück. Operativ läuft es nicht ganz rund und dasLänderrisiko ist für uns absolut nicht einzuschätzen.Die Dividende ist jedoch interessant. (kh)Kostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de5

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deRohstoffwerte im ÜberblickSchweizer Goldreferendum: Wähler sagen Nein!Überraschend deutlich fiel am Sonntag das Ergebnisder Volksabstimmung in der Schweiz gegen die Goldinitiative aus. Den offiziellen Ergebnissen zu Folge stimmtenlediglich 22,7% für die Initiative „Rettet unser SchweizerGold“. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,7%. Ziel war es, dieSchweizer Nationalbank („SNB“) dazu zu bewegen, ihreGoldreserven massiv zu erweitern. Aktuell hält die SNBrund 7,7% ihrer Währungsreserven in Höhe von 547 Mrd.US-Dollar in Form des Edelmetalls. Die SNB sollte durchdie Abstimmung quasi gezwungen werden, ihre Goldreserven auf 20% anzuheben. Initiator ist die populistischeSchweizer Volkspartei. Bereits während unseres Besuchsauf dem Precious Metals Summit Anfang November in Zürich konnten wir erahnen, dass die Initiative abgelehnt werden würde. Schweizer Investoren erzählten uns, dass diePartei insgesamt zu aggressiv auftrete und vielleicht auchzu viel auf einmal fordere. Sie rechneten einer niedrigenGoldquote eine höhere Chance auf ein positives Ergebniszu. Überraschend jedoch war die Deutlichkeit der Ablehnung durch die Schweizer. Keine zwei Wochen vor demAbstimmungstag lag die Zustimmung noch bei 38%. Wiewir erfahren konnten, investierte die SNB zudem größereBudgets in Werbekampagnen, um die Initiative scheitern zulassen. Denn hätte die Abstimmung erfolgt gehabt, hätte dieSNB über die nächsten fünf Jahre jeweils bis zu 10% derJahresgoldproduktion am Markt kaufen müssen. Wichtigeraber noch, die Nationalbank wollte verhindern, dass derSchweizer Franken eine Aufwertung erfährt und die Bindung an den Euro unter Druck gerät. Erst vor drei Jahrenfällte man die Entscheidung, den Euro nicht unter die Marke von 1,20 Franken fallen zu lassen. Ein Erfolg derSchweizer Volkspartei hätte auch ein positives Signal fürden Goldpreis sein können. Einzelne Analysten sagtenPreissprünge von bis zu 250 US-Dollar über Nacht voraus.So haben wir am Tage nach der Abstimmung jedoch mitansehen müssen, wie der Goldpreis bis zu 5 Prozent nachgab. Dem Markt hätte ein positives Abstimmungsergebnisnach langer Durststrecke gut getan. (kh)True Gold: Burkina Faso will attraktiver werdenPositive Nachrichten erreichten uns diese Woche ausBurkina Faso. Nach dem überraschenden MachtwechselEnde Oktober standen die in dem Land aktiven Minenunternehmen an den weltweiten Börsen unter Druck. Auch unserEmpfehlungswert True Gold Mining konnte sich diesemSchicksal nicht entziehen. Wir nutzten in Ausgabe 98 dieChance zum Nachkauf bei 0,23 CAD und konnten so unseren Einstiegskurs minimieren. Wie jetzt bekannt wurde,plant der neue Minister für Bergbau der Übergangsregierung, Kolonel Boubacar Ba, den derzeit gültigen MiningCode anzupassen. Ihm sei es nicht entgangen, dass vieleDas Investor MagazinBergbauunternehmen in Nachbarländer abgewandert seienund er dadurch negative Auswirkungen auf seine eigeneWirtschaft sieht. In Gesprächen mit Partnern soll festgestellt werden, wieTrue Gold Miningder Mining Codeinsgesamt attraktivergestaltetwerdenkann. Gold ist seit2009 das wichtigsteExportgut des Landes. 2013 exportierteJahreschartman offiziellen Angaben zu Folge 32 Tonnen des Edelmetalls. Diese Zahldürfte in den nächsten Jahren ansteigen, da nicht nur TrueGold eine Mine in Betr ieb br ingen wir d. Die Wor te desMinisters sollten bei Investoren einige der Bedenken ausräumen, zumal das Unternehmen bereits selbst in einerPressemitteilung die Investoren wissen ließ, dass man weiterhin im Zeitplan sei und im Rahmen des Budgets arbeite.True Gold ist vollfinanziert und auf bestem Wege die Karma-Mine in Produktion zu bringen. Bereits für 2016 planendie Kanadier 150.000 Unzen Gold zu produzieren. Wir sehen die derzeitige Kursschwäche für nicht gerechtfertigtan und bleiben dem Titel treu. Neuleser können auf demaktuellem Niveau eine kleine Position aufbauen. (kh)Blackheath Resources mit Finanzierung 53%über aktuellem AktienkursIn unserem Bericht von der Edelmetallmesse in Ausgabe 98 hatten wir bereits auf eine Ankündigung dieser Artspekuliert. Blackheath Resources hat am heutigen Mittwochbekanntgegeben, eine Finanzierung in Höhe von zwei Millionen CAD durchfühBlackheath Resourcesren zu wollen. Bishierhineigentlichnichtsbesonderes.Der Preis je Aktiesoll allerdings nichtetwa unter dem aktuellenAktienpreis,Jahreschartwie eigentlich üblich,sondern 53% darüber liegen. So plant Blackheath fünf Millionen Aktien zu 0,40 CAD auszugeben. Zusätzlich berechtigt jede Aktie zur Ausübung einer 1/2 Aktienkaufoption zu0,53 CAD innerhalb von 30 Monaten nach Schließen derFinanzierungsrunde. Noch hat der Wolframexplorer dieFinanzierung nur angekündigt, nicht jedoch ihren erfolgreichen Abschluss. Im Rahmen der derzeit laufenden Minesand Money Konfer enz in London konnten wir aller dings aus Marktkreisen erfahren, dass die Finanzierung bereits durch sein soll. Zeichner seien Investoren aus China.Risikoaffine Leser können auf einen Preisschub bei derAktie spekulieren. (kh)Kostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de6

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deAktuelle RohstoffpreiseEmpfehlenswerte Artikel anderer RedaktionenAktuellerPreisPreis am31.12.2013Differenz1211,151197,911%Silber (US / Feinunze)16,4919,42-15%Öl (Brent; US / Barrel)70,77110,90-36%Aluminium (US / Tonne)1970,751848,007%Blei (US / Tonne)2018,002238,01-10%Kupfer (US / Tonne)6388,507378,01-13%Nickel (US / 2,2013%Zink (US / Tonne)2207,402079,006%Zinn (US / Tonne)20246,5022489,00-10%Gold (US / Feinunze)Platin (US / Feinunze)Palladium (US / Feinunze)Mais (US Cent / Scheffel)368,00423,00-13%Baumwolle (US Cent / Pfund)61,0084,80-28%Holz (US / 1.000 Board Feet)328,90375,00-12%Kaffee (US -Cent / Pfund)189,00113,4667%Kakao (GBP / Tonne)1950,001734,0012%Raps (EUR / Tonne)336,00367,00-8%Orangensaft (US -Cent / Pfund)146,00140,004%Weizen (US -Cent / Scheffel)588,75600,50-2%Zucker (US -Cent / Pfund)15,2016,50-8%Milch (US / 100 Pfund)17,8119,20-7%Mastrind (US -Cent / Pfund)236,00167,1041%Sojabohnen (US -Cent / Scheffel)996,001305,00-24%Nachhaltig und Umweltschutz spielen auch beimgrößten Staatsfonds Europas eine immer wichtigere Rolle. Norwegens Staatsfonds soll Investitionen in CO2-intensive Firmen überprüfen. Darunter könnten Firmen wie RWE leiden. Mehr:http://tinyurl.com/im-101-link01Für Anleihen von Staatsfonds gibt es de facto keine Zinsen mehr. Doch wie tief können die Renditen dieser Papiere noch sinken, fragt die NZZ:http://tinyurl.com/im-101-link02Künstliche Intelligenz ist ein Schlagwort derStunde. Doch ausgerechnet Stephen Hawkinswarnt davor. Mehr : 03.12.2014; Quelle: eigene RechercheDas Investor MagazinKostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de7

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deLAUFENDE EMPFEHLUNGEN - DEUTSCHE WERTEBei Viscom ist unser Nachkauf bei 11,95 Euro aufgegangen. Unser gemittelter Einstandskurs liegt nun bei 12,10 Euro. Das Modeunternehmen René Lezard hat dieAnleihe bedient. Dadurch reduziert sich unser Einstiegskurs um 7,25%. Dennoch ist die Kursentwicklung des Papiers unbefriedigend. Der Bond bleibt sehr risikobewussten Investoren vorbehalten. In der vergangenen Woche wurde keine unserer Empfehlungen ausgestoppt.WertISINErstUpdateempfehlungAdler ModemärkteDE000A1H8MU203.12.2014-RTL GroupLU006146252803.09.201403.12.201470,00 77,60 10,9%VST %-12,8%DEAGDE000A0Z23G628.08.201303.12.20143,43 6,90 101,2%René Lezard Anleihe Advantag AGDE000A1EWVR214.05.201413.08.20144,77 9,82 105,9%ViscomDE000784686726.11.2014-12,10 11,89 -1,7%DaimlerDE000710000026.11.2014-Limit beachten68,28 -55,00 Kaufen bis 64Munich ReDE000843002626.11.2014-Limit beachten165,45 -144,00 Kaufen bis 161BASFDE000BASF11119.11.201426.11.201471,26 Orad Hi-TecIL001083807119.03.201427.08.20141,52 Capital 07297004LufthansaEinstiegskurs12,45 Aktueller Kurs12,45 73,67 2,35 Entwicklung Stopp0,0%Votum10,20 Nachkauf bei 1268,00 Kaufen bis 77- spekulativ Kaufen5,30 Kaufen bis 6,90- spekulativ Kaufen7,30 Kaufen bis 9,7010,50 Nachkauf bei 11,953,4%65,00 Kaufen54,6%1,90 Halten3,60 Halten3,55 4,38 23,4%-38,41 40,49 5,4%16.04.201419.11.201424,00 29,69 23,7%24,00 Halten12.11.2014-11,75 13,14 11,8%10,10 Nachkauf bei 11,40DE000823212529.10.201412.11.201412,18 14,34 17,8%11,80 HaltenRIB SoftwareDE000A0Z2XN601.04.201412.11.201410,97 10,54 -3,9%35,00 Nachkauf bei 388,00 spekulativ KaufenFreenetDE000A0Z2ZZ523.01.201312.11.201413,85 23,55 70,0%17,50 Kaufen bis 3,90 55,80 64,6%42,00 HaltenPSIDE000A0Z1JH926.03.201429.10.201413,20 12,01 -9,0%10,20 HaltenHelma Eigenheimbau DE000A0EQ57813.03.201329.10.201413,72 26,00 89,5%19,00 Kaufen bis 25Bastei LübbeDE000A1X3YY018.09.201329.10.20147,22 7,39 2,4%6,00 KaufenMBB IndustriesDE000A0ETBQ406.11.201329.10.201421,50 21,50 0,0%17,50 KaufenKlöckner & Co.DE000KC0100022.10.2014-8,86 9,63 8,7%7,65 Nachkauf bei 8,66InvisionDE000585969815.10.2014-40,50 47,70 17,8%34,50 Nachkauf bei 39WirecardDE000747206008.10.2014-28,83 35,65 23,7%23,50 KaufenVTGDE000VTG999921.08.201328.05.201413,98 17,48 25,0%12,50 HaltenElringKlingerDE000785602301.10.2014-23,61 27,31 15,7%20,00 7,00%6,5%Westag & Getalit Vz. DE000777523110.09.2014-19,00 18,94 -0,3%15,00 Nachkauf bei 18,50Elmos Semiconductor DE000567710805.03.201427.08.201412,75 14,68 15,1%12,75 9 35,62 49,7%29,00 HaltenMVV EnergieDE000A0H52F505.06.201319.03.201420,80 24,00 15,4%18,50 HaltenDas Investor MagazinKostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.de- spekulativ Kaufen!8

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe Terminewww.investor-magazin.deLAUFENDE EMPFEHLUNGEN - ROHSTOFFWERTEErleben wir aktuell den finalen Ausverkauf des Jahres? Schaut man auf unsere Empfehlungswerte, liegt diese Vermutung nahe. Wir sind diese Woche leider bei Platinum Group Metals, Uranerz und Condor Gold ausgestoppt. Auch bei Occidental Petroleum hat unser Stopp gegriffen. Letzte Woche entschied sich dieOPEC dazu ihr e För der quote nicht zu senken und löste damit einen Pr eisr utsch beim Ölpr eis und den Aktien aus. Updates zu True Gold und BlackheathResources finden Sie auf Seite .11.2014 -True Gold MiningCA89783T102122.10.2014-Lake Shore GoldCA510728108429.10.2014Prairie MiningAU000000PDZ207.05.2014Blackheath ResourcesCA09238D106923.10.2013Red Eagle MiningCA7565662045Focus GraphiteCA34416E1060Highfield ResourcesEinstiegskursAktueller Kurs 21,36 20,10-5,9% 0,28 0,23-17,9%26.11.2014 1,01 0,94-6,5%19.11.2014 0,52 0,35-32,7%12.11.2014 0,22 0,2620,9%10.09.201412.11.2014 0,26 0,261,3%14.05.201429.10.2014 0,51 0,40-20,8%0,30 Kaufen 0,52/0,49AU000000HFR108.10.201429.10.2014 0,59 0,56-5,1%0,38 Kaufen 0,59/0,55Imperus TechnologiesCA45321F103615.10.201422.10.2014 0,56 0,584,5%0,45 Kaufen 0,57/0,54St. Andrew GoldfieldsCA787188507430.04.201420.08.2014 0,33 0,26-21,2%0,22 KaufenNewcrest MiningAU000000NCM7 26.06.201320.08.2014 9,52 10,005,0%8,50 HaltenFocus VenturesCA34416M108613.08.2014 0,27 0,19-29,6%0,18 HaltenDas Investor Magazin11.06.2014Entwicklung StoppKostenlos abonnieren unter www.investor-magazin.deVotum17,50 Kaufen 21,36/20,85Kaufen0,80 Kaufen 1,03/0,980,30 Kaufen0,20 Kaufen 0,23/0,200,18 Kaufen 0,28/0,26/0,239

Ausgabe 101 03. Dezember 2014Märkte Anleihen Zertifikate Rohstoffe skonfliktUnser verantwortlicher Herausgeber TK News Services UG (haftungsbeschränkt) hat gegebenenfalls einVertragsverhältnis mit den auf investor-magazin.de sowie im Investor Magazin Börsenbrief vorgestelltenUnternehmen und wird hierfür unter Umständen vergütet. Wir werden Sie jeweils detailliert in demBörsenbrief informieren, bei welchem von uns vorgestellten Unternehmen aus der Rohstoffbranche einInteressenskonflikt besteht, und wir hierfür unter Umständen vergütet werden.Grundsätzlicher Hinweis auf mögliche Interessenskonflikte gemäß Paragraph 34 WpHG i.V.m.FinAnV:TK News Services UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter, Berater und freie Redakteure des Unternehmens können jederzeit Long- oder Shortpositionen an allen vorgestellten Unternehmen halten, eingehenoder auflösen. Das gilt ebenso für Opti

Titel optimistisch und raten auch noch nicht investier-ten Anlegern zum Einstieg. Nutzen Sie Kurse bis 6,90 Euro zum Kauf. Sichern Sie sich aber mit einem Stopp bei 5,30 Euro ab. (td) RTL: Aktie löst sich aus Tief Unser zweites Engagement bei der RTL-Aktie (77