Transcription

Nachhaltig– aber auch sozial?Arbeitsbedingungen und Einkommenin den Erneuerbaren Energien

Inhalt1. Einleitung2. Repräsentativität3. Die 10 wichtigsten Resultate im Überblick467ABSCHNITT I4. Entgelt und Entgeltzufriedenheit5. Arbeitszeiten6. Zuschläge und Sonderzahlungen91113ABSCHNITT II – IM FOKUS7. Frauen8. Monteure9. Arbeitssicherheit10. Langzeitperspektive19232526FAZIT11. Fazit28Anhang3002 03

1. EinleitungDer nachhaltige Umbau unserer Energiegewinnung ist eine der großen Herausforderungen der Gegenwart. Darüber besteht in der deutschen Gesellschaft ein breiterKonsens und genau deshalb engagiert sich die IG Metall seit geraumer Zeit mitNachdruck für die Energiewende. Selbstverständlich anerkennt die IG Metall dieeminente Notwendigkeit regenerativer Energien, auch und gerade im gesellschaftlichem Konsens. Aber mit der gleichen Vehemenz achten wir als Gewerkschaft indiesem Zusammenhang auf die soziale Nachhaltigkeit als unsere ureigensteAufgabe. Wir sind davon überzeugt, dass die Energiewende nur dann gelingt, wenndie Arbeit, die die Beschäftigten in den Erneuerbaren Energien leisten, auch guteArbeit ist.Um dies, die Arbeitssituation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in denErneuerbaren Energien einschätzen zu können, hat die IG Metall zwischen 2011 und2013 mehrere Befragungen durchgeführt. Wir freuen uns sehr, dass hier nun dieAuswertung dieser Befragungen vorliegt. Wir sind davon überzeugt, dass dievorliegenden Ergebnisse in mehrfacher Hinsicht wichtige Impulse für die gewerkschaftliche, aber auch die öffentliche Debatte über die Energiewende in Deutschland enthalten.Zum ersten Mal überhaupt liegt hiermit ein tiefer Einblick in die Arbeitsverhältnisseder Erneuerbaren Energien vor. Er speist sich aus knapp 30 verschiedenen Betrieben der Photovoltaik und Windindustrie. Mit 4.740 ausgewerteten Fragebögen wirddie Situation aller Beschäftigtengruppen differenziert sichtbar. Das Hauptergebnisdieser Umfragen muss zu denken geben. Denn: Niedrige Entgelte, regelmäßigMehrarbeit, gespaltene Belegschaften in Sachen Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowiedie verbreitete Benachteiligung von Frauen führen tatsächlich dazu, dass sich

zurzeit die Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen in den Erneuerbaren Energiennicht vorstellen kann, ihre Arbeit bis ins Rentenalter auszuüben. Und schließlich:Wenn man weiß, wie sehr der Erfolg der Unternehmen gerade in den jungenErneuerbaren Energien vom eigenen Innovationspotential abhängt, dann sind dieUmfrage-Ergebnisse der Forscherinnen und Forscher, Ingenieurinnen und Ingenieureund Technikerinnen und Techniker ein deutlicher Warnruf. Die IG Metall-Umfrageergebnisse zeigen, dass viele Kollegen in diesen Bereichen ihr Entgelt als unangemessen empfinden. Ebenso zweifeln viele, ob sie ihr „Know-How“ bis in das hoheRentenalter in die Erneuerbaren Energien einbringen wollen. Deshalb droht den EEmittel- bis langfristig ein gefährlicher »Brain-Drain« mit Folgen für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze.Doch gibt es Zeit zu reagieren. Genau deshalb ist eine offene Debatte über dieErgebnisse dieser Umfragen nicht nur in der IG Metall wünschenswert. Auch dieArbeitgeber der Erneuerbaren Energien sollten diese Zeichen aus ihren Unternehmenzur Kenntnis nehmen und gemeinsam mit der IG Metall eine Verbesserung derArbeitssituation ihrer Beschäftigten anstreben. Die IG Metall hat mit den Tarifabschlüssen u. a. bei Weserwind, Senvion [vormals REpower] und der SolarworldIndustries Thüringen GmbH längst bewiesen, dass sie auch in den ErneuerbarenEnergien auf Lösungen hinarbeitet, die sowohl für die Unternehmen als auch fürdie Beschäftigten klare Verbesserungen nach sich ziehen. Die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragungen in den Erneuerbaren Energien unterstreichen, wie wichtiges ist, dass wir diesen Weg entschlossen und zügig weiter gehen.Irene SchulzWolfgang ndsmitglied IG MetallVorstandsmitglied IG Metall04 05

2. RepräsentativitätDie Ausführungen basieren auf den Resultaten folgender vier Erhebungen:I. Umfrage in der Solarindustrie im Jahr 2011 mit dem Rücklauf von 358 Fragebögen aus neun Betrieben (im folgenden auch S 2011)II. Umfrage in der Windindustrie im Jahr 2012 mit dem Rücklauf von 2.436 Fragebögen aus 23 Betrieben (im folgenden auch W 2012)III. Umfrage in der Solar- und Windindustrie im Jahr 2013 mit dem Rücklauf von1.743 Fragebögen aus 24 Betrieben (im folgenden auch S oder W 2013)IV. Umfrage bei Monteuren der Windindustrie im Jahr 2013 mit dem Rücklauf von203 Fragebögen aus mindestens sechs Betrieben (im folgenden auch M 2013)Insgesamt wurden also 4.740 Fragebögen ausgewertet. 4.060 Fragebögen (85,6 Prozent) wurden dabei von Männern ausgefüllt, 680 (14,4 Prozent) von Frauen. 3.495(73,7 Prozent) der Befragten stammen aus dem gewerblichen Bereich, 1.245 (26,3Prozent) der Fragebögen sind von Angestellten beantwortet worden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer arbeiteten in den folgenden Betrieben:Windbranche:AMBAU GmbH (Cuxhaven), AREVA Energietechnik GmbH, AREVA Wind GmbH, BARDEmden Energy GmbH & Co. KG, BARD Service GmbH, Eickhoff AntriebstechnikGmbH, Enercon Service WEA GmbH, Heidenheimer Gießerei GmbH, Liebherr Biberach GmbH, Nordex GmbH, Nordex Rotor GmbH, Power Blades GmbH, SenvionSystems AG /GmbH / SE [REpower], Rothe Erde GmbH, SGL Rotec GmbH, SIAGNordseewerke GmbH, SIAG Tube & Tower GmbH, Siemens Wind Power GmbH,Siemens AG Bocholt, Siemens AG NL HH, SSB Wind Systems GmbH, Vestas CastingsGmbH, Vestas Central Europe, Vestas Nacelles GmbH, WeserWind GmbHPhotovoltaik:Aleo Solar AG, asola GmbH, Bosch CIS, Bosch Solar Energy AG, Bosch Solar Wafers,Conergy AG und Conergy GmbH, Conergy Solar Module GmbH, Crystalox Solar AG,Haticon, SMA Solar Technology AG, Solarfabrik AG, Solon SE, Solibro GmbH undSunways AGIm Folgenden häufig verwandte Abkürzungen:EE Erneuerbare EnergienB&V Büro und VerwaltungF&E Forschung und EntwicklungLAN LeiharbeitnehmerM E Metall-und Elektro

3. Die zehn wichtigsten Resultate im ÜberblickAls Orientierung für die weitere Lektüre hier die zehn wichtigsten Ergebnisse derIG Metall-Umfragen in den EE vorweg:1. Das Bruttoentgeltniveau der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den EE liegt imMittel knapp 900 Euro unter dem des produzierenden Gewerbes in Deutschland(3.566 Euro), also jener Branchen, in denen die M E-Tarifverträge der IG Metallgelten (Kap. 4).2. Die Mehrzahl der Beschäftigten in den EE sieht ihre Arbeit in den EE als eherunangemessen entgolten an. Diese Unzufriedenheit ist auch bei Angestelltensowie Forscherinnen und Forscher und Entwicklerinnen und Entwickler weitverbreitet (Kap. 4).3. Regelmäßige Mehrarbeit ist in den EE die Regel. Dabei scheint für vieleBeschäftigte die 40 X Stunden-Woche Alltag zu sein (Kap. 5).4. Überstunden werden in den EE größtenteils durch Freizeitausgleich bzw. imRahmen eines Arbeitszeitkontos abgegolten (Kap. 5).5. Zuschläge für Schicht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit werden in den EE andie Mehrzahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gezahlt (Kap. 6).6. Urlaubs- und Weihnachtsgeld bekommen lediglich knapp die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den EE (Kap. 6).7. Eine Schlechterstellung der weiblichen Beschäftigten in den EE ist insbesonderemit Blick auf die innerbetrieblichen Aufstiegschancen, aber auch bei Bruttoentgelten und Sonderzahlungen belegbar (Kap. 7).8. Monteurinnen und Monteuren in tarifgebundenen Betrieben geht es besser undsie sind entsprechend zufriedener (Kap. 8).9. In Sachen Arbeitssicherheit legen die guten Umfrageergebnisse nahe, dass inden EE auf die Einhaltung entsprechender Standards geachtet wird (Kap. 9).10. Die Mehrzahl der Beschäftigten in den EE kann sich nicht vorstellen, ihre Arbeitbis ins Rentenalter auszuüben (Kap. 10).06 07

ABSCHNITT I

ABSCHNITT I4. Entgelt und EntgeltzufriedenheitGrafik 1MONATSBRUTTO DURCHSCHNITT S, W, M 2013 (inkl. Zulagen)26542654GesamtSolar2900WindDie 2013 erstmals erhobenen Brutto-Entgelte in den EE sprechen eine klare Sprache(G 1). Vergleicht man diese nämlich mit den aktuellen Zahlen des statistischenBundesamtes über die Bruttoeinkommen in Deutschland ohne Sonderzahlungen1,dann liegt das durchschnittliche Monatseinkommen aller Arbeitnehmerinnen undArbeitnehmer in den Bereichen Wind und Solar mit 2.650 Euro im Monat knapp900 Euro unter dem des produzierenden Gewerbes in Deutschland (3.566 Euro),also jener Branchen, in denen u.a. die M E-Tarifverträge der IG Metall gelten.Grafik 2MONATSBRUTTO S, W, M 2013 (inkl. Zulagen)F&E WindF&E Solar42893519B&V WindB&V Solar35873044Monteure WindABSCHNITTProduktionWindIProduktion SolarLAN WindLAN Solar33432489207319161905Keine großen Überraschungen hingegen ergeben sich, wenn wir genauer auf dasinnere Gefüge der Entgelthöhen blicken (G 2), denn in beiden Branchen ergibt sichfolgende Rangfolge von unten nach oben: Leiharbeiter, feste Produktionsmitarbeiter, Monteure im Wind, B&V und an der Einkommensspitze der Bereich F&E. Undauch das verwundert nicht: Außer bei den Leiharbeitnehmern, die im Wind undSolar in Sachen Entgelthöhe eng beisammen liegen, liegt die Windbranche in jederBeschäftigtengruppe deutlich vor der Photovoltaik.(3. Quartal 2013) h-branchen/ (21.1.2014)) Auch in die Monatsbrutto-Werte der IG Metall-Umfragen sind eventuell erhalteneSonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld nicht eingeflossen. Lediglich Zuschläge etwa für Schicht-,Wochenend- und Feiertagsarbeit sind hier im Monatsbrutto mit enthalten.108 09

Grafik 3ENTGELTZUFRIEDENHEIT S, W, M olLAN3596LA4420kt205645Lebensstandard ( % »gut« bzw. »leichte Abstriche«)Lohnangemessenheit ( % Werte 4 oder mehr; Skala 1 Gar nicht bis 6 voll und ganz)Ähnlich fallen die Ergebnisse der Umfragen3 bei den beiden Fragen nach derEntgeltzufriedenheit aus, bei der es um den gefühlten eigenen Lebensstandardgeht bzw. um die Frage nach der Angemessenheit der eigenen Entgelte (G 3). Auchhier schneidet die Windbranche in allen Beschäftigtengruppen besser ab als diePhotovoltaik. Ebenso steigt der subjektive Lebensstandard entsprechend demjeweiligen Verdienst der Beschäftigtengruppe.Lediglich bei der Entgeltangemessenheit gibt es differenziertere Resultate. Währendhier die Monteure Wind in der Rangfolge mit B&V Wind innerhalb der EE an derSpitze stehen, lässt sich dennoch mit Blick auf die Quoten auch im Angestelltenbereich eine erstaunlich hohe Unzufriedenheit bezüglich der Angemessenheit des eigenen Entgelts feststellen. Mit Werten von 44 Prozent bis 62 Prozent (G 4) fühlt sichdort nur knapp die Hälfte der Beschäftigten eher angemessen vergütet. Dies wirftdie Frage auf, inwieweit die EE-Unternehmen im Kampf um die besten Köpfe andiesem Punkt nicht das Innovationspotential der beiden Branchen in Deutschlandernstlich gefährden.Grafik 4ENTGELTANGEMESSENHEIT ANGESTELLTENBEREICH S, W 201362 %B&V Solar56 %44 %45 %B&V WindF&E SolarF&E WindLohnangemessenheit ( % Werte 4 oder mehr; Skala 1 Gar nicht bis 6 voll und ganz)

ABSCHNITT I5. ArbeitszeitenGrafik 5Vertragsarbeitszeiten Std. pro Woche (Median/S, W, M 2013)436,5 hF&E WindF&E Solar40 hB&V WindB&V Solar38 h40 hMonteure WindProduktion WindProduktion SolarLAN WindLAN Solar38 h38 h38 h34,5 hBei der Betrachtung der Vertragsarbeitszeiten (G 5) fällt zunächst auf, dass in derWindindustrie die Spannbreite der verschiedenen Arbeitszeiten etwas geringer istals in der Photovoltaik. Während nämlich in der Windindustrie der Großteil derArbeitnehmer zwischen 37 und 38 Stunden die Woche arbeiten muss, reichen dieVertragsarbeitszeiten im Bereich Solar von 35 bis 40 Stunden. Wobei die BereicheB&V sowie F& E in der Solarindustrie die längsten Arbeitszeiten aufweisen.Grafik 6Regelmäßige Mehrarbeit – % JA (S, W, M 2013)F&E WindF&E Solar81 %56 %72 %B&V WindB&V Solar61 %Monteure WindProduktion WindProduktion SolarLAN WindLAN Solar73 %30 %36 %69 %70 %Bei der Frage nun, inwieweit die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit auch dieRealität ist und nicht doch durch regelmäßige Mehrarbeit »ausgehebelt« wird,kommen die EE-Umfragen zu einem deutlichen Ergebnis (G 6). Außer bei den festbeschäftigten Produktionsmitarbeitern betrifft regelmäßige Mehrarbeit bei allenBeschäftigtengruppen der EE mit Werten von 56 bis 81 Prozent die Mehrheit derArbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Damit kann man annehmen, dass für vieleBeschäftigte eine 40 X-Stunden-Woche in den Erneuerbaren Energien wohl dieRegel ist.4Leider liegen wegen eines Formfehlers bei dem Wert »Vertragsarbeitszeiten Monteure« in M 2013 keineaussagekräftigen Ergebnisse vor.10 11

Zufriedenheit Arbeitszeiten und Vereinbarkeit von Familie und Beruf(S 2011, W 2012)53,93,33,22,73,12,53,12,72,72,7Grafik Zufriedenheit mit Arbeitszeiten (1 Sehr zufrieden; 6 überhaupt nicht zufrieden)Vereinbarkeit von Familie und Beruf (1 Sehr zufrieden; 6 überhaupt nicht zufrieden)Blicken wir vor diesem Hintergrund auf die Zufriedenheit der EE-Beschäftigten mitihren Arbeitszeiten (G 7), so schlägt sich jedoch die verbreitete 40 X-Woche nichtüberall in entsprechender Unzufriedenheit nieder. So sind die Werte im Angestelltenbereich mit einer Spanne von 2,1 bis 2,7 als gut zu bezeichnen. Doch die Wertesinken bei Leiharbeiterinnen und -arbeitern, festen Produktionsmitarbeiterinnenund -mitarbeiter und Monteurinnen und Monteure deutlich und erreichen dort nurdie Spanne von 2,5 bis 3,9. Zwei Gründe dürften hierbei eine besondere Rollespielen. Zum Einen scheinen Beschäftigte in den Bereichen B&V und F&E auchaußerhalb der EE weniger Wert auf planbare Arbeitszeiten zu legen als ihre gewerblichen Kolleginnen und Kollegen6, und es steht zu vermuten, dass dies u.a. an derhöheren Identifikation mit ihrer Arbeit liegt. Zum Zweiten wiederum macht ein Blickauf die nächste Graphik (G 8) deutlich: Die Arbeitszeiten von Leiharbeitnehmern,festen Produktionsarbeitern und Monteuren liegen, wie zu erwarten war, deutlichungünstiger nämlich in verschiedenen Schichten sowie an Wochenend- und Feiertagen (G 8).Schichtarbeit und Wochenend-bzw. Feiertagsarbeit – % Ja (S, W, M 2013) Grafik 89685 narSolNLA15156Schichtarbeit (Ja %)Wochenend- und Feiertagsarbeit (Ja%)6Auch in der IG Metall-Beschäftigtenbefragung 2013 sind es vor allem gewerbliche Arbeitnehmer, die dieForderung nach geregelten Arbeitszeiten unterstützen. Vgl. IG Metall Vorstand (Hrsg.), Beschäftigtenbefragung.Analyse der Ergebnisse, Frankfurt am Main 2013, S.24.

ABSCHNITT I6. Zuschläge und SonderzahlungenUm einschätzen zu können, wie mit der verbreiteten Mehrarbeit in den Betriebender EE umgegangen wird, hilft zunächst ein Blick auf die Anzahl der Arbeitnehmer,die angeben, dass ihre Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind (G 9). Dadabei zwischen den Beschäftigtengruppen nur geringe Differenzen festzustellensind und die Werte sich zwischen annehmbaren 2 und 15 Prozent bewegen, scheinthier eine zufriedenstellende Gesamtsituation vorzuherrschen, insofern die überwiegende Mehrzahl für ihre regelmäßige Mehrarbeit in den EE-Betrieben tatsächlicheine Gegenleistung bekommt.Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten – % Ja (S, W, M 2013)F&E WindF&E Solar12 %10 %B&V WindB&V Solar6%Monteure Wind5%9%Produktion WindProduktion SolarLAN WindLAN SolarGrafik 911 %9%15 %2%Bei der Frage nun, wie genau diese Gegenleistung für die Mehrarbeit aussieht (G 10),fällt auf, dass zwar Überstundenentgelte in der Windindustrie eine wichtigere Rollespielen als in der Photovoltaik und dass insbesondere im Bereich der festen Produktionsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und Monteurinnen und Monteure Winddie Beschäftigten von ihrer Mehrarbeit durch Überstundenentgelte finanziell profitieren. Dennoch ist in den EE das »Abfeiern« der geleisteten Überstunden durchentsprechenden Freizeitausgleich bzw. die Führung von Arbeitszeitkonten deutlichverbreiteter.Wie werden Überstunden abgegolten (S, W, M 2013)Grafik 10100 %90 %80 %70 %60 %50 %40 %30 %20 %10 %Freizeitausgleich (% Ja)Arbeitszeitkonto (% Ja)LANLA SolN arPrWodinudkPrtod ionuk Stio oln arWMonindteureWindB&VB& SolV arWindF&EF& SolE arWind0%Überstundenentgelte (% Ja)12 13

Schicht-, Wochenend- & Feiertagszuschläge – % Ja (S, W, M 2013)89 87838274Grafik 11Überstundenzuschläge(Ja %)727060Rufbereitschaftszuschläge(Ja rSolNLAd12 16Auch bei den Zuschlägen für Schicht- bzw. Wochenend- und Feiertagsarbeit (G 11)ist festzuhalten, dass diese in den EE die Regel sind. Zwar fallen die Werte derLeiharbeiter in der Photovoltaik deutlich nach unten ab. Sonst jedoch zeigen Wertevon 54 Prozent bis 89 Prozent, dass in den EE die überwiegende Mehrheit dergewerblich Beschäftigten ihre ungünstigen Arbeitszeiten durch Zuschlagszahlungenvergütet bekommt.Überstunden- und Rufbereitschaftszuschläge – % Ja (S, W, M 2013)84818982 797389Überstundenzuschläge(Ja %)Rufbereitschaftszuschläge(Ja nSolnNWindar33LAGrafik 12Bei der Verbreitung von Überstunden- und Rufbereitschaftszuschlägen (G 12) liegen7nicht in allen Bereichen aussagekräftige Werte vor. Dennoch ist ersichtlich, dassin der Windindustrie Überstundenzuschläge weit verbreitet und zumindest in denBereichen Produktion Wind und Monteure Wind auch Rufbereitschaftszuschläge dieRegel sind.7Wir haben aus Gründen der Repräsentativität hier nur Ergebnisse jener Bereiche aufgeführt, in denenmindestens 25 Beschäftigte Auskunft darüber gaben, ob anfallende Überstunden und Rufbereitschaft durchentsprechende Zuschläge vergütet werden oder nicht.

ABSCHNITT I14 15

Grafik 13Zuschläge Durchschnitt (S, W, M 2013)8B&V Wind464Monteure WindProduktion WindProduktion SolarLAN Wind566210251253Ähnlich schwierig ist die Datenlage bei der Frage nach der monatlichen Durchschnittshöhe der Zuschläge (G 13), da auch hier nur für einige Bereiche repräsentative Ergebnisse vorliegen. Immerhin lassen sich grob zwei Gruppen ausmachen:Auf der einen Seite stehen Monteurinnen und Monteure und B&V-Mitarbeiterinnenund Mitarbeiter der Windindustrie mit Zuschlagshöhen von 464 Euro bzw. 566, aufder anderen Seite wiederum finden sich die restlichen Beschäftigtengruppen der EEmit durchschnittlichen monatlichen Zuschlagshöhen zwischen 210 Euro und 253Euro wieder.8Aus Gründen der Repräsentativität haben wir hier lediglich die Durchschnittswerte jener Bereiche aufgeführt, dieauf der Angabe von mindestens 25 Beschäftigten basieren. Auch wurde hier explizit nach Zuschlägen und nichtnach Sonderzahlungen oder Boni gefragt, insofern die Frage lautete: Welcher Betrag ist darin[im monatlichenBruttoentgelt] an Zulagen, Überstunden und Rufbereitschaft enthalten?

ABSCHNITT IGrafik 14Sonderzahlungen – % Ja (S, W, M 2013)100 %90 %80 %70 %60 %50 %40 %30 %20 %10 ionioduktProduProWeihnachtsgeld(Ja %)WinardWinNLALANSolar0%Urlaubsgeld(Ja %)Sonst. Sonderzahlungen(Ja %)Keine SonderzahlungenEine Art Zwei-Klassengesellschaft zeichnet sich ab, wenn wir uns dem Bereich derSonderzahlungen zuwenden (G 14). Während die Monteurinnen und Monteure undB&V-Kolleginnen und Kollegen der Windbranche mit Werten von jeweils um die 70Prozent und mehr angeben, dass sie Weihnachts-und Urlaubsgeld erhalten, soliegen die Werte der restlichen Beschäftigtengruppen diesbezüglich nur um die 50Prozent-Marke oder darunter. Jedoch scheinen sonstige Sonderzahlungen in beidenBranchen der EE verbreitet zu sein, sodass zukünftig genauer zu fragen sein wird,welche Zahlungen dies genau sind. Dies, aber auch die Werte der Beschäftigten, dieangeben keine Sonderzahlungen zu erhalten, können nicht darüber hinweg täuschen,dass in den EE auch in diesem Bereich betriebs- bzw. tarifpolitischer Handlungsbedarf vorhanden ist.16 17

ABSCHNITT IIIM FOKUS

ABSCHNITT II – IM FOKUS7. Frauen 9Grafik 15Karrierevergleich Frauen-Männer (S, W, M &ESolarBerufsausbildungFrauen (% JA)91,5 %85,9 %63,8 %53,2 %51,5 %BerufsausbildungMänner (% JA)86,5 %84,4 %66 %48,9 %45,9 %Studium Frauen(% JA)2,2 %0%37,8 %38,9 %55,1 %Studium Männer(% JA)3,1 %1,8 %36 %40,4 %61,8 %VertragsarbeitszeitFrauen (Schnitt)38,3 Std.37,6 Std.37,3 Std.34,4 Std.37,9 Std.VertragsarbeitszeitMänner (Schnitt)38 Std.38,1 Std.38,7Std.38 Std.39 Std.VorgesetztenfunktionFrauen3,1 %0%8,8 %0%3%VorgesetztenfunktionMänner13,5 %8,4 %19,3 %10,2 %13,5 %1. Gleiche Qualifizierung, gleiche Arbeitszeit – ungleiche Karriere!Frauen in den EE sind in allen Bereichen ähnlich qualifiziert wie ihre männlichenKollegen und bis auf den Bereich B&V Wind gibt es im Geschlechtervergleich auchkeine großen Unterschiede bezüglich der vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten(G 15). Die IG Metall-Umfragen belegen jedoch, dass es trotz dieses HintergrundsFrauen in den EE deutlich seltener gelingt, einen Karriereschritt hin zu einer Vorgesetztenfunktion zu machen.9Die Beschäftigtenbereiche Monteure Wind und F&E Wind wurden hier nicht berücksichtigt, weil sich im erstenBereich gar keine Frauen bzw. in F&E nur 3 Frauen an der Umfrage beteiligt haben.18 19

Bruttoeinkommen Frauen-Männer (incl. alle Zulagen) (S, W, M 2013)ProduktionSolarProduktionWindBrutto Frauen1967 2345 2880 3301 2827 Brutto Männer2112 2495 3162 3697 3599 6,9 %6,0 %8,9 %10,7 %21,5 %1949 2345 2748 3301 2762 2019 2450 3017 3647 3412 3,5 %4,3 %8,9 %9,5 %19,0 %Abstand in %(Wert Männer 100 %)Brutto Frauen(ohne Vorgesetzte)Brutto Männer(ohne Vorgesetzte)Abstand in %(Wert Männer 100 %)B&VSolarB&VWindGrafik 16F&ESolar2. Geringeres Einkommen für FrauenFrauen verdienen in den EE in allen Beschäftigtengruppen deutlich weniger alsmännliche Beschäftigte (G 16). Dieses Ergebnis resultiert aus den schlechterenAufstiegschancen von Frauen in den EE. Rechnet man zu einem präzisieren Vergleich die Vorgesetzten aus der Bruttoentgeltstatistik heraus, so verringern sich dieEntgeltunterschiede zwischen den Geschlechtern nur geringfügig, und das erhärtetden Verdacht, dass Frauen insbesondere im Bereich B&V sowie F&E Solar fürvergleichbare Arbeit keineswegs das gleiche Entgelt wie ihre männlichen Kollegenbekommen.Vergleicht man diese Werte mit den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Einkommensentwicklung von Männern und Frauen, die am Equal Pay Day 2014 veröffentlicht wurden, dann ist insbesondere mit Blick auf die sog. bereinigte Entgeltlücke, die den Entgeltunterschied zwischen Männern und Frauen in den gleichenPositionen misst, festzustellen, dass die EE hier nur in den Produktionsbereichenüber dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Insbesondere im Angestellten- undIngenieursbereich der EE wird diese Entgeltlücke, die bundesweit bei 7-8 Prozentliegt10, hingegen zum Teil deutlich /2014-03/lohn-unterschied-gender-pay-gap-bezahlung (24.3.2014)

ABSCHNITT II – IM FOKUSGrafik 17Regelmäßige Mehrarbeit Frauen-Männer (S, W, M 2013)MehrarbeitFrauen (% JA)MehrarbeitMänner (% Solar22 %33,6 %52,7 %71,5 %27,4 %37,1 %31,6 %66,9 %73,3 %59,3 %3. Frauen sind seltener von Mehrarbeit betroffenBis auf den Bereich Produktion Wind sind Frauen in den EE teilweise deutlichseltener von Mehrarbeit betroffen als Männer (G 17). Dies könnte wiederum mit dernach wie vor verbreiteten sozialen Rolle von Frauen als Mütter zusammenhängen.Grafik 18Sonderzahlungen Frauen-Männer (S, W, M &ESolarSonderzahlungenFrauen (% JA)24,9 %71 %70,9 %79 %63 %SonderzahlungenMänner (% JA)48,1 %71,1 %71,1 %89 %73,6 %4. Auch im Bereich Sonderzahlungen sind Frauen schlechter gestelltAuch im Bereich der Sonderzahlungen ist eine Schlechterstellung der weiblichenArbeitnehmer in den EE zu konstatieren (G 18). So sind die übergreifenden Ergebnisse in den Bereichen Produktion Wind und B&V Solar sehr ähnlich. Die Anzahlder Frauen, die Sonderzahlungen erhalten, ist jedoch in allen anderen Vergleichsfeldern erheblich geringer.20 21

Grafik 19Subjektive Einschätzungen Frauen-Männer (S, W, M 2013)ProduktionSolarProduktionWind31 %39,7 %72,4 %67,2 %77,1 %LebensstandartMänner (über Schnitt)42,1 %46,8 %71 %77,9 %84 %EntgeltangemessenheitFrauen (über Schnitt)17,3 %31,8 %45,8 %60,8 %53,8 %EntgeltangemessenheitMänner (über Schnitt)21,5 %34,8 %39,8 %62 %43,4 %LebensstandartFrauen (über Schnitt)B&VSolarB&VWindF&ESolar5. Niedrigerer Lebensstandard, ambivalente Sicht auf das eigene EntgeltIm Bereich der subjektiven Einschätzungen überrascht mit Blick auf die Entgelthöhen zunächst keineswegs, dass Frauen ihren Lebensstandard fast durchgängiggeringer einschätzen als ihre männlichen Kollegen. (G 19) Dennoch führt das nichtdazu, dass Frauen ihre Entgelte als unangemessener empfinden als ihre Kollegen.Lediglich in der Produktion ist dies deutlich der Fall, während im Bereich B&V Windähnliche Werte zwischen den Geschlechtern vorliegen, und in den Bereichen B&VSolar und F&E Solar Frauen sogar ihre Entgelte als angemessener empfinden.

ABSCHNITT II – IM FOKUS8. Wind-MonteureGrafik 20Vergleich Ergebnisse Monteure: M 2013 vs. W 2013MONTEUREIn Betriebenohne TVMONTEUREIn Betriebenmit TVENTGELTMonatsbrutto incl. Zulagen (Mittelwert)3133 3496 41103 48625 659 509 3,04,4Regelmäßige Mehrarbeit (% JA)83 %72 %Schichtarbeit (% JA)59 %74 %Wochenend- und Feiertagsarbeit (% JA)96 %93 %Rufbereitschaft (% JA)96 %21 %Überstundenzuschläge (% JA der Betroffenen)81 %100 %Wochenend-und Feiertagszuschläge (% JA der Betroffenen)98 %100 %Rufbereitschaftszuschläge (% JA der Betroffenen)89 %32 %Schichtzuschläge (% JA der Betroffenen)69 %97 %Urlaubsgeld (% JA)77 %90 %Weihnachtsgeld (% JA)72 %93 %Jahresbrutto incl. Zulagen und Sonderzahlungen (Mittelwert)Höhe der Zulagen (Durchschnitt)Angemessenheit des Entgelts bezogen auf die Tätigkeit(6 voll und ganz angemessen; 1 gar nicht (viel zu gering))ARBEITSZEITZUSCHLÄGE UND SONDERZAHLUNGENDas gesonderte Eingehen auf die Ergebnisse der Monteurinnen und Monteure Wind(G 20) ist hier aus zwei Gründen gerechtfertigt: Zum einen sind Monteure jeneBeschäftigtengruppe innerhalb der Windindustrie, deren Arbeit gerade auch imOffshore-Bereich besonders schwierig und gefährlich ist. Zum anderen macht esSinn, für ein präziseres Verständnis der unterschiedlichen Situation von Beschäftigten in tarifgebundenen und ungebundenen Betrieben die Werte zumindest amBeispiel einer Beschäftigtengruppe entsprechend aufzuschlüsseln.22 23

Blickt man vor diesem Hintergrund nun auf die Resultate, so sind folgende Ergebnisse stichpunktartig hervorzuheben: Wie zu erwarten, ist das Monatsbrutto inkl. Zulagen der Monteurinnen undMonteure in tarifgebundenen Betrieben deutlich höher. Entsprechend sind dieBeschäftigten in solchen Betrieben mit ihrem Entgelt auch erheblich zufriedenerals Monteure in tariflosen Betrieben. Rechnet man außerdem die Zulagen heraus,um das fixe Monatsbrutto für die jeweiligen Monteure zu erhalten (Monteurinnenund Monteure ohne TV: 2.474 Euro; mit TV: 2.987 Euro), so vergrößert sich derEntgeltabstand zugunsten der tarifgebundenen Betriebe auf mehr als 500 Euroim Monat. Monteure in Betrieben ohne Tarifvertrag erhalten höhere Zulagen als in Betrie-ben mit Tarifvertrag. Mag dies auf den ersten Blick als Vorteil erscheinen, sobedeutet dies aber auch, dass Monteure in Betrieben ohne Tarifvertrag deutlichstärker darauf angewiesen sind, ihrer schwierigen und belastenden Arbeitzeitlich flexibel nachzugehen, um so auf ihr Monatsbrutto zu kommen. Zudemsind diese für sie wichtigen Zuschlagszahlungen nicht durch einen Tarifvertragkollektivrechtlich abgesichert. Betrachtet man die Lage der Arbeitszeiten, dann sind Monteurinnen und Monteure in Betrieben ohne Tarifvertrag außer von Schichtarbeit deutlich häufiger vonallen anderen Formen außerordentlicher Arbeitszeiten betroffen als ihre Kollegenin Betrieben mit Tarifvertrag. Zudem bekommen Monteure in Betrieben mitTarifvertrag – bis auf die Ausnahme der Rufbereitschaft – fast zu 100 ProzentÜberstunden-, Wochenend-, Feiertags- und Schichtzuschläge, während dies beiihren Kollegen in Betrieben ohne Tarifvertrag nicht so ist. Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld sind für Monteure in Betriebenmit Tarifvertrag fast durchgehend Standard, während immerhin knapp 25 Prozentder Monteure in Betrieben ohne Tarifvertrag auf diese Sonderzahlungen verzichten müssen.

ABSCHNITT II – IM FOKUS9. ArbeitssicherheitArbeitssicherheit S 2011, W 2012 (1 Maximum, 6 Minimum)11F&E WindF&E SolarB&V WindB&V SolarMonteure WindProduktion WindProduktion SolarLAN WindGrafik 212,22,72,21,71,92,42,42,3Wenn es um das Thema Arbeitssicherheit geht, so belegen die Resultate der EEUmfragen (G 21), die in allen Beschäftigtengruppen deutlich über dem Durchschnittliegen, dass in den EE auf die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmergeachtet wird. Vor dem Hintergrund der teilweise anspruchsvollen Arbeit derBeschäftigten beim Aufbau von Windenergieanlagen oder beim Umgang mitgefährlichen Stoffen in der Solarzellenproduktion, ist dies besonders erfreulich.11Die entsprechende Frage in den Umfragen S 2011 sowie W 2012 lautete: Wie sehr wird an Ihrem Arbeitsplatzauf die Einhaltung von Arbeitssicherheitsbestimmungen geachtet?24 25

ABSCHNITT II – IM FOKUS10. LangzeitperspektiveGlauben Sie, dass Sie Ihre derzeitige Tätigkeit bis zum Rentenalterausüben können – % JA (S 2011, W 2012)12Frauen F&E WindFrauen F&E Solar50 %24 %F&E WindF&E Solar59 %83 %B&V WindB&V SolarMonteure WindProduktion WindProduktion SolarLAN WindLAN SolarGrafik 2254 %40 %25 %28 %23 %30 %Die EE gelten in der Öffentlichkeit als Zukunftsbranchen. Die IG Metall-Umfragenbelegen jedoch, dass dies die Beschäftigten in den Branchen für sich selbst anderssehen (G 22). Im gewerblichen Bereich k

Gesamt Solar Wind Grafi k 1 MONATSBRUTTO S, W, M 2013 (inkl. Zulagen) Grafi k 2 F&E Wind 4289 F&E Solar 3519 B&V Wind 3587 B&V Solar 3044 Monteure Wind 3343 Produktion Wind 2489 Produktion Solar 2073 LAN Wind