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JahrbuchSchuljahr2017/20182

Inhaltsverzeichnis----------------Vorwort der Schulleitung4WaldstraßendatenSchulleitung, Mitarbeiter, Mitglieder der Schulkonferenz, StatistikUnsere neuen Fünfer im Schuljahr 201/2017 und was aus ihnen werden soll68WaldstraßenpersonalienVerabschiedung von Kolleginnen und Kollegen:Petra NeusenGabriele WulfersPräsentation unserer neuen Kolleginnen und Kollegen:Hannah BellChristoph BerlingCarmela MischkeDoris MünsterjohannPhilipp SchröerKai TascheZohal Yusufzai121517181920212223Was macht eigentlich Georg Schäfer (Pensionär)? Raphaela Busse (Ehemalige Schülerin, Abitur 2010)? Nail Al Saidi? (Ehemaliger Schüler, Abitur 1995)242730WaldstraßenunterrichtDer Besuch im Tierpark BochumHallo, ich heiße Mejra und gehe in die Klasse 6b Julia und Christian berichten von „Jugend musiziert“GyWa goes bilingualTriumph ohne Sieg ? Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9im Römermuseum HalternFrance mobil en visit au lycée WaldstraßeDas Labyrinth von ChartresSlam Poetry Veranstaltung am Gymnasium WaldstraßeKlein sein (Slam Poem Tom Schegene)Es ist wohl egal (Slam Poem Claire Piontek)Rezension von „Die Verwandlung“ im KJT DortmundGinger (Slam Poem Michelle Kinsvater)Workshop-Tage an der WaldstraßeFreundschaft 2018 (Slam Poem Joshua Heinermann)33133343537394040434445485051

Waldstraßen-„Mint“Gute Platzierungen beim Bolyai-Mathe-TeamwettbewerbZauberwürfelwettbewerb (oder neudeutsch: Speedcubing)Mint-freundliche SchuleAnkündigung Maker-AGVerstehen wir die Energiewende? Jetzt vielleicht ein bisschen mehr Programmiere Bob!535354565657WaldstraßenaktivitätenEinen frisch gestrichenen Klassenraum in Blau, Lesenacht der 7bMein Girls’Day beim BestatterGirls’Day im TonstudioTat, Täter, SchulsanitäterGyWa VP – Von der Idee zum fertigen VertretungsplansystemEin Blick hinter die Kulissen von „www.gy-waldstrasse.de“Der Förderverein stellt sich vor Fairer Handel am Gymnasium WaldstraßeSchule ohne Rassismus – Schule mit Courage (Aktion der SV am 12.4.2018)Berufsinformationsabend am Gymnasium Waldstraße – ein voller Erfolg!Die NikolausaktionDie ValentinstagsaktionDas alljährliche Fußballturnier am aßenfahrtenAusflug nach Essen zur CinéfêtePremiere – Die Skifahrt aus der Sicht eines neuen KollegenLa sortie à Liège(M)ein halbes Jahr in FrankreichKiwis, Hobbits und Rugby – 5 Monate am anderen Ende der WeltLess is more: Towards the Smart City – Living and Economy (ROTA t 2018KreissinfonieorchesterFrom East to West: Der neue Musikaustausch nach Lancashire106108109Besondere LeistungenMusik: sehr gutMathematik: sehr gutErdkunde: sehr gutSport: sehr gut112112113114Impressum1154

Vorwort der Schulleitung--------Liebe Schülerinnen und Schüler,liebe Eltern,liebe Kolleginnen und Kollegen,kommt G 9 zurück oder bleibt G 8? Wird die Waldstraße G 9 Schule? Wasbedeutet dies für die Eltern, SchülerInnen und die LehrerInnen? Diese Fragebeschäftigt seit Beginn des Schuljahres 2017/18 nicht nur uns als Schulleitung, sondern die gesamte Schullandschaft. So war dies einer der wichtigsten Aspekte am Tag der offenen Tür, an dem das Gymnasium Waldstraßesich gewohnt gut aufgestellt präsentierte.Die hohen Anmeldezahlen für das neue Schuljahr 2018/19 zeigen deutlich,dass viele Eltern und Schülerinnen und Schüler das Gymnasium Waldstraßeals Ihre neue Schule ausgewählt haben. Auch eine Bili-Klasse konnte erneuteingerichtet werden.Ein weiteres Angebot, das bei Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen wird, ist das Fach Spanisch, das als neu einsetzende Fremdsprache denFächerkanon in der Sekundarstufe II erweitert.5

Gleich zwei Ereignisse hatten zu Beginn des Jahres 2018 Premiere an derWaldstraße.Der Schülerinnen- und Schülersprechtag zum Ausklang des 1. Halbjahres,den die SV organisierte, wurde insgesamt gut angenommen und soll auchim nächsten Schuljahr etabliert werden.Im Februar fand zum ersten Mal für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eine Berufs-Informationsmesse in der Aula statt. Zahlreiche Personenaus vielen verschiedenen Berufsbereichen sowie von der Ruhr-UniversitätBochum und der Uni Witten-Herdecke sowie der Auslandsgesellschaft NRWstellten sich den interessierten Fragen.Ein Highlight auch dieses Schuljahres war die ROTA-Woche, die diesmal inSchijndl (Holland) stattfand. 16 Schülerinnen und Schüler machten sich aufden Weg, unter dem Motto Less is More in zahlreichen spannenden Projekten eine Woche lang mit Schülerinnen und Schülern aus England, Belgien,Spanien und Holland gemeinsam zu arbeiten. Die abschließende Präsentation war ein voller Erfolgt für die teilnehmenden Besucher.Dass die SV an der Waldstraße sehr aktiv ist, konnte man auch im April erkennen. Mit der Aktion ‚Wir zeigen Rassismus die rote Karte‘ positioniertesich die Schulgemeinde der Waldstraße gegen Rassismus und für Toleranz.Ein beeindruckendes Foto dokumentiert die klare Haltung der Schülerschaft.Wir sind gespannt, welche weiteren Aktionen die SV im nächsten Schuljahrdurchführen wird, um das Siegel ‚Schule gegen Rassismus, Schule für Toleranz‘ zu erhalten.Im Juni freuen sich die Musiker an der Waldstraße auf den Musikaustauschmit Clitheroe in England, der in das große Sommerkonzert am 05.07.2018 inder Waldstraße einmündet. Zum ersten Mal finden dann in der letzten Woche die Workshoptage statt sowie ein zentraler Wandertag. Wir freuen unsalso auf einen vielfältigen Schuljahresabschluss.Im nächsten Schuljahr warten sicherlich erneut diverse Aktionen und Veränderungen auf die Schulgemeinde. Wir dürfen gespannt sein auf die Detailszu G 9, was ja insbesondere für unsere neuen 5er schon von Bedeutung seinwird.Bis dahin wünschen wir allen einen gelungenen Abschluss des Schuljahres2017/18, einen schönen Sommer und wunderbare, erholsame Ferien.Anette ChristianiSchulleiterinDr. Cornelia BeringStellvertretendeSchulleiterin6

Waldstraßendaten---------------Schulleitung, MitarbeiterVertretung in den Mitwirkungsgremienim Schuljahr 2016/2017Schulleiterin:Stellv. enkoordinatorin:Unterstufenkoordinatorin:Anette ChristianiDr. Cornelia BeringAndrea Möser/Christian QuereKirsten KäutnerAnja SauerSekretariat:Tanja BecirovicBrigitte FreisewinkelHausmeister:Tom KitzmannFrau D. MärkerLeiterin der Übermittagsbetreuung:Anita StolorzSchülersprecher/-in:Anna Litfert (Q1)Luc Stahlhut (Q1)SV-Lehrer:Birte Jaunich-LübbenAlexander WengSchulpflegschaftsvorsitzende:Stellv. Schulpflegschaftsvorsitzende:Maria KreidlerDr. Ulrike BrauksiepeProf. Dr. Boris SuchanVorstand des Fördervereins:Renate Kiewel (1. Vors.)Natascha Pflips (2. Vors.)Oliver Stoltenberg (Kassenwart)Birte Jaunich-Lübben (Schriftführerin)7

Mitarbeiter der SchulkonferenzVertreter der Lehrerinnen und Lehrer:Barbara AllwermannHartmut JaunichKirsten KäutnerChristian QuereMartin SteinbergAlexander WengVertreter der Eltern:Dr. Ulrike BrauksiepeDr. Thomas DegenerSandra HanischHans-Dieter KiewelMaria KreidlerProf. Dr. Boris SuchanVertreter der Schülerinnen und Schüler:Timm BeckerAnna LitfertOhlenbusch, JanneMeggy RoßbachJoshua SpeckelsLuc StahlhutKlassen in der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6):Klassen in der Mittelstufe (Klassen 7-9):Gesamtschülerzahl:Neuaufnahmen in den Eingangsklassen 5:Lehrerinnen und Lehrer:Referendarinnen und Referendare:8812802 (Juni 2018)10259 (Juni 2018)6 (Juni 2018)

Unsere neuen Fünfer und was aus ihnenwerden soll Klasse 5aKlassenlehrerin: Johannes Schalück, Stefanie 18.Adam, Alena:Andrzejewski, Adriana:Aztekin, Kayhan Efe:Bilsing, Jana:Birke, Nils:Bisping, Lily Amalia:Borgmann, Lenja:Breiting, Tim:Dombrowski, Emily:Feldhausen, Lara Marie:Inci, Dilara:Ivanescu, Gabriela:Langer, Johannes:Ma, Minh Hanh:Melzer, Mia:Schade, Simon:Schmitz, Vivian:Schoeb, Lena:Lehrerin, WissenschaftlerinAutorin, FotografinLehrerPolizistin, Ärztin oder , ProfiturnerinGrundschullehrerin, IllustratorinÄrztin oder LehrerinRichterin, ÄrztinSeenotretter, HandballcoachAutorin, erinDesignerin bei Guido M. Kretschmer,SchauspielerinAutorin, GrundschullehrerinLehrerin am Gymnasium Waldstraße,AutorinArchäologin, ierarzt, ArztFußballer, AnwaltProfessorin (Informatik)19. Schulze Schleithoff, Paulina:20. Schwerdtfeger, Charlotte:21.22.23.24.25.26.27.Steffen, Annika Charlotte:Stoltenberg, Lino Alessandro:von Gahlen, Paula Marie:Waldeyer, Lucy:Weber, Moritz:Weiss, Tim:Wielath, Franka Henrike:9

Klasse 5bKlassenlehrer: Dr. Ina Sommer, Paul 8.19.20.21.22.23.24.25.26.da Silva Martins, Nasya:Desimeier, Mia:Esser, Felina:Heese, Flynn Mathis:Josef, Schahad:Joswig, Hannah:Kargetta, Robin Jan:Lembeck, Delia:Madrzak, Lukas Florian:Maheswaran, Abishai:Mayböck, Tom:Mohammed Rauff, Sasmina:Müller, Christopher:Pieper, Markus:Qrichate, Junis:Rohde, Luisa:Sarier, Nisanur:Schulte, Gianluca Graziano:Seiz, Maximilian:Tran, Jaden Hung:Türken, Koray:Veit, Leopold:Vollmer, Luisa Pauline:Weber, Christin:Westhoff, Jonathan Albert:Will, Kasimir:SängerinTierärztin, SchauspielerInnenarchitektinArzt, BauingenieurÄrztinTierärztin, rArztArztDesignerin, ReiterinSchauspielerForscherFußballer, Polizist (Kripo)Arzt oder LehrerStadtanwältinSportlerArzt, AstronautKochFußballer, Polizist (Kripo)Lehrer, Sportler, BauingenieurArchitektin, Tierärztin?ArztArchitekt10

Klasse 5cKlassenlehrer: Martin Steinberg, Birte Jaunich-Lübben1. Al Hariri, Danya:2. Bajraj, Mira Julie:3. Bartusch, Lana:4. Becirovic, Meris:5. Borgmann, Anton Max:6. Braß-Soester, Emilia:7. Ciecior: Benedykt:8. Deias, Lousianne:9. Grave, Johannes:10.Harmann, Paul Aaron:11.Heckmann, Armin:12.Heckmann, Frederike:13.Höfel, Nik:14.Hong, Lias:15.Kalhöfer, Marco:16.Metzler, Christine:17.Müller, Livia:18.Osemen, Efe:19.Paschhoff, Fynn:20.Petzold, Lucy:21.Rohleder, Hans-Christian:22.Rosenblatt, Leon:23.Sakthivel, Thivjan:24.Schmahl, Jasmin:25.Spittler, Emma:ÄrztinAutorin, Psychologin oder LehrerinHotelfachfrau, Management,PolitikerinPolizist, Schauspieler, StuntmanArztPolitikerinBankerPuppenspielerin oder genieurinPolizist oder in der PolitikAstronaut, Polizist oder PolitikerBanker oder FußballprofiKinderärztin, TierärztinTiertrainierin, Hunde-/ in, TierärztinTierschützer, RennfahrerGroßhandelskaufmannAutodesigner bei BMWIngenieurinGrundschullehrerin, Bibliothekarin11

Klasse 5dKlassenlehrer: Jan Brühne, Heike Kenter1. Ascherfeld, Jonte:2. Aydin, Mustafa:3. Bauer, Arthur:4. Bürger, Marie:5. Hiesgen, Lukas:6. Imerlishvili, Lika:7. Inci, Büsra:8. Kassberg, Aurel:9. Lapan, Janis Markus:10.Linkewitz, Nico:11.Munishi Berisha, Mihane:12.Murschall, Felix:13.Partenheimer, Ben14.Paßlack, Lena:15.Pitschke, Nora:16.Polscheit, Fynn Luca:17.Römer, Justus:18.Rusche, Lennart:19.Sangmeister, Paula:20.Tollnick, Jule:21.Walter, Noah Jonathan:22.Waskönig, Marc:23.Weniger, Johanna:24.Wolman, zistin, ReitlehrerinFußballprofiArzt, inYoutuberYoutuberEnglischlehrerinFußballprofi, Sanitäter beim FußballPolizistLandschaftsarchitektSänger bzw. Musiker, YoutuberLehrerin, AgentinAutorin, FotografinArzt und dabei (!) YoutuberFußballprofiLehrerinDesignerin12

WaldstraßenpersonalienNach zum Teil unglaublich vielen Jahren der engagierten Tätigkeit für unser Gymnasium Waldstraße verabschieden sich Frau Neusen und Frau Wulfers am Ende desSchuljahres in den mehr als wohlverdienten Ruhestand.Sie haben nicht nur tausende von Stunden in hunderten von Klassen unterrichtet,sondern auch unzählbare Klassenarbeiten konzipiert und korrigiert.Sie haben Fahrten und Ausflüge organisiert, geholfen, erklärt und viele Projekte aufden Weg gebracht.Sie haben Schülerleben geprägt - während der Schule und mit Sicherheit auch weitdarüber hinaus.Sie sollen nun ihren Ruhestand in Gesundheit genießen und werden bestimmt vielerzählen können - wenn ich sie in den nächsten Jahren bitte, etwas für die Rubrik„Was macht eigentlich “ zu schreiben Petra Neusen„Ich bin dann mal weg“1 – Petra Neusen gehtnach 33 Jahren Dienst am Gymnasium Waldstraße in den RuhestandWie beginne ich nur diesen Abschiedsartikel über die „Göttinnengleiche Lehrerin fürPhilosophie, Latein und [last but not least, Anm. d.V.] Deutsch“ 2 , das Fach, das unsnach einigen Jahren des Beschnupperns schlussendlich zur gemeinsamen kollegialenArbeit zusammenschweißte? „Das ist auch wieder das Schöne daran.“ 3 : Denn ausdieser fachlichen Kooperation folgte, dass uns Herr Dr. Esser (ehemaliger Schulleiter)die Leitung der Theater AG übertrug, die wir mit viel Freude über mehr als 20 Jahreinnehatten.Aber zurück in medias res:Nach dem gleichnamigen Reisebericht von Hape KerkelingZitiert nach Antje Gross, in Waldstrassen Abiturzeitung. Die AbillenniumSonderausgabe, Hattingen 2000, S.233Teresa Walser1213

1954, ein ganz besonderes Jahr für fußballbegeisterte Deutsche (Deutschland wirdam 4.7.Weltmeister) und Familie Neusen, deren Tochter Nr. 2 namens Petra Elisabeth zwei Tage zuvor in Bad Neuenahr/ Ahrweiler das Licht der Welt erblickt. Sieverbringt den Großteil ihrer Kindheit und Jugend allerdings in Gerolstein in der Vulkaneifel, deren Schroffheit und Schönheit zugleich die dort lebenden Menschennicht nur äußerlich, sondern auch charakterlich prägen.Nach einem spannenden Studium gleich dreierFächer (s.o.) in Düsseldorf und dem anschließenden Referendariat in Bochum erhält P.Neusen 1985 eine Anstellung als Studienrätinz.A. am Gymnasium Waldstraße.Drei Jahre später ist in der Abizeitung über siezu lesen: „Eine Lehrerin, die noch viel lernenmuss“4 Schon bald ist P.N. in der „Unterstufe[.]berüchtigt für unnachgiebige Rügen, Tadelund wütende Ausbrüche [siehe oben Vulkaneifel, Anm. d. V.] bei Schneeball- oder Laubschlachten an der Bushaltestelle:“ „Hey, daskann doch ins Auge gehen!!!“ „Jeden Morgenkommt hier eine alte Frau und fegt das zusammen, und ihr macht das kaputt – Los, fegen!!!“5 Oder es ist der knappe Satz „NeusenALS JUNGE , AUFSTREBENDE P ÄDAGOGINkommt“ aus Schülermund zu hören, undprompt bildet sich auf wundersame Weise ein Spalier inmitten der lärmenden SchülerInnenmenge in der Pausenhalle, sodass die Lehrperson unverletzt, wenn nur dieempfindlichen Ohren nichtwären, in den Neubau gelangt.Aber diese mehr oder weniger auf Gerüchten basierende „natürliche“ Autorität - manch einer attestiertP.N. gar das seltene LehrerGen – kennzeichnet nureine Facette dieser für dieheutige Zeit eher ungewöhnlichen Lehrerpersönlichkeit. Wer sie wie ich,Oberstüfler oder SchülerInnen, deren Klassenleh- MIT EINEM L EISTUNGSKURSVerfasser unbekannt, aus: Abizeitung des Gymnasiums Waldstraße 1985, S.Zitiert nach A.G. ebenda4514

rerin sie war, näher kennenlernen durfte, weiß um viele andere ebenso schätzenswerte Eigenschaften wie ihr unermüdliches Engagement für einzelne ihr anvertrautejunge Menschen, für die Schule oder ihre Leidenschaft für die Eifel, nicht denkbarallerdings ohne Hund, und Kulinarik.„Spätestens in der Oberstufe wird Frau Neusen [.]zu einer herzensguten Person, die immer bemühtist, jedem, - und sei er noch so unmotiviert – eineletzte Chance zu geben. Sie ist vor allem deshalbeine gute Lehrerin, weil sie die Dinge nicht sofürchterlich ernst nimmt wie andere Kollegen [ ]und sich selbst nicht unbedingt für das Non–Plus–Ultra hält.“6 Überdies bereite sie die beste RoteGrütze und Vanillesoße zu. Aber auch auf ihrengrandiosen, gaumenkitzelnden rheinischen Sauerbraten kann so mancher zurückblicken.Bleibt schließlich noch Frau Neusens Passion fürihre Hunde zu erwähnen, die bzw. deren Eigenarten etlichen SchülerInnengenerationen bekanntsein dürften:R OTE G RÜTZE & S AUERBRATENPlatzNr. 1 besetzt die MischlingshündinSmally (die ersten Jahre in Hattingen),Platz 2 der stattliche Mr. Murphey, einechter Welperaner 7 , (treuer Begleiterwährend der „gesetzten“ Jahre) undderweil erfreut sich der bildschöne Mr.Barney (mit Migrationshintergrund/Ungarn) P. Neusens Fürsorge, derschon auf endlose Wanderungen durchdie Wälder der Eifel spekuliert, die zeitnah anstehen und für die lange Wartezeit in der Wohnung gegenüber derSchule entschädigen sollen und bereitsversprochen sind.Trotz der in den letzten Jahren gewach- MIT S MALLYsenen Belastungen, die dem Beruf desLehrers geschuldet sind, und gesundheitlicher Einschränkungen wird Frau N. diesenvielleicht wichtigsten Abschnitt ihres Lebens in guter Erinnerung behalten und dieSchule, sprich die in ihr schaltenden und waltenden Menschen, ob jung oder alt, obgroß oder klein, definitiv vermissen.Christa MaroscheckEbendaWelper: Stadtteil von Hattingen6715

Gabriele Wulfers kam im Schuljahr 1988/89 an die Waldstraße als Lehrerin für Englisch und Katholische Religionslehre. Damals war Herr Dr. Esser Schulleiter an der Waldstraße. Gabihatte zuvor nach ihrer (unbezahlten) Elternzeit eine Stelle am Haranni-Gymnasiun inHerne abgelehnt, aber weil ein Nachfolger für Gymnasialpfarrer Sprenger gesuchtwurde, konnte sie die Stelle an der Waldstraße antreten – Pech für das Haranni-Gymnasiun, Glück für uns!Auch wenn das alles interessante Faktenüber Gabis Werdegang sind, kommen mirsolche Sachen gar nicht in den Sinn, wennich an meine liebe Kollegin denke. Aberwie verabschiedet man eine Kollegin in ihren wohlverdienten Ruhestand?Ich persönlich – aber da scheine ich nichtder Einzige zu sein – verbinde Gabi mit ihrem Engagement und ihrem Willen, Dingezu tun. Gabi hat sich nie damit begnügt,nur über Probleme zu reden oder die Lagezu beklagen.Nach dem Motto „Es gibt nichts Gutes,außer man tut es“ ist Gabi immer Probleme direkt angegangen. Das fing im Kollegium an durch die langjährige Mitarbeitim Lehrerrat oder die Verwaltung der Kaffeekasse, ein nicht zu unterschätzenderJob für das Wohlbefinden in einem Lehrerkollegium. Das waren aber auch Formen des Engagements, die weit über das hinausgehen, wozu die meisten Menschenbereit sind. So sammelte Gabi Geld für hilfsbedürftige Menschen in Eritrea. Nur wasmacht man, wenn es keine Möglichkeit gibt, das Geld an die Hilfsorganisation in Eritrea zu überweisen? Gabi kannte eine Lösung: Natürlich in ein Flugzeug steigen, ummit einer Tasche voll Bargeld nach Eritrea zu fliegen, dort die Banken in der Hauptstadt Asmara abklappern, bis man alle Spendengelder in die Landeswährung Nakfaumgetauscht hat, um sie dann persönlich zu übergeben. Für viele von uns – michnatürlich eingeschlossen – ist allein schon die Vorstellung nach Eritrea zu reisenabenteuerlich; ganz zu schweigen vom Rest. Was isst man da eigentlich?Oder was macht man als Lehrerin in einem Sabbatjahr? Eine Weltreise, neue Sprachen lernen oder seinem Hobby nachgehen? Klar! Aber man kann sich auch schulenlassen, um sich für das EAPPI (Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine16

and Israel) für Frieden in Israel und Palästina einzusetzen. Bekommen die Palästinenser Ihre Rechte oder behindert man sie beim Grenzübertritt? Schreiten die Sicherheitskräfte korrekt ein, wenn etwas vorfällt? Die Präsenz eines neutralen Beobachters hilft natürlich schon, dass Menschen in ihren Rechten nicht eingeschränkt werden. Die Teilnehmer des EAPPI-Programms schreiten aber auch ein, indem sie Behörden oder Sicherheitskräfte informieren und die Einhaltung von Recht Gesetz aktiveinfordern. Drei Monate war Gabi vor Ort, um Menschen so in ihrem Alltag zu unterstützen.Das Engagement von Gabi ist auch immer mit der Organisation Pax Christi verbunden. Dort ist sie seit vielen Jahren aktiv und Vorstandsmitglied.Zuletzt hat unsere Schule durch Gabis Bemühen noch das Fairtrade-School-Siegel erhalten. Eine fairere Welt fasst Gabis Bemühen sicherlich gut zusammen.Eine zweite Sache, die mir ganzpersönlich in denSinnkommt,wenn ich an Gabidenke, ist, dassich das Glückhatte, von ihrausgebildetzuwerden. Als ehemaliger Referendar der Waldstraße gehöre ichja zu den Wenigen im Kollegium, die den Unterricht der FachG ABY W ULFERS UND C HRISTIAN Q UEREkollegen kennen.Und da habe ich Gabi als Kollegin kennengelernt, der das Fachliche immer sehr wichtig war (was einem Referendar auch etwas Stress machen konnte). Aber eigentlichstanden die persönliche Entwicklung, die Fähigkeit zum kritischen Denken und dasmenschliche Miteinander immer ganz klar im Fokus ihres Handelns.Man sagt ja, dass man sich neben einen Kleineren stellen soll, wenn man sich kleinfühlt. Gabi, Du wirst eine sehr große Lücke im Kollegium hinterlassen. Ich danke Dir,dass ich in Dir jemanden kennengelernt habe, an dessen Beispiel ich mich immeraufrichten kann. Vielleicht werden wir an der Waldstraße dann diese Lücke mal irgendwann schließen können.Christian Quere17

Doch „Lebbe geht weider“, wie Dragoslav Stepanovic nach der verpassten Meisterschaft mit der Eintracht aus Frankfurt 1992 äußerte.In Zukunft verstärken uns deshalb folgende neue Kolleginnen und Kollegen:Hannah BellHallo noch einmal!Ich heiße Hannah Bell und unterrichte sehr Februar 2018 wiederKunst und Praktische Philosophie/Philosophie an der Waldstraße. Nach meinem Studium ander TU Dortmund, habe ich meinReferendariat 2013 an der Waldstraße abgeschlossen und war anschließend an einem Gymnasiumin Ennepetal eingesetzt. Auchwenn ich mich in Ennepetal sehrwohl gefühlt habe, spielte ichschnell mit dem Gedanken, michwohnortsnah versetzen zu lassen- das Pendeln durch Sprockhövelund Gevelsberg nach Ennepetalkostete mich gerade morgensviele Nerven.Weil ich mich immer sehr gernean meine Ausbildungszeit und dieschöne Waldstraße zurück erinnerte und noch mit einigen Kolleginnen und Kollegenin Kontakt geblieben war, stand die Wunschschule meiner Versetzung schnell fest.Nach der Elternzeit wurde der Antrag schließlich bewilligt und ich genieße nun diezusätzliche Zeit mit meiner Familie zu verbringen, statt im Auto zu sitzen. An derWaldstraße haben mich vertraute und neue Gesichter sehr herzlich empfangen. Vielen Dank dafür!Ich freue mich wieder hier zu sein und bin gespannt auf die kommende Zeit an derWaldstraße!Viele GrüßeHannah Bell18

Christoph BerlingHallo Waldstraße! Mein Name ist Christoph Berling und ich unterrichte seit November 2017 an der Waldstraße die Fächer Deutsch und Sport. Ich bin 31 Jahre alt,komme gebürtig aus Herne und lebe seit nunmehr sechs Jahren in Bochum. Vor meinem Studium habe ich bereits eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei derGELSENWASSER AG abgeschlossen. Mein eigentliches Ziel war, in der Ausbildungeine Abteilung zu finden, die mich begeistert und in diesem Bereich dann ein Studium anzuschließen.Allerdings musste ich relativ schnell feststellen, dass ein Leben hinter dem Schreibtisch so gar nicht mein Ding ist. Der Umgang mit jungen Menschen hat mir immerviel Freude bereitet und so war der Gedanke des Lehramts nicht weit. Ich studiertekurzerhand Germanistik und Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum und absolvierte im Anschluss mein Referendariat am Willy-Brandt Gymnasiumin Oer-Erkenschwick. Unmittelbar danach hat es bereits mit der Stelle in Hattingengeklappt, was mich sehr glücklich macht.Was mich an meinem Beruf begeistert, ist dertägliche Umgang mit den Schülerinnen undSchülern. Jeder ist für sich besonders und esgibt immer wieder sehr lustige und schöneMomente und ich freue mich nahezu jedenTag auf die Arbeit, was hoffentlich noch langeanhält.Teil dieser Freude am Beruf sind sicherlichmeine Fächer, die mich auch privat „begleiten“. Sport treibe ich nahezu täglich und suche dabei immer wieder neue Herausforderungen. Es gibt für mich eigentlich nicht DIESportart, viel mehr steht der Sport im Allgemeinen im Vordergrund und all seine Aspekte, die im sozialen Miteinander so wichtigsind, wie zum Beispiel Respekt, Kooperationoder Toleranz, um nur einige zu nennen. Darüber hinaus lese ich gerne, wobei mich insbesondere historische Romane faszinieren. ImUnterricht versuche ich die Begeisterung fürmeine Fächer und ihre Vielseitigkeit an euchweiterzugeben und euer Interesse zu wecken.Auf eine schöne Zeit an der Waldstraße,Christoph Berling19

Carmela MischkeLiebes Gymnasium Waldstraße,als neue Kollegin und „frisch gebackene“ Lehrerin möchte ich mich gerne vorstellen.Mein Name ist Carmela Mischke (die Mehrheit hat mich noch unter Carmela Melecakennengelernt, da ich im Oktober 2017 geheiratet habe) und ich unterrichte seit demSchuljahr 2017/2018 mit Freude an EurerSchule Französisch und Sport. Ich habeauch Spanisch und Italienisch studiert,deswegen freue ich mich sehr, dass wirbald auch Spanisch am Gymnasium Waldstraße anbieten können, ¡muuuuuuuuybien!Ich bin gebürtige Hattingerin, für das Studium und das Referendariat hat es michallerdings ins Rheinland verschlagen(Köln/Bonn). In meiner Studienzeit bin ichviel gereist (Afrika, Lateinamerika, Nordamerika, Asien), um meine Fremdsprachenkenntnisse zu perfektionieren, aberauch um einfach mal andere Luft schnuppern zu können.Es hat mich immer fasziniert, mich an andere Gegebenheiten anzupassen und etwasvon anderen Menschen und Kulturen zu lernen. So habe ich in Afrika in einer Schuleeinen ganz anderen Unterrichtsstil kennengelernt, aber vor allen Dingen hat michmein Aufenthalt gelehrt, dass man sich auch mit wenig zufrieden geben sollte undglücklich sein kann.Mein Praktikum in einem Kinderheim in Peru hat diese Ansicht verstärkt. Ich verbrachte viel Zeit mit Kindern, die keine Eltern mehr hatten oder wo Elternteile teilweise Alkoholiker oder drogenabhängig waren und es hat mir gezeigt, wie gut vieleKinder in unserer „Welt“ es haben, auch wenn es natürlich überall, auch bei uns,schlimme Schicksale gibt. Deswegen sehe ich es als Lehrerin als meinen Erziehungsauftrag, Schülerinnen und Schülern all die kleinen schönen Dinge im Leben immerwieder bewusst zu machen und dankbar für das zu sein, was man hat. Denn „Es gibtzwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so,als wäre alles eines.“ Reisen macht glücklich und weltoffen. Wenn man mal von zuhause weg war, dann schätzt man Dinge, die einem vielleicht vorher nie so bewusstins Auge gefallen sind. Deswegen finde ich es auch wichtig, den Schülerinnen undSchülern vor Augen zu halten, dass eine Sprache gründlich zu lernen viel mehr ist alsnur eine gute Note auf dem Zeugnis. Es ist eine Bereicherung. Sprache öffnet Welten.„Eine andere Sprache ist wie eine andere Sicht auf das Leben“ (F. Fellini).Nun werde ich allerdings erst einmal zuhause bleiben und die Zeit hier genießen,denn mein Mann und ich werden in wenigen Tagen ein Baby bekommen (Anmerk-20

ung: Frau Mischke schrieb den Artikel bereits im Januar, so dass ihr Sohn bereits fünfMonate alt und quietschfidel ist ). Deswegen hatte ich bisher nur etwa 3 Monate,um mich in der Waldstraße einzuleben. Begeistert hat mich an der Waldstraße dieherzliche Aufnahme durch dieKollegInnen, SchülerInnen unddurch die Schulleitung. Ich habemich in meiner neuen Situationals soeben fertig gewordeneLehrerin, aber auch als werdende Mama gleich von allenunterstützt gefühlt. Deshalbgehe ich jetzt mit einem weinenden und einem lachendenAuge in den Mutterschutz. Einerseits freue ich mich tierischauf meinen kleinen Sohn, andererseits fällt es mir schwer, michnach so einer kurzen Zeit ersteinmal wieder zu verabschieden und insbesondere die Spanisch-Fachschaft „allein“zu lassen.Trotz des weinenden Auges bin ich dankbar für die gemeinsame Zeit, in der ich wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Und ich werde euch auf jeden Fall mit meinemkleinen Neuzuwachs besuchen kommen.Viele liebe Grüße. Und ¡hasta pronto!Carmela MischkeDoris MünsterjohannSalut Gymnasium Waldstraße!Nun soll ich mich hier als „die Neue“ vorstellen und fühlemich doch am Gymnasium Waldstraße schon wie zu Hause.Denn ich unterrichte hier schon seit 2014 mit kurzer Unterbrechung als Vertretungslehrerin und bin ab August festesMitglied der Schulgemeinde, worüber ich mich RIESIG freue.Ich unterrichte die Fächer Französisch und Physik und bindarauf gespannt, mit Euch Schülerinnen und Schülern sowohl die Neugierde an anderen Ländern und mit der Sprache verbundenen Kulturen zu erleben, als auch die Faszination an Naturwissenschaften zu entdecken.21

Außerhalb der Schule lese ich gerne Krimis und Comics oder gehe leidenschaftlichgerne ins Kino. Ich spiele Akkordeon und reise gerne mit meiner Familie zu den immer noch sehr „unbeugsamen Galliern“ in die Bretagne oder durchforste Buchlädenin Paris nach Comics, die ich dann direkt im nächsten Bistro bei einem Café au laitverschlinge.Au revoir!Doris MünsterjohannPhilipp Schroerіbuenos días!Hier bin ich also, ein weiteres neues Gesicht ander Waldstraße Und ich habe die besondereAufgabe und auch Ehre, meinen Dienst alsSpanisch-Lehrer antreten zu dürfen. Spanischgibt es doch gar nicht an der Waldstraße?Doch, ab nächstem Schuljahr schon! Deshalbfreue ich mich auf die zukünftige Herausforderung, Spanisch an der Waldstraße als Fach zuetablieren und den SchülerInnen diese für sieneue Sprache zu vermitteln sowie ihr Interessean der spanischsprachigen Kultur und Lebensweise zu wecken. Neben Spanisch unterrichteich mein zweites -nicht weniger interessantesFach Geschichte seit Beginn des Schuljahres2017/18, woher mich einige SchülerInnen bereits kennen dürften.Aber nun zu mir: Ich selbst komme aus demGrenzgebiet zwischen "Ruhrpott" und Münsterland, habe mich aber schon immer mehr imRuhrgebiet heimisch gefühlt, weswegen ich bis heute mehr als gerne in der multikulturell geprägten Dortmunder Nordstadt lebe und froh bin, im Ruhrgebiet, nämlich inHattingen meine neue berufliche Heimat gefunden zu haben. In meiner Freizeit verbringe ich wie wohl jede/r Leser/in dieses Textes meine Zeit am liebsten mit Freunden und der Familie, bei gutem Wetter am liebsten draußen - ob im "Pott", auf Sportveranstaltungen, auf Festivals oder im Ausland auf Reisen.Ich freue mich auf die gemeinsame Zeit

Unsere neuen Fünfer im Schuljahr 201/2017 und was aus ihnen werden soll 8 Waldstraßenpersonalien Verabschiedung von Kolleginnen und Kollegen: . Raphaela Busse (Ehemalige Schülerin, Abitur 2010)? 27 Nail Al Saidi? (Ehemaliger Schüler, Abitur 1995) 30 . Schule ohne Rassismus