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Das Aktionärsmagazin der SAPSAP InvestorAusgabe zum 1. Quartal 2018Transparenz statt KontrolleArbeiten im digitalen Zeitalter

FinanztermineLiebe Leserin,lieber Leser,22. Mai 2018Auszahlung derDividendewir wissen, dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt nachhaltig verändernwird. Auf deren Konsequenzen, wie die fortschreitende Automatisierung unddie neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz, müssen wir vorbereitetsein – als Bürger, als Arbeitnehmer, als Unternehmer und Organisationen.Nur wie?19. Juni 2018Unternehmenspräsentation auf demDSW Anlegerforum,Münster10. Juli 2018Unternehmenspräsentation auf demDSW Anlegerforum,Bonn19. Juli 2018Veröffentlichung derErgebnisse für daszweite Quartal undHalbjahr 201826. Juli 2018Unternehmenspräsentation auf demDSW Anlegerforum,Börse München18. Oktober 2018Veröffentlichung derErgebnisse für dasdritte Quartal 2018Um herauszufinden, wie „Arbeiten im digitalen Zeitalter“ aussehen wird,setzen wir uns bei SAP schon seit mehreren Jahren intensiv mit diesemThema auseinander. Wir betrachten dabei zum Beispiel Fragen der Arbeitsorganisation, der Flexibilisierung von Arbeitsmodellen und der ständigenWeiterentwicklung von Wissen. Unsere Forschung zeigt, dass Unternehmenmit agileren Arbeitsmethoden das Potenzial haben, schneller bessereErgebnisse zu erzielen. Einen tieferen Einblick bietet Ihnen in dieser Ausgabedas Interview mit Günter Pecht, dem Leiter unseres Teams „Future of Work“.Passend zur zukünftigen Art des Arbeitens hat SAP bereits Lösungenanzubieten. „SAP Learning Solution“, „SAP SuccessFactors“ oder„SAP Work-Life“ helfen unseren Kunden dabei, ihre Mitarbeiter innovativereinzubinden, mit ihnen regen Austausch zu pflegen und sie effizient weiterzu qualifizieren. Und das sehr erfolgreich. So hat sich die Zahl der Nutzervon „SAP SuccessFactors Employee Central“ alleine in den vergangenenzwei Jahren mehr als verdoppelt.Dass sich auch bei uns selbst die Investition in unsere Mitarbeiter und infortschrittliche Arbeitsmethoden lohnt, beweisen unsere Zahlen zum erstenQuartal 2018. Auf zwei Dinge bin ich besonders stolz: Trotz eines sehr starkenVorjahresquartals lag das währungsbereinigte Wachstum der Cloud- undSoftwareerlöse ( 9 %) über unserer Jahresprognose. Außerdem konntenwir die währungsbereinigte operative Marge um 1,1 Prozentpunkte erhöhen.Damit Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, noch stärker an unserererfolgreichen Entwicklung teilhaben, schlagen Vorstand und Aufsichtsratder Hauptversammlung eine um 12 % höhere Dividende von 1,40 je Aktievor. Zudem heben wir insgesamt unsere Dividendenpolitik an und wollenkünftig kontinuierlich 40 % (bisher 35 %) oder mehr unseres Gewinns nachSteuern ausschütten. Gute Nachrichten für Ihr Investment.Und nun wünsche ich Ihnen eine informative und anregende Lektüre.Ihr Luka MucicFinanzvorstand der SAP SE2

SAP Investor 1. Quartal 2018Nachrichtenzur Ordentlichen HauptversammlungTagesordnungspunkt 7: Nachwahlen zum AufsichtsratDer Aufsichtsrat schlägt vor, die folgenden Personen als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsratder SAP SE zu wählen. Die Wahl erfolgt jeweils als Einzelwahl:Aicha Evans (49) Senior Vice President und Chief Strategy Officer der Intel Corporation,Santa Clara, Kalifornien, USA wohnhaft in Los Gatos, Kalifornien, USA ab dem 17. Mai 2018 bis längstens zum 20. Mai 2020Aicha Evans ist durch Beschluss des Amtsgerichts Mannheim vom 21. Juni 2017anstelle von Jim Hagemann Snabe zum Aufsichtsratsmitglied bestellt worden.Dr. Friederike Rotsch (45) Group General Counsel und Leiterin Recht und Compliance der Merck KGaA,Darmstadt wohnhaft in Königstein im Taunus ab dem 17. Mai 2018 bis längstens zum 20. Mai 2020Dr. Friederike Rotsch soll auf Prof. Dr. Wilhelm Haarmann, der sein Amtzum 17. Mai 2018 niedergelegt hat, in den Aufsichtsrat folgen.Gerhard Oswald (64) Geschäftsführer der Oswald Consulting GmbH, Walldorf Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München wohnhaft in Walldorf ab dem 1. Januar 2019 bis längstens zum 20. Mai 2020Gerhard Oswald soll ab dem 1. Januar 2019 anstelle von Prof. Anja Feldmann, Ph. D.,die ihr Amt zum 31. Dezember 2018 niedergelegt hat, in den Aufsichtsrat gewähltwerden.Diane Greene (62) Chief Executive Officer Google Cloud, Google LLC Mountain View, Kalifornien, USA Mitglied des Board of Directors, Alphabet, Inc., Mountain View, Kalifornien, USA wohnhaft in Stanford, Kalifornien, USA ab dem 17. Mai 2018 bis längstens zum 20. Mai 2020Diane Greene soll Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Klaus Wucherer, der sein Amtzum 17. Mai 2018 niedergelegt hat, in den Aufsichtsrat nachfolgen.Die vollständigen Details und Lebensläufe der Kandidaten können Sie der Einladung zur Hauptversammlungentnehmen oder im Internet unter www.sap.de/hauptversammlung nachlesen.3

Erstes Quartal 2018Ein starkes Kerngeschäft, ein schnellesWachstum in der Cloud und eine Steigerung der operativen Marge. So lassensich die Erfolge von SAP im erstenQuartal 2018 zusammenfassen. DieCloud-Subskriptions- und -Supporterlöse übertrafen erstmals in einemQuartal die Milliardengrenze und stiegen (Non-IFRS) um 18 % auf 1,07 Mrd. (währungsbereinigt 31 %). Der CloudAuftragseingang (Non-IFRS) nahmum 14 % auf 245 Mio. zu. OhneWährungseinflüsse betrug der Zuwachssogar 25 %.Der Gesamtumsatz (Non-IFRS) derSAP stagnierte aufgrund von Währungseinflüssen bei 5,26 Mrd. (währungsbereinigt plus 9 %). Davon entfallen1,07 Mrd. auf Cloud-Subskriptionsund -Supporterlöse (plus 18 %),3,28 Mrd. auf Softwarelizenzen undSupport (minus 4 %) und 0,91 Mrd. auf Services (minus 5 %). Das Betriebsergebnis (Non-IFRS) stieg währenddessen um 3 % auf 1,24 Mrd. (währungsbereinigt 14 %). Somit verbesserte sichdie operative Marge (Non-IFRS) um0,8 Prozentpunkte auf 23,5 % (währungsbereinigt 1,1 Prozentpunkte) und setztso die im Vorjahr begonnene Renta-bilitätswende fort. Der Gewinn nachSteuern (Non-IFRS) sank im Quartal um2 % auf 868 Mio. . Die effektive Steuerquote (Non-IFRS) lag bei 27,6 % (Q1 2017:25,7 %). Der operative Cashflow gingum 10 % auf 2,58 Mrd. zurück (Q1 2017:2,87 Mrd. ). Der Free Cashflow sankdurch höhere Steuerzahlungen, negativeWährungseinflüsse und gestiegeneInvestitionsausgaben um 17 % auf2,15 Mrd. . Die Nettoliquidität amQuartalsende verbesserte sich jedochum 1,0 Mrd. auf 546 Mio. (Q1 2017:-460 Mio. ).SAP hebt Ausblick für 2018 anUm die abgeschlossene Akquisitionvon Callidus sowie das starke Wachstum des Betriebsergebnisses im erstenQuartal widerzuspiegeln, hebt dieSAP ihren Ausblick für das Gesamtjahr2018 an. So rechnet SAP nun mitErlösen aus Cloud-Subskriptionenund -Support (Non-IFRS, währungsbereinigt) in einer Spanne zwischen4,95 Mrd. und 5,15 Mrd. (2017:3,77 Mrd. ). Callidus soll dazu rund150 Mio. beitragen. Das obere Endedieser Spanne entspricht einem währungsbereinigten Wachstum von36,5 %.Die gesamten Cloud- und Softwareerlöse(Non-IFRS, währungsbereinigt) sollen imGesamtjahr 2018 in einer Spanne zwischen 6,5 % und 8,5 % auf 20,85 Mrd. bis 21,25 Mrd. zunehmen (2017:19,55 Mrd. ). Der Gesamtumsatz(Non-IFRS, währungsbereinigt) wirddemnach in einer Spanne zwischen24,80 Mrd. und 25,30 Mrd. (2017:23,46 Mrd. ) erwartet. Beim Betriebsergebnis (Non-IFRS, währungsbereinigt)rechnet die SAP nun mit einem Anstiegin einer Spanne zwischen 8,5 % und 11 %auf 7,35 Mrd. bis 7,50 Mrd. (2017:6,77 Mrd. ), wozu Callidus einen Beitragvon rund 10 Mio. leisten soll.Der Ausblick der SAP für das Gesamtjahr 2018 wird ohne Berücksichtigungder Wechselkurse gegeben. Wenndie Währungskurse für den Rest desJahres unverändert auf den Kursenvon Anfang April bleiben, erwartet dieSAP, dass die Cloud- und Softwareerlöse(Non-IFRS) in einer Spanne zwischen–4 und –6 Prozentpunkten für dasGesamtjahr 2018 durch negative Währungseffekte beeinflusst werden unddass das Betriebsergebnis (Non-IFRS)in einer Spanne zwischen –4 und –6Prozentpunkten für das Gesamtjahr2018 durch negative Währungseffektebeeinflusst wird.Ausgehend vom XETRA-Schlusskurs desJahres 2017 von 93,45 erreichte dieSAP-Aktie am 5. Januar ihr Quartalshochvon 96,44 . Während der DAX 30 bis zum23. Januar auf ein neues Rekordhoch von13.559 Punkten stieg, wurde die SAPAktie durch einen verhaltenen Analystenkommentar von Morgan Stanley sowieden stärker werdenden Euro belastet undlag zu diesem Zeitpunkt bei 92,91 . Inder Folge bestimmten die immer wiederaufkeimende Angst vor steigenden Zinsensowie der erstarkende Euro die Marktentwicklung und führten zu teils deutlichen Kursverlusten. Die SAP-Aktie sankdabei bis zum 13. Februar auf 82,80 .Gute Geschäftszahlen für das Gesamtjahrund das vierte Quartal 2017 sowie dieangekündigte Übernahme der CallidusSoftware Inc. konnten keine positivenImpulse setzen. Unterstützt von derAnkündigung einer höheren Dividendestieg der Aktienkurs in der anschließenden Markterholung wieder auf 86,20 .Anfang März setzte der Konfrontationskurs der USA zu internationalen Handelspartnern die Märkte unter Druck. Dabeimarkierte die SAP-Aktie am 2. März ihrQuartalstief von 82,47 . Nach einerkurzen Erholung aufgrund guter USKonjunkturdaten und eines nachgebendenEuro führte der konkreter werdendeHandelsstreit um Strafzölle erneut zu Verlusten. Technologiewerte wurden zudemdurch den Datenskandal bei Facebookbelastet. In diesem Umfeld beendete dieSAP-Aktie das erste Quartal am 29. Märzmit einem Schlusskurs von 84,97 .Die SAP-AktieDie SAP-Aktie musste im ersten Quartal2018 Verluste von 9,1 % hinnehmen undentwickelte sich damit schlechter alsihre Vergleichsindizes. Während derDAX 30 und der EURO STOXX 50 um6,4 % bzw. 4,1 % nachgaben, legteder S&P North American TechnologySoftware Index trotz der negativenAuswirkungen des Datenskandals beiFacebook um 9,8 % zu. So bewertendie Märkte die Effekte der US-Steuerreform auf amerikanische Unternehmendeutlich positiver als auf europäischeKonzerne wie SAP. Der SAP-Aktienkurs bewegte sich dabei zwischen demQuartalstief von 82,47 und dem Quartalshoch von 96,44 . Am Quartalsendenotierte die SAP-Aktie bei 84,97 .4

SAP Investor 1. Quartal 2018Erstes Quartal 2018IFRSMio. , falls nicht anders bezeichnetNew Cloud Bookings (Cloud-Auftragseingang)Non-IFRSQ1 2018Q1 2017Veränderungin %Q1 2018Q1 2017Veränderungin %Veränderung in skriptionen und -Support1.070905181.0729061831Softwarelizenzen und Support3.2813.422–43.2813.422–44Cloud und .28505.2625.2850971692 Pp71692 PpAnteil besser planbarer Umsätze in %BetriebsergebnisGewinn nach SteuernUnverwässertes Ergebnis je Aktie in Anzahl Mitarbeiter (Vollzeitbeschäftigte, lle Zahlen sind ungeprüft. Eine detaillierte Erläuterung zur Non-IFRS-Berechnung von SAP finden Sie online unter www.sap.com/investor (Grundlagen der Berichterstattung).Da New Cloud Bookings eine Auftragseingangszahl ist, gibt es hierzu kein IFRS-Äquivalent.Angepasster AusblickAusblick 2018Mrd. Cloud-Subskriptionen und -SupportCloud und SoftwareUmsatzerlöseBetriebsergebnisAusblick S4,95 bis 5,15 31 % bis 36,5 %8,0 bis 8,520,85 bis 21,25 6,5 % bis 8,5 %24,80 bis 25,30 5,5 % bis 7,5 %28,0 bis 29,07,35 bis 7,50 8,5 % bis 11 %8,5 bis 9,0Anteil besser planbarer Umsätze70 % bis 75 %Anteil Cloud-Subskriptionen und -Support sowieSoftwaresupport an den gesamten UmsatzerlösenKunden-Net-Promoter-ScoreKennzahl zur Messung von Kundentreue,die Bandbreite liegt zwischen –100 % und 100 %Mitarbeiterengagement-IndexAusdruck für die Motivation und Loyalität derMitarbeiter basierend auf einer jährlichen Umfrage21 % bis 23 %35 % bis 40 %84 % bis 86 %84 % bis 86 %SAP-Aktie im Index-Vergleich vom 29. Dezember 2017 bis 29. März 2018SAP-Aktie im Index-Vergleich vom 29. Dezember 2017 bis 29. März 2018Prozent125 SAP-Aktie (Xetra) DAX 30 Performanceindex (Xetra) S&P North American Technology Software Index Dow Jones EURO STOXX 5012011511005.01.2018Quartalshoch 96,44 29.12.201793,45 02.03.2018Quartalstief 82,47 10529.03.201884,97 1009590850102035

Transparenz statt KontrolleArbeiten im digitalen ZeitalterAngesichts steigender Komplexität,Automatisierung und Digitalisierunggeraten Unternehmen zunehmend unterDruck, sich immer schneller erneuernund immer wieder neu erfinden zu müssen. Bei SAP setzt sich das Team „Futureof Work“ um Günter Pecht seit 2012 mitder Frage auseinander, wie Managementund Mitarbeiter Arbeit in einer automatisierten Welt gestalten müssen, umgemeinsam erfolgreich zu sein.Welche Lösungen entwickelt SAP für sichund seine Kunden? Günter Pecht gibtAntworten auf drängende Fragen zumThema „Zukunft der Arbeit“.Herr Pecht, sprechen wir über Arbeitim digitalen Zeitalter. Was ist der KernIhrer Arbeit?Wenn wir von Digitalisierung reden, dannsprechen wir oft vom Internet der Dinge,von Machine Learning, von der Automatisierung von Prozessen. Unser Team hingegen untersucht, welche Auswirkungendie fortschreitende Automatisierungdarauf hat, wie wir Arbeit an sich organisieren. Da spielt der Mensch natürlicheine zentrale Rolle. Wir beschäftigen unssozusagen mit der menschlichen Seiteder Digitalisierung.6Im SAP Investor des vierten Quartals2017 standen die Auswirkungen derDigitalisierung auf die Wirtschaft imFokus. Lassen Sie uns auf eine Zeitreiseins Jahr 2030 gehen. Was sehen Sie?Zwölf Jahre sind eine lange Zeit, aberviele Tendenzen lassen sich bereits heuteausmachen. Unternehmensgrenzenwerden sich immer weiter öffnen, eswird mehr Kooperationen mit anderenUnternehmen geben. Und Mitarbeiterwerden sich zunehmend selbstständigorganisieren. Insgesamt wird ergebnisorientierter gearbeitet. Wir alle werdenmehr Verantwortung übernehmen undstärker in temporäre, interdisziplinäreTeams eingebunden sein. Außerdemkönnen wir kreativer arbeiten, weil unsComputer administrative Aufgabenabnehmen.Die zunehmende Automatisierungschürt aber auch Ängste, etwa vorArbeitsplatzverlust oder Überforderung.Wie können Sie uns diese Sorgennehmen?Dies ist eine durchaus berechtigte Angst,aber keine neue. Rückblickend betrachtet hat jede industrielle Revolution zueinem Verlust von Jobs geführt, abernicht zum Verlust der Arbeit an sich.Denn obsolet gewordene Jobs wurdendurch andere Beschäftigungen ergänztbzw. ersetzt. Auch heute sehen wir einenhohen Bedarf an Fachkräften, allein inDeutschland sind insgesamt 1,2 MillionenStellen unbesetzt. Wir sind in einer Phase,in der wir uns umstellen müssen. In derwir neue Ausbildungen brauchen,Mitarbeiter mit neuen Qualifikationen.Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigstenFähigkeiten eines Arbeitnehmers in derdigitalen Welt?Lernfähigkeit und Flexibilität sind wichtigeEigenschaften. Wir bewegen uns ineinem extrem dynamischen Wettbewerb,nicht nur bei SAP. Aktuell werden etwabei den Automobilbauern, die aufE-Mobilität umstellen müssen, solcheThemen heiß diskutiert. Da müssenbeispielsweise Metaller zu Elektrikernwerden, um künftig Generatoren stattMotoren zu produzieren.Was sind die größten Herausforderungenfür Unternehmen, wenn es darum geht,sich auf die Arbeitswelt der Zukunfteinzustellen?In einer weitgehend automatisierten Weltreicht es nicht mehr aus, effizient undproduktiv zu sein. Damit können Sie sichnicht mehr differenzieren. Unternehmenmüssen agil und innovativ werden. Dieklassische Management-Lehre der 50erJahre passt zu einer statischen Welt.Unsere heutige Welt ist jedoch dynamisch, die durchschnittliche Lebenszeiteines Unternehmens wird kürzer.Innovative Firmen arbeiten deshalb inbereichsübergreifenden Teams undvereinen so verschiedene Kompetenzen,um Probleme ihrer Kunden zu lösen.Das halte ich für essenziell, um im Marktschnell zu reagieren. Deshalb müssen wirweg vom alten Managementdenken mitBefehlsketten von oben. Wir brauchenFührungskräfte, die Mitarbeitern Freiraumgeben, ihnen Visionen aufzeigen, aberauch Ergebnisse durch Übertragung vonEigenverantwortung einfordern.Wie organisieren Sie sich? Wie arbeitendie Teams bei SAP?Wir setzen bereits seit 2008 auf einenagilen Ansatz. Ein Beispiel: Die Software-12Jahrewird die durchschnittlicheLebensdauer einesUnternehmens im Aktienindex„Standard & Poor’s 500“im Jahr 2027 sein.2016 waren es noch 24 Jahre.Quelle: 2018 Corporate Longevity Forecast:Creative Destruction is Accelerating

SAP Investor 1. Quartal 2018Entwicklung bis zur Marktreifehaben wir früher in viele verschiedene Arbeitsschrittegesplittet, zahlreiche Abteilungenwaren eingebunden. Eine großeneue Produktversion hat unterUmständen bis zu zwei Jahrebenötigt, in der Zwischenzeit hattesich der Markt aber bereits weiterentwickelt. Heute arbeiten agile Teams mitmaximal zehn Mitarbeitern in kurzen, iterativen Zyklen und in enger Kooperationmit unseren Kunden. So erhalten wirschnell Feedback zu unseren Produktenund wissen, wann sie die Erwartungenerfüllen. Das führt deutlich schneller zuzufriedenstellenden Ergebnissen. Wennetwas nicht läuft, wie gedacht, dannändern wir es. Eine neue Art von Fehlerkultur ist ebenfalls wichtig: Ein Projekt zustoppen, heißt nicht, wir sind gescheitert.Wir machen es dann zukünftig nuranders, eben besser. Wir lernen darausfür künftige Projekte. Denn innovativ zusein, bedeutet auch, Risiken einzugehen,neue Wege zu beschreiten.Gilt diese geschilderte Arbeitsweltbereits für die gesamte SAP?Eine Transformation dieser Größenordnung lässt sich nicht in wenigen Monatenumsetzen. Zurzeit arbeiten wir insbesondere in der Entwicklung mit kleinenTeams. Seit 2010 setzen wir außerdemverstärkt auf Ko-Innovation mit unserenKunden. Wir sind auf dem Weg. Für solcheinen Kulturwandel braucht es Geduld,Konsequenz und auch den Mut, neuePfade zu beschreiten. Etwa, um dieZusammenarbeit unbürokratisch undattraktiver zu gestalten – in Deutschlandund international. Zum Beispiel übereinen Job-Tausch, der einen Perspektivwechsel bietet und Wertschätzung fürdie Arbeit anderer fördert.Wie wichtig sind Information undTransparenz in der digitalisiertenArbeitswelt?Transparenz ist in der digitalen Arbeitswelt das, was in der alten Welt Kontrollewar. In der Selbstorganisation gibt es diese Kontrolle nicht, ihre Aufgabe übernimmt die Transparenz. Wenn ich vonMisst die Mitarbeiterzufriedenheit undbietet individuelle Vorschläge zurVerbesserung von Wohlbefinden undGesundheit: die App „SAP Work-Life“.meinen Mitarbeiternunternehmerisches Handelnfordere, muss ichihnen auch die dafürnötigen Informationengeben.Gibt es bereits SAP-Produkte, dieanderen Unternehmen den Weg in diedigitale Arbeitswelt erleichtern?Ja, die Beschäftigung mit der zukünftigenArbeitswelt dient ja auch dazu, unsereErfahrungen in Produkte zu übertragen,die Unternehmen den digitalen Wandelerleichtern. Ende 2017 haben wir dieLösung „SAP Work-Life“ auf den Marktgebracht. Damit misst man nicht nur dieMitarbeiterzufriedenheit, sondern bietetauch individuelle Vorschläge zur Verbesserung von Wohlbefinden und Gesundheit an. Und dies nicht nur einmal jährlich und über einen langen Fragebogen,sondern in Echtzeit, täglich, individuellund mit einem Assistenzsystem. Dennnur so holen wir Mitarbeiter wirklich ab.Über eine App kann ich aus einem Katalog die Themen wählen, die mich geradebeschäftigen. Etwa das Thema WorkLife-Balance nach der Geburt meinesKindes, Möglichkeitenfür Home-Office oder individuelleAngebote für meine persönliche Weiterentwicklung. Das Produkt haben wirmit 21 Kunden gemeinsam entwickelt,darunter ein Automobilhersteller, einKosmetikkonzern und ein Verkehrsunternehmen.Sie sind häufiger Gast auf gesellschaftspolitischen Veranstaltungen zurZukunft der Arbeit. Welche Wünschehaben Sie an die Politik?Von der Politik wünsche ich mir, dassDeutschland mehr Anreize schafft, ininnovative Technologien zu investieren.Hier fehlt der Mut zum Risikokapitalund zur Risikokultur nach US-amerikanischem Vorbild. Und ganz wichtig: Wirbrauchen eine adäquatere Ausbildungfür die heutigen Anforderungen und diejungen Talente von morgen.7

SAP-Fachbegriffeeinfach erklärtMachine Learning MaschinellesLernen ist der Oberbegriff für automatisierte Erzeugung von Wissen ausErfahrung. Künstliche Systeme lernenaus Beispielen und verallgemeinern„Erfahrungen“, indem sie Muster undGesetzmäßigkeiten in den Datenerkennen. Unbekannte Daten kann einSystem beurteilen, das ist der sogenannte Lerntransfer, oder an deren Lesenscheitern, die sogenannte Überanpassung. Anwendungen sind beispielsweisedas Erkennen von Kreditkartenbetrug,Aktienmarktanalysen oder Sprach- undTexterkennung. Machine Learning istverwandt mit Data Mining, dort geht esjedoch vorwiegend darum, neue Musterund Gesetzmäßigkeiten in den Daten zufinden. 2018 SAP SE oder ein SAP-Konzernunternehmen.Herausgeber:Alle Rechte vorbehalten.Iterative Zyklen Das iterative (ausdem Lateinischen für wiederholend)oder auch inkrementelle Vorgehensmodell beschreibt einen Prozess, derauf die kontinuierliche Verbesserungabzielt. SAP verwendet dieses Vorgehenzum Beispiel in der agilen Softwareentwicklung. Dabei wird in kleinenSchritten vorgegangen: Ziel ist es,mit dem Prozess des mehrfachenWiederholens gleicher oder ähnlicherHandlungen der Lösung näher zukommen.Die agile Softwareentwicklung soll dieTransparenz und Flexibilität erhöhen, dieRisiken in der Entwicklung minimierenund so zu einem schnelleren Einsatz derentwickelten Systeme führen.Fotonachweis:Herausgeber:Fotonachweis:SAP SE und Vervielfältigung dieser Publikation oder vonS.1-8: SAP SE/Image LibrarySAP SEWeitergabeTeilendaraussind,Relationszu welchem Zweck und in welcher Form auch immer,InvestorInvestor Relationsohne die ausdrückliche schriftliche Genehmigung durch SAP SE oderDietmar-Hopp-Allee16nicht gestattet.Dietmar-Hopp-Allee 16einSAP-KonzernunternehmenSAP Investor abonnieren69190 Walldorf69190 WalldorfIn dieser Publikation enthaltene Informationen können ohne .htmlE-Mail: [email protected]: [email protected]ündigunggeändert werden. Die von SAP SE oder deren VertriebsfirmenangebotenenSoftwareproduktekönnen Softwarekomponenten auchTelefon: 496227 7-67336Telefon: 49 6227 7-67336anderer Softwarehersteller enthalten. Produkte können länderspezifischeFax: 49 62277-40805Fax: 49 6227 7-40805Unterschiedeaufweisen.SAP Investor online lesenDie vorliegenden Unterlagen werden von der SAP SE oder einemSAP-Konzernunternehmen bereitgestellt und dienen ausschließlichSAPzuInvestor gibt es auch online zum mationszwecken.Die SAP SE oder ihre .html/#magazinübernehmen keinerlei Haftung oder Gewährleistung für Fehler SEodereinSAPJohannes Buerkle, Investor RelationsJohannes Buerkle, InvestorKonzernunternehmen steht lediglich für Produkte und DienstleistungenE-Mail:[email protected]: [email protected] Maßgabeein, die in der Vereinbarung über die jeweiligenProdukteDienstleistungenausdrücklich geregelt ist. KeineTelefon:und 496227 7-70157Telefon: 49 6227 7-70157der hierin enthaltenen Informationen ist als zusätzliche Garantie zuinterpretieren.Insbesonderesind die i.S.d.P.:SAP SE oder ihre Konzernunternehmen inVerantwortlichkeiner Weise verpflichtet, in dieser Publikation oder einer äufezu verfolgen oder hierinStefan Gruber,InvestorRelationswiedergegebene Funktionen zu entwickeln oder zu Publikationoder eine zugehörige Präsentation, die Strategie undetwaigekünftigeProdukte und/oder Plattformen derTelefon: 49Entwicklungen,6227 7-52727SAP SE oder ihrer Konzernunternehmen können von der SAP SE oderihren Konzernunternehmen jederzeit und ohne Angabe von Gründenunangekündigt geändert werden.Redaktion und Gestaltung:Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine Zusage,kein Versprechen und keine rechtliche Verpflichtung zur Lieferung vonInstinctif Deutschland GmbHMaterial, Code oder Funktionen dar. Sämtliche vorausschauendenAussagen unterliegen unterschiedlichen Risiken und Unsicherheiten, durchdie die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen abweichen können.Dem Leser wird empfohlen, diesen vorausschauenden Aussagen keinübertriebenes Vertrauen zu schenken und sich bei Kaufentscheidungennicht auf sie zu stützen.SAP und andere in diesem Dokument erwähnte Produkte undDienstleistungen von SAP sowie die dazugehörigen Logos sindMarken oder eingetragene Marken der SAP SE (oder von einemSAP-Konzernunternehmen) in Deutschland und verschiedenenanderen Ländern weltweit. Alle anderen Namen von Produktenund Dienstleistungen sind Marken der jeweiligen Firmen.Zusätzliche Informationen zur Marke und Vermerke finden Sie auf derSeite tml.SCRUM Das englische Wort fürGedränge ist eine Methode des Projektund Produktmanagements, vor allem zuragilen Softwareentwicklung, die auchSAP nutzt – insbesondere in der Produktentwicklung. Der Ansatz von SCRUMberuht auf der Erfahrung, dass vieleEntwicklungsprojekte zu komplex sind,um in einem vollumfänglichen Plandargestellt zu werden.Teile der Anforderungen und Lösungsansätze sind zu Beginn unklar, durchZwischenergebnisse wird der langfristigePlan, das sogenannte Backlog, dannkontinuierlich verfeinert und verbessert.Ziel ist die schnelle und marktgerechteEntwicklung hochwertiger Produkte inkleinen agilen Teams.S. 1-8: SAP SE/Image LibrarySAP Investor s.htmlSAP Investor online lesenRelationsVerantwortlich i.S.d.P.:Stefan Gruber, Investor RelationsE-Mail: [email protected]: 49 6227 7-52727Redaktion und Gestaltung:Instinctif Deutschland GmbHSAP Investor gibt es auch online zum gazin

kurs bewegte sich dabei zwischen dem Quartalstief von 82,47 und dem Quar-talshoch von 96,44 . Am Quartalsende notierte die SAP-Aktie bei 84,97 . Ausgehend vom XETRA-Schlusskurs des Jahres 2017 von 93,45 erreichte die SAP-Aktie am 5. Januar ihr Quartalshoch von